11.
01.23
V-Preis weiterhin unverändert

Schweine News, 11.01.2023

Bullish
  • niedrige Schlachtzahlen
  • geringe Voranmeldungen
  • überwiegend problemlose Vermarktung
Bearish
  • Fleischnachfrage bleibt vorerst noch schwach
  • zunehmender Importdruck bei Edelteilen.

Deutschland:  V-Preis  2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,00 €/kg) -                                               

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 650.106 Schweinen (Vorwoche 808.947) kleiner ausgefallen (nicht voll vergleichbar; die Schlachtgewichte haben mit 97,3 kg etwas zugelegt.

Die Voranmeldungen signalisieren mit 238.000 Schweinen (Vorwoche 339.200) weiterhin niedrige Lebendangebote.  

Preisnotierung für Teilstücke wurde eingestellt.

Auf der ISN-Auktion am Di, 10.Jan. 2023 wurde ein Durchschnittspreis von 2,06 €/kg (-1 ct/kg zur Vorauktion) in einer Spanne von 2,075 bis 2,105 €/kg erzielt. Der Überstand betrug 20%.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 12.01.2023 bis 18.01.2023 mit 2,00 €/kg stehen geblieben; die Spanne reicht von 2,00 bis 2,00 €/kg.

ASP:  Mit Stand vom 09. Jan. 2023 sind 4.782 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Zuletzt wurde eine starke Häufung der Funde im Spree-Neiße-Gebiet (Brandenburg) beobachtet.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 02. KW 2023 bei vergleichbar gerechneten 1,80 €/kg um weitere 3 ct/kg gesenkt worden.

In Belgien sind die Preise in der 02. KW 2023 mit 1,89 €/kg um 3 ct/kg vermindert worden.

In den Niederlanden haben sich die Preise in der 02. KW 2023 mit vergleichbar gerechneten 1,82 €/kg stabilisiert.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 1,88 €/kg um 5 ct/kg gestiegen. Die Schlachtzahlen liegen bei wenig veränderten 389.794 Schweinen. Schlachtgewichte fallen mit knapp 96,3 kg etwas höher aus.

In Italien sind die Notierungen in der 02. KW 2023 um weitere 3 ct/kg gefallen. Der Absatz nach den Feiertagen verläuft sehr schleppend.

In Spanien sind die Preise in der 02. KW 2023 bei vergleichbaren 2,16 €/kg zum wiederholten Male unverändert geblieben. Das inländische Lebendangebot ist nur knapp bedarfsdeckend.  

In den USA/IOWA sind die Preise weiter auf umgerechnete 1,49 €/kg weiter zurückgefallen. Die Schlachtzahlen sind wieder gestiegen.  Die Preise Teilstücke haben überwiegend stark nachgegeben. Für den neuen Frontmonat Febr.-2023 notieren die Terminkurse an der Börse bei 1,66 €/kg; für die Sommermonate werde Kurse über 2 €/kg gehandelt.

Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich im Durchschnitt bei schwächeren REAL auf 1,62 €/kg verringert. Das Absatzgeschäft im In- und Ausland hat erheblich nachgelassen.  

China: Die Preise sind auf umgerechnet 3,34 €/kg weiter gefallen. Der Wechselkurs hat sich stabilisiert. Der sonst übliche Nachfrageschub vor dem chinesischen Neujahrsfest Ende Jan 2023 ist fast wirkungslos geblieben. Die Terminkurse für den Monat Mrz.-2023 werden nur noch bei 2,86 €/kg notiert. Erst für Mai 2023 werden wieder Kurse über 3,12 €/kg gehandelt.

Fazit: Die übliche Absatzflaute im Fleischgeschäft nach den Feiertagen ist noch nicht überwunden. Der Lebendviehhandel zeigt sich nach den Feiertagen weitgehend ausgeglichen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Das anhaltend niedrige Lebendangebot führt in vielen Regionen zu Konkurrenz unter den Schlachthäusern. Schweine werden durchaus gesucht. Aber die verhaltenen Fleischnachfrage bremst jede Preissteigerung aus. Dazu kommen preiswerte Auslandsangebote insbesondere im Bereich der wertvollen Teilstücke. 

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