Deutschland:V-Preis 2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,05 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind feiertagsbedingt mit 663278 Schweinen (Vorwoche 763.346) deutlich kleiner ausgefallen, die Schlachtgewichte mit 98 kg jedoch gestiegen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen (Vorwoche 264.500).
Die ISN-Auktion am Di, 08.10.2024 hat 2,05 €/kg gebracht in einer Spanne von 2,04–2,07 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 10.10.2024 bis 16.10.2024 auf 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,00 - 2,05 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 241 ASP (+21 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 41. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,63 €/kg unverändert geblieben.
In Belgien bleiben in der 41. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,93 €/kg ebenfalls unverändert.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 41. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,92 €/kg unverändert beibehalten.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,945 €/kg nochmal um weitere -1,5 ct/kg gesenkt. Die Schlachtzahlen sind auf 353.673 etwas gefallen, die Schlachtgewichte mit 96,6 kg ebenfalls. Der Fleischabsatz bleibt unverändert schwierig.
In Italien sind die Notierungen in der 41. KW 2024 nochmal um weitere +4 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 12 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 48 ct/kg höher geworden. Trotz eines SVG von 70 % wird die Schweinehaltung lt. jüngster Viehzählung weiter eingeschränkt. Die ASP sorgt eine starke Zurückhaltung in den betroffenen Erzeugungsgebieten.
In Spanien wird in der 41. KW 2024 mit 2,17 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Das Lebendangebot muß in der auslaufenden Urlaubsphase zunehmend im Export abgesetzt werden. Die hohen Preise sind jedoch nur begrenzt wettbewerbsfähig.
In den USA/IOWA wurden die Erzeugerpreise um -1 ct/kg auf 1,54 €/kg zurückgesetzt. Die Schlachtzahlen bleiben weiter auf hohem Niveau. Die Kühlhausvorräte sind unverändert. Die Preise für Grillartikel fallen, für Verarbeitungsware ist eine leichte Zunahme zu sehen. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,57 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich auf 1,90 €/kg weiter befestigt. Das Lebendangebot deckt gerade die Inlandsnachfrage und den Bedarf für den Export.
China: Die Kurse sind mit 3,21 €/kg weiter zurückgegangen. Das Angebot aus dem In- und Ausland bleibt begrenzt, aber die gedrückte Einkommenslage und die hohen Verbraucherpreise bremsen die die Nachfrage. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,95 €/kg gehandelt. Für die Frühjahrsmonate 2025 werden jedoch nur noch Kurse um 2,47 €/kg notiert.
Fazit: In den einzelnen EU-Mitgliedstaaten differenziert sich mittlerweile die Markt- und Preis-entwicklung. In Spanien, Niederlande, Italien sind nach jüngster Viehzählung die Schweinebestände jeweils um -3,7 % gefallen, in Polen um -3,2 % und in Frankreich um -2,8 %. Dagegen sind Steigerungen in Dänemark (+2,3 %) und Deutschland (+1,1 %) festgestellt worden. Entsprechend kommt unterschiedliche Bewegung in die Preisentwicklung.
ZMP Live Expertenmeinung
Angebot und Nachfrage halten sich im Durchschnitt die Waage. Es kommt nur vereinzelt zu Abweichungen mit Schwerpunkt in Süddeutschland. Auf absehbare Zeit wird nicht mit grundlegenden Veränderungen gerechnet.
In den benachbarten EU-Mitgliedstaaten werden unterschiedliche Markt- und Preisentwicklungen beobachtet: es reicht von weiter fallenden Preisen in Spanien und Frankreich über stabile Notierungen in den Niederlanden und Dänemark bis zu deutlich steigenden Preisen im unterversorgten Italien.