Deutschland: V-Preis 1,45 €/kg (Spanne 1,45 - 1,50 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind noch ausstehend(Vorwoche 725.417) Die Schlachtgewichte sind ebenfalls noch ausstehend. In der Vorwoche lagen sie bei 99,3 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 286.900 (Vorwoche: 301.400)
Die ISN-Auktion am Di, 10.02.2026 erzielte im Schnitt einen Preis von 1,48 € in einer Spanne von 1,475 – 1,49 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 12.02.2026 bis 18.02.2026auf 1,45 €/kg in einer Spanne von 1,45 – 1,50 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 7. KW 2026 die vergleichbar gerechneten Preise um 4 ct gefallen und liegt bei 1,28 €/kg.
In Belgien sind die Preise in der 7. KW 2026 unverändert und liegt bei 1,43 €/kg.
In den Niederlanden sind die Notierungen in der 7. KW 2026 und 1 ct gestiegen und liegt bei 1,37 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 7. KW 2026 um ein 1 ct gefallen und liegen bei 1,59 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 7. KW 2026 um 3 ct gefallen und liegen bei 1,87 €/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 7. KW 2026 unverändert und liegt bei 1,34 €/kg.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,19 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,63 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. In der vergangenen Woche zeigte sich der US-Schweinemarkt insgesamt stabil, getragen von einer gut gefüllten Angebotsbasis und einer spürbar höheren Schlachtaktivität bei unveränderten Schlachtgewichten. Gleichzeitig blieb der Markt empfindlich, weil steigende Futterkosten die Margen der Erzeuger zunehmend unter Druck setzen. Auf der Nachfrageseite wirkten die zuletzt gemeldeten Exportzahlen stützend, vor allem durch starke Abnahmen aus Mexiko und wichtigen asiatischen Märkten. Wetterbedingte Belastungen durch Winterstürme und extreme Kälte erhöhten zudem kurzfristig das Risiko für Logistik und Vermarktungsabläufe. Insgesamt bleibt der Schweinemarkt damit leicht gefestigt, aber stark abhängig davon, ob Nachfrage und Exporttempo mit dem wachsenden Angebot Schritt halten.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,47 €/kg und sind im Vergleich zur Vorwoche währungsbereinigt unverändert. Der brasilianische Schweinemarkt stand in der vergangenen Woche weiter unter Druck, da eine verhaltene Inlandsnachfrage auf ein anhaltend hohes Schlachtaufkommen traf und die Erzeugerpreise in mehreren Kernregionen nachgaben oder bestenfalls stabil blieben. Gleichzeitig senden die Exportdaten ein differenziertes Signal: Nach einem starken Jahresauftakt im Januar mit rekordhohen Ausfuhren blieb auch zu Beginn des Februars der internationale Absatz auf solidem Niveau, wobei sich die Marktstruktur zunehmend zugunsten von Destinationen wie den Philippinen und Japan verschiebt. Hinzu kommen witterungsbedingte Risiken: Eine Hitzewelle im Süden des Landes sowie teils intensive Niederschläge im Center-West beeinflussen Tierleistung, Erntefortschritt und Warenströme. Insgesamt präsentiert sich der Markt kurzfristig als fragil, mit stabilisierenden Impulsen vom Export, aber strukturellem Margendruck durch Kosten, Logistik und saisonal schwächere Nachfrage.
China: die Preise in China sind in der letzten Woche leicht gefallen und liegen bei umgerechnet 1,83 €/kg am Spotmarkt. Der chinesische Schweinemarkt zeigte in der vergangenen Woche eine anhaltend schwache Tendenz, da ein reichliches Angebot auf eine hinter den saisonalen Erwartungen zurückbleibende Nachfrage traf. Besonders auffällig war, dass die Preise für Schlachtschweine unter Druck standen, während Ferkel weiterhin fester tendierten. Regional blieb der Markt stark fragmentiert, mit deutlichen Unterschieden zwischen Nordwest-, Südwest- und Ostchina, was auf logistische, strukturelle und nachfragebedingte Faktoren hinweist. Gleichzeitig bewegen sich die Futterkosten insgesamt stabil, sodass der Margendruck vor allem aus dem Erlösrückgang resultiert und die Rentabilität vieler Betriebe angespannt bleibt. Marktbeobachter sprechen von einem ausbleibenden saisonalen Nachfrageimpuls vor dem chinesischen Neujahr, sodass kurzfristig eher mit einer Seitwärts- bis Schwächetendenz am Markt gerechnet wird.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich im Wochenverlauf deutlich entspannter. Der Angebotsdruck am Lebendmarkt hat spürbar nachgelassen und bestehende Überhänge wurden in vielen Regionen vollständig abgebaut. Die Vermarktung schlachtreifer Schweine verläuft zügiger bei stetiger Nachfrage der Schlachtunternehmen. Auch der Sauenmarkt entwickelt sich zunehmend ausgeglichen. Am Ferkelmarkt belebt sich die Nachfrage weiter, steigende Notierungen sind die Folge. Der Fleischmarkt bleibt saisontypisch herausfordernd mit umfangreichem Angebot, während die Lagerbestände zum Jahresende unter Vorjahr lagen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die aktuelle Marktphase ist von einer schrittweisen Normalisierung geprägt. Sinkende Schlachtgewichte und abnehmender Angebotsdruck stabilisieren den Schweinemarkt. Gleichzeitig begrenzen ruhige innereuropäische Nachfrage und Wettbewerbsdruck durch spanische Ware das Aufwärtspotenzial. Impulse könnten von vergleichsweise niedrigen Lagerbeständen sowie einer saisonalen Belebung im Frühjahr ausgehen. Am Ferkelmarkt deutet die dynamische Nachfrage auf weiteres Festigungspotenzial hin. Entscheidend bleibt, ob sich der Fleischabsatz verbessert und Exportmöglichkeiten insbesondere nach Drittländern ausgeweitet werden können.