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Schweinemarkt: Schlachtunternehmen setzen Erzeuger unter Druck

Schweine News, 09.07.2025

Bullish
  • niedriges Lebendangebot
  • Sommerhitze in Südeuropa bremst Tierwachstum
Bearish
  • Schwache Nachfrage in der Ferienzeit
  • Hoher Preisdruck seitens der Schlachtunternehmen

Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen für diese Woche wurden von der BLE bislang noch nicht veröffentlicht.

(Vorwoche. 714.266) die Schlachtgewichte der Vorwoche lagen bei 97,7 kg.

Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 255.500 (Vorwoche:  258.700)

Die ISN-Auktion am Di, 08.07.2025 hat ein Ergebnis von 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 1,95 €/kg geliefert.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 10.07.2025 bis 16.07.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 28. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,99 €/kg um -7 ct/kg gesunken.

In Belgien werden in der 28. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise um -9 ct/kg auf 1,90 €/kg gesenkt.

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 28. KW 2025 um -12 ct/kg auf 1,95 €/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 2,08 €/kg um +3 ct/kg erhöht.

In Italien sind die Notierungen in der 28. KW 2025 mit 1,66 €/kg LG unverändert geblieben.

In Spanien wird der Preis in der 28. KW 2025 mit 2,37 €/kg unverändert bleiben. Spanien leidet aktuell unter einer Hitzewelle, was die Schlachtgewichte beeinflusst und den Preis auf vergleichsweise hohem Niveau entgegen der allgemeinen Abwärtsbewegung stützt.

In den USA/IOWA lagen die Erzeugerpreise bei umgerechnet 2,08 €/kg und konnten sich damit nur knapp behaupten. Der Dollarkurs ist mit 1,1727 $ = 1 € weiterhin sehr schwach. Durch den Unabhängigkeitstag in den USA sind die Schlachtmengen zurück gegangen und die Preise für die Teilstücke haben sich deutlich erhöht. Für zukünftige Termine werden höhere Schlachtmengen erwartet, weshalb die Kurse für den Oktober mit umgerechnet 1,75 €/kg deutlich niedriger liegen.

Brasilien: Mit durchschnittlich 1,72 €/kg blieben die Preise nahezu stabil. Im Inland sanken die Notierungen leicht, und der Kurs zeigte sich etwas schwächer. Die Exporte erreichen nicht das Frühjahrsniveau, liegen jedoch klar über dem Vorjahresstand. Niedrigere Preise für Rind- und Geflügelfleisch wirken sich dämpfend auf den Schweinemarkt aus.

China: Die Schweinefleischpreise sinken saisontypisch weiter auf 2,35 €/kg. An der Börse in Dalian legte der neue Frontmonat Sep-2025 leicht zu und notiert bei 2,26 €/kg. Für die zweite Jahreshälfte wird infolge früherer Bestandsreduktionen eine geringere Inlandsproduktion erwartet. Um die derzeit wenig rentable Schweinehaltung zu stützen, fördert der Staat Maßnahmen zur Nachfragebelebung.

Fazit: Der Schweinemarkt zeigt aktuell eine rückläufige Tendenz. Trotz geringer Angebotsmengen lässt sich das bisherige Preisniveau nicht halten. Die Nachfrage bleibt hinter den Erwartungen zurück, insbesondere aus dem Grillsegment. Saisonale Faktoren wie die Ferienzeit setzen den Markt insgesamt unter Druck. Gestrichene Schlachttage, vor allem im europäischen Raum zwangen die Erzeuger niedrigere Preise hinzunehmen. Eine Entspannung ist derzeit noch nicht in Sicht. Saisonbedingt drück die Ferienzeit den Preis zusätzlich.

Gemeldete ASP-Fälle 2025 in Deutschland, Hessen am stärksten betroffen.
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ZMP Live Expertenmeinung

Das Angebot am Schweinemarkt bleibt weiterhin überschaubar, was grundsätzlich stützt, jedoch fehlt es in der Ferienzeit an ausreichenden Impulsen auf der Nachfrageseite. Die Fleischvermarktung gestaltet sich weiterhin schwierig, sodass von den Schlachtunternehmen kein nennenswerter Preisdruckaufbau zu erwarten ist. Gleichzeitig wirken rückläufige Importe und das begrenzte Lebendangebot aus Südeuropa stabilisierend. 

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