09.
11.22
V-Preis gehalten. aber Spanne reicht nur noch zwischen 1,85 bis 1,90 €/kg

Schweine News, 09.11.2022

Bullish
  • Begrenzte Erwartungen an Vorweihnachtsgeschäft
  • anhaltend niedriges Lebendangebot
Bearish
  • schwache Fleischnachfrage
  • gedämpftes Verarbeitungsgeschäft
  • unzureichender Export

Deutschland:  V-Preis  1,90 €/kg (Spanne 1,85 – 1,90 €/kg)   -                                             

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd. 674.019 Schweinen (Vorwoche 770.698) feiertagsbedingt kleiner ausgefallen; die Schlachtgewichte haben sich mit 97,8 kg erhöht.

Die Voranmeldungen bleiben mit 282.500 Schweinen (Vorwoche 287.400) etwas kleiner.  

Beim Weiterverkauf der Teilstücke an LEH, Verarbeiter und für den Export sind die Durch-schnittspreise unverändert bei 2,22 €/kg stehen geblieben.

Auf der ISN-Auktion am Di, 08. Nov. 2022 wurde wiederholt kein Schwein von den angebotenen Tieren verkauft. Am Di, 01. Nov. fand keine Auktion statt.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 10.11.2022 bis 16.11.2022 mit 1,90 €/kg unverändert; die Spanne reicht von 1,85 bis 1,90 €/kg.

ASP:  Mit Stand vom 08.Nov. 2022 sind 4.452 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Die Tierseuchenbezirke mußten aufgrund von Neuausbrüchen  teilweise erweitert werden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 45. KW 2022 zum wiederholten Male unverändert auf vergleichbar gerechneten 1,85 €/kg stehen geblieben.   

In Belgien werden die Preise in der 45. KW 2022 auf dem reduzierten Niveau der beiden Vorwochen beibehalten. Der Fleischabsatz bleibt weiterhin schwierig.  

In den Niederlanden werden die Preise in der 45. KW ebenfalls auf dem gesenkten Niveau der beiden Vorwoche beibehalten.   

In Frankreich/Bretagne haben die Preise nochmal um -5 ct/kg auf rd. 1,85 €/kg nachgegeben. Die Schlachtzahlen sind feiertagsbedingt kleiner ausgefallen. Schlachtgewichte stagnieren bei rd. 95 kg.

In Italien sind die Notierungen in der 45. KW 2022 mit 2,07 €/kg unverändert beibehalten worden. Das inländische Lebendangebot wird bedarfsdeckend abgerufen, aber der Fleischmarkt steht unter dem Preisdruck der Importe.  

In Spanien sind die Preise in der 45.KW 2022 um – 2 ct/kg auf vergleichbare 2,17 €/kg zurückgegangen. Das inländische Lebendangebot nimmt zu, es werden sogar Schlachttiere importiert. aber das hohe spanische Preisniveau erschwert den Fleischabsatz gegenüber den Angeboten der EU-Konkurrenz im In– und Ausland. 

In den USA/IOWA sind die Preise weiter auf umgerechnete 1,98 €/kg zurückgefallen. Schlachtzahlen haben leicht zugelegt. Teilstückepreise bleiben auf reduzierten Niveau unverändert. Für den Frontmonat Dez.-2022 notieren die Terminkurse bei 1,88 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt bei nachgebenden REAL auf 1,76 €/kg zurückgegangen. In den Hochpreisprovinzen haben die Kurse nachgegeben. Die Nachfrage wird vom preiswerten Geflügelfleisch eingegrenzt. Ausfuhren in mehrere asiatische Importländer stützen die Schweinepreise.  

China: Die Preise sind weiter auf umgerechnet 5,15 €/kg gestiegen. Der Wechselkurs ist etwas schwächer geworden. Die Terminkurse für den Monat Nov.-22 werden jedoch mit 4,48 €/kg gehandelt.  In den Frühjahrsmonaten 2023 sollen die Preise bei steigenden Angebot und saisonüblich nachlassender Nachfrage weiter auf 3,60 €/kg nachgeben.

Fazit: Der Fleischabsatz bleibt schwierig. Frischfleischabsatz geht noch, aber Verarbeitungsware ist trotz anlaufender Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft schwer unterzubringen. Stabile Preise zu halten, geht nur mit einem geringen Lebendangebot. Europaweit bleibt die Marktlage angespannt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Der verhaltene Fleischabsatz diktiert die geringen Preisspielräume im Lebendviehmarkt. Das Exportgeschäft früherer Jahre fehlt. 

Die Erwartungen an ein nachfragebelebendes Weihnachtsgeschäft fallen eher gedämpft aus. Nur ein anhaltend niedriges Schlachtschweineangebot bildet noch die Stütze für stabile Kurse. 

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