Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind noch nicht veröffentlicht worden (Vorwoche: 716.635). Die Schlachtgewichte lagen in der Vorwoche bei: 97,3 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 252.600 (Vorwoche: 251.600)
Die ISN-Auktion am Di, 05.08.2025 hat ein Ergebnis von 2,01 €/kg in einer Spanne von 2,01 – 2,01 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 07.08.2025 bis 13.08.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 32. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 32. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg gesenkt.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 32. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise um 3 ct gefallen und liegen nun bei 2,05 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 32. KW 2025 um 5 ct auf 2,50 €/kg gestiegen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 32. KW 2025 um 3 ct gefallen und liegt mit 2,30 €/kg nun niedriger.
USA/IOWA: bei einem Dollarkurs von 1,1573 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise Anfang August bei 2,08 €/kg. Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind etwas geringer ausgefallen als in der Vorwoche, liegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedochhöher. Bei den Teilstücken konnten nur Bauch und Schinken zulegen.
Brasilien: Neue Berichte zeigen, dass die brasilianische Schweinehaltung weiter wächst und im letzten Jahr eine Produktion von 5,3 Mio. Tonnen (und damit ein Plus von 3 % zum Vorjahr) erreichte. Der Inlandsverbrauch stieg auf 18 kg pro Kopf, während 1,35 Mio. Tonnen in über 100 Länder exportiert wurden. Für 2025 wird eine stärkere Marktpräsenz in Südostasien und Lateinamerika erwartet. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen Anfang August bei umgerechnet 1,69 €/kg.
China: die Preise in China liegen aktuell bei 2,35 €/kg und scheinen sich vorerst eingependelt zu haben. Berichte zeigen, dass China im ersten Halbjahr mehr Schweinefleisch als im selben Zeitraum des Vorjahres importiert hat. Besonders Innereien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ihr Anteil hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt und macht über die Hälfte des Gesamtgewichtes der Importe aus.
Fazit: Der Schlachtschweinemarkt bleibt auch in dieser Woche stabil bei anhaltend ausgeglichenem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Trotz saisonal ruhigem Fleischmarkt lassen sich angebotene Partien kontinuierlich absetzen. Die Stückzahlen bewegen sich auf einem der niedrigsten Jahresniveaus. Am Ferkelmarkt zeigt sich ein überwiegend ausgewogenes Bild mit stabilem Preisniveau bei leicht erhöhtem Vermarktungsaufwand freier Partien. Der EU-Markt bleibt insgesamt ruhig mit leichtem Druck aus Spanien und Frankreich bei gleichzeitig stabilem Verlauf in Mittel- und Nordeuropa.
ZMP Live Expertenmeinung
Das stabile Marktumfeld reflektiert die saisonal bedingt schwache Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Lebendangebot. Die geringe Preisdynamik verdeutlicht fehlende Impulse vom Fleischmarkt. Mittelfristig könnte der strukturbedingte Rückgang der Tierzahlen in Belgien und rückläufige Zuchtsauenbestände in der EU zu einer Angebotsverknappung führen. Der Anstieg internationaler Zölle, insbesondere in den USA und China, dürfte die Handelsströme verschieben, bleibt jedoch für den deutschen Markt zunächst ohne größere Relevanz.