Deutschland:V-Preis 1,92 €/kg (Spanne 1,92 – 1,92 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 768.782 Schweinen (Vorwoche 765.060) gestiegen, die Schlachtgewichte mit 98,45 kg sind etwas zurückgegangen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 286.300 (Vorwoche 278.400).
Die ISN-Auktion am Di, 10.12.2024 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 12.12.2024 bis 18.12.2024 auf 1,92 €/kg in einer Spanne von 1,92 – 1,92 €/kg festgesetzt worden
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 566 ASP (+14 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Ein ASP-Wildkadaver ist 100 km den Rhein runtergeschwommen.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 50. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,60 €/kg zum wiederholten Male unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 50. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,91 €/kg ebenfalls unverändert fortgesetzt.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 50. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,85 €/kg auch unverändert.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind mit 361.000 wieder auf Durchschnittswerte zurückgefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 50. KW 2024 mit 1,93 €/kg unverändert geblieben. Steigende Inlands- und Importmengen drücken bei verhaltener Nachfrage auf die Kursentwicklung.
In Spanien wird in der 50. KW 2024 mit 2,06 €/kg der Preis ein weiteres Mal beibehalten. Das Lebendangebot im Inland ist knapp ausreichend. Das Exportgeschäft läuft nur durchschnittlich.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise auf 1,69 €/kg zurückgefallen. Die Schlachtzahlen bleiben auf dem erreichten Niveau. Der Fleischabsatz beginnt zu bröckeln. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Febr.-25 liegen weiterhin bei durchschnittlich 1,70 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind auf 1,96 €/kg deutlich zurückgefallen. Der Hauptgrund liegt in der schwächeren Währung. Damit scheint vorerst die wochenlange Hochpreisphase vorbei zu sein. Ein Abkommen mit China bietet weitere Absatzchancen. Das Mercosur-Abkommen ist unbedeutend.
China: Die Kurse sind wieder auf 3,00 €/kg angezogen. Das Angebot reicht knapp für eine etwas anziehende Nachfrage aus. Der Monat Jan-2025 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,56 €/kg gehandelt. Nach dem chinesischen Neujahrsfest am 29.Jan.2025 gehen die Notierungen weiter auf 2,30 €/kg zurück. Der Sauenbestand ist um -3,2 % gefallen, liegt aber noch über dem Zielwert.
Fazit: Ein wenig verändert niedriges Lebendangebot und eine vorweihnachtliche Nachfragestimmung halten sich die Waage. Der Fleischabsatz bei Edelteilen und Verarbeitungsware verläuft zurzeit weitgehend reibungslos.
Die kommende Woche ist die letzte mit vollen Schlachttagen. Die Spanne zwischen Weihnachten und Neujahr fällt mit 4 Schlachttagen in diesem Jahr besonders gering aus. Zusätzlich fehlen urlaubs-bedingt Arbeitskräfte vor allem in Verarbeitungsbetrieben; es geht viel Ware in den Froster. Eine rechtzeitige Steuerung der Vermarktung zur Vermeidung von Absatzstau und Preisdruck sollte durchgeplant werden.
ZMP Live Expertenmeinung
Noch halten sich ein leicht steigendes Lebendangebot mit dem Vorweihnachtsgeschäft weitgehend die Waage. In der kommenden Woche mit noch vollen Schlachttagen dürfte das Angebot durch vorgezogenen Anlieferungen deutlich zunehmen. Über die Feiertage wird die Marktlage kritischer einzuschätzen sein.