Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,93 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 743.394 (Vorwoche: 736.005). Die Schlachtgewichte liegen bei 97,9 kg (Vorwoche: 97,8 kg).
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 262.200 (Vorwoche: 260.300)
Die ISN-Auktion am Di, 09.09.2025 lag bei 2,00 €/kg in einer Spanne von: 2,00 – 2,00 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 11.09.2025 bis 17.09.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,93 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 37. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 37. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 37. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 37. KW um 5 ct auf 1,91 €/kg gesunken.
In Italien sind die Notierungen in der 37. KW 2025 um 11 ct auf 2,61 €/kg gestiegen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 37. KW 2025 um 2 ct gefallen und liegt mit 2,12 €/kg nun niedriger.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit stabil bei etwa 2,00 €/kg. Der Handel bleibt zuletzt von gegensätzlichen Impulsen geprägt. Während die Terminnotierungen teils fester, teils schwächer tendierten, gaben die meisten Teilstücke in dieser Woche nach. Einzig der Nacken konnte sich behaupten. Die Schlachtzahlen lagen über dem Vorjahr und unterstreichen die anhaltend rege Angebotslage.
Brasilien: DerBrasilianische Schweinemarkt zeigt sich weiterhin äußerst stabil. Feste Inlandsnachfragen und deutlich höhere Exporte sorgen weiterhin für gute Rahmenbedingungen, denen die Mäster ausgesetzt sind. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,89 €/kg.
China: die Preise in China liegen aktuell bei umgerechnet 2,13 €/kg und sind im Vergleich zur Vorwoche erneut gefallen. Die Regierung hat zudem am 5. September hohe Anti Dumping Zölle auf EU-Schweinefleisch verhängt. Ab dem 10. September betrifft das einen Markt von über 2 Milliarden Dollar jährlich und gilt als deutliche Antwort auf die EU-Zölle für chinesische Elektroautos. Unternehmen wie Litera Meat mit 15,6 % oder Danish Crown mit 31,3 % kommen noch vergleichsweise glimpflich davon, während andere Exporteure den Höchstsatz zahlen müssen
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt präsentiert sich ausgeglichen. Angebot und Nachfrage passen zusammen, Überhänge sind nicht sichtbar und die Notierung verlief seitwärts. Auktionsergebnisse lagen gering über dem aktuellen Niveau. Der Fleischmarkt bleibt verhalten, die Umstellung auf Herbstsortiment liefert bislang keine spürbaren Impulse. Schlachtzahlen und Gewichte nahmen leicht zu. Die Ferkelnotierungen bleiben ebenfalls stabil. Europaweit herrscht überwiegend eine unveränderte Lage. Während Spanien und Frankreich weiter unter Druck standen, besserten sich die Preise in Italien. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch in China angekündigte Antidumpingzölle auf EU-Ware.
ZMP Live Expertenmeinung
Das aktuelle Gleichgewicht stützt kurzfristig stabile Notierungen. Leicht steigende Schlachtzahlen und unveränderte Ferkelmärkte sprechen für eine ruhige Fortsetzung. Die fehlenden Nachfrageimpulse im Fleischhandel begrenzen Spielraum nach oben. Risiken liegen in den chinesischen Antidumpingzöllen und in weiterhin vorsichtigem Einzelhandel. Positiv wirkt der robuste intraeuropäische Handel sowie ein solides Abflussniveau bei Schlachtschweinen. Mittelfristig bleibt die strukturelle Angebotsverknappung durch Bestandsrückgänge ein stützender Faktor, sofern keine externen Schocks auftreten.