Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,77 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 735.324 Schweinen (Vorwoche 715.805) größer ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 99,1 kg immer noch überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 271.300 (Vorwoche 281.900 )
Die ISN-Auktion am Di, 11.03.2025 hat ein Ergebnis von 1,75 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 13.03.2025 bis 19.03.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,77 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 1.398 ASP (+72 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Neuer Fall nahe der Grenze zu Baden Württemberg aufgetreten.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 11. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,50 €/kg unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 11. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,74 €/kg um +2 ct/kg angehoben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 11. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,78 €/kg um +3 ct/kg erhöht.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,86 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen bewegen sich nur wenig; die Schlachtgewichte werden etwas leichter.
In Italien sind die Notierungen in der 11. KW 2025 mit 1,51 €/kg nochmal um -2 ct/kg gesenkt worden. Das Angebot aus dem In- und Ausland fällt für die Nachfrage ausreichend hoch aus.
In Spanien wird in der 11. KW 2025 mit 2,17 €/kg der Preis nochmal um +3 ct/kg erhöht. Das knappe Inlandsangebot muß durch Importe zur Bedarfsdeckung ergänzt werden.
In den USA/IOWA haben die Erzeugerpreise am Mo, 10.03. auf 1,84 €/kg leicht nachgegeben. Die Teilstückpreise sind ebenfalls zurückgegangen. Die Schlachtzahlen bleiben auf dem erreichten Niveau. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Apr.-25 haben sich auf 1,70 €/kg aufgrund des schwachen Dollarkurses verringert. Erst in den Sommermonaten werden wieder steigende Notierungen erwartet.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind nach dem kurzen Zwischenhoch weiter auf 1,77 €/kg zurückgefallen. Eine schwache Inlandsnachfrage hat entscheidend dazu beigetragen. Die Erwartungen für 2025 bleiben jedoch weiterhin positiv gestimmt.
China: Die Kurse befinden sich mit 2,73 €/kg in der saisonüblichen Abwärtsentwicklung. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,35 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder moderate Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung 2025 wird weiterhin unter Vorjahr bleiben.
Fazit: Das Lebendangebot in Deutschland läßt spürbar nach. In einzelnen Regionen wird die Ware knapper. In den benachbarten Ländern mit Ausnahme Italiens sind weitere Preisaufbesserungen durchgesetzt worden.
Die Chancen für weitere Preissteigerungen auch hierzulande sind nicht mehr ganz von der Hand zu weisen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Hoffnungen auf eine entspanntere Marktentwicklung scheinen sich zu erfüllen. Der zukünftige Angebotsverlauf wird für eine saisonal zunehmende Nachfrage knapper ausfallen als in den zurückliegenden Monaten. Die bisher schon positiven Preisentwicklungen im übrigen EU-Binnenmarkt unterstützen diese Einschätzung.