Deutschland: V-Preis 1,70 €/kg (Spanne 1,70 - 1,70 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen lagen bei 712.625 (Vorwoche: 676.423) Die Schlachtgewichte lagen bei 98,7. In der Vorwoche lagen sie bei 98,6 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 278.600 (Vorwoche: 280.300)
Die ISN-Auktion am Di, 11.11.2025 verlief ohne Einigung beim Handel.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 13.11.2025 bis 19.11.2025auf 1,70 €/kg in einer Spanne von 1,70 – 1,70 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 46. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise unverändert bei 1,63 €/kg geblieben.
In Belgien gibt es in der 46. KW 2025 keine Veränderung. Somit liegt der Preis nach wie vor bei 1,48 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 46. KW 2025 unverändertund liegen bei 1,58 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 46. KW unverändert und liegen bei 1,70 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 46. KW 2025 um 5 ct auf 2,41 €/kg gefallen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 46. KW 2025 um 1 ct gefallen und liegt mit 1,80 €/kg nun niedriger.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,16 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,56 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche um etwa 7 ct gefallen. (Der Doller hat sich um 1 ct abgeschwächt). Während das Schweineangebot saisontypisch hoch blieb, verlief die inländische Nachfrage nach dem Ende der Grillsaison eher verhalten, zeigte aber erste Impulse im Vorfeld des Feiertagsgeschäfts. Auf der Kostenseite profitierten Erzeuger von günstigen Futterpreisen, was die Wirtschaftlichkeit der Produktion verbessert. Gleichzeitig blieb die internationale Nachfrage, vor allem aus Mexiko und Kanada, robust. Trotz des Preisnachlasses im Vergleich zur Vorwoche, zeigen sich Beobachter vorsichtig optimistisch und vermuten vorerst eine Bodenbildung.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,85 €/kg und haben im Vergleich zur Vorwoche deutlich zugelegt. Pünktlich zur Auszahlung von Löhnen und Weihnachtsboni belebte sich der Binnenabsatz, während das Angebot durch rückläufige Schlachtzahlen spürbar knapp blieb. Gleichzeitig trugen neue Exportmärkte wie die Philippinen und Mexiko dazu bei, den Rückgang der Nachfrage aus China zu kompensieren und die internationale Absatzbasis zu verbreitern. Politisch sorgte ein neues Dekret zur flexibleren Fleischkontrolle für Erleichterung in den Schlachtbetrieben und stärkte die Exportfähigkeit. Die Branche zeigte sich zuversichtlich: Mit solider Nachfrage, stabiler Tiergesundheit und wachsender globaler Präsenz sieht sich Brasiliens Schweinewirtschaft gut aufgestellt für das Jahresendgeschäft.
China: die Preise in China haben in der letzten Woche erneut nachgegeben und liegen bei umgerechnet 1,91 €/kg am Spotmarkt. Chinas Schweinemarkt stand in der letzten Woche erneut unter Druck, geprägt von einem anhaltenden Überangebot und verhaltener Binnennachfrage. Die Produktion bleibt hoch, da große Betriebe ihre Kapazitäten weiter ausnutzen, während kleinere Mäster zunehmend aus dem Markt gedrängt werden. Gleichzeitig bremst die saisonal schwache Nachfrage den Absatz, obwohl das bevorstehende Wintergeschäft für Hoffnung sorgt. Für Druck sorgte außerdem die Ankündigung die Zölle auf US-Importe wieder abzusenken.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich weitgehend ausgeglichen bei regionalen Unterschieden im Vermarktungsverlauf. Während in einigen Regionen technische Probleme an Schlachtbändern zu Verzögerungen führten, verlief der Absatz in anderen Gebieten zügig. Die Nachfrage zieht saisonbedingt leicht an, was sich in einer besseren Fleischvermarktung widerspiegelt. Die Schlachtzahlen liegen unter Vorjahresniveau, die Schlachtgewichte steigen leicht. Am Ferkelmarkt bleibt die Lage stabil mit regionalen Unterschieden bei der Abnahme zusätzlicher Partien.
ZMP Live Expertenmeinung
Die aktuelle Marktsituation zeigt eine stabilisierende Tendenz ohne preisbestimmende Impulse. Der beginnende saisonale Effekt rund um das Weihnachtsgeschäft sorgt für moderat steigende Nachfrage, insbesondere bei Edelteilen. Allerdings bleibt der Bedarf an zusätzlichen Schweinepartien begrenzt. Der Strukturwandel im Süden mit möglichen Schließungen großer Schlachtbetriebe könnte längerfristig die regionalen Vermarktungswege beeinträchtigen und den Wettbewerbsdruck verringern. Innerhalb der EU zeigt sich die Bewegung nach unten weitgehend gestoppt, was Zunehmend auf eine entspanntere Lage, wenn auch auf niedrigem Preisniveau hindeutet.