13.
03.24
V-Preis unverändert 2,20 €/kg

Schweine News, 13.03.2024

Bullish
  • anhaltend niedrige Schlachtzahlen
  • geringe Voranmeldungen
  • niedrige Kühlhausvorräte
  • zunehmende Bevorratung für die Grillsaison
Bearish
  • .schwieriger Fleischabsatz zu höheren Preisen

Deutschland:  V-Preis  2,20 €/kg (Spanne 2,20 – 2,25 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit  715.586  Schweinen (Vorwoche 734.760) wieder niedriger ausgefallen, die Schlachtgewichte sind mit 97,6 kg geringfügig gestiegen.

Die Voranmeldungen bleiben mit  252.900 Schweinen (Vorwoche 247.400  ) unverändert niedrig. Das Lebendangebot bleibt knapp.

Die ISN-Auktion am Di, 12.Mrz. 2024 brachte durchschnittlich 2,35 €/kg in einer Spanne von 2,32 – 2,36 €/kg ein unverändertes Ergebnis.  

Der V-Preis ist für die Zeit vom 14.03.2024 bis 20.03. 2024 auf 2,20 €/kg in einer Spanne von         2,20 - 2,25 €/kg festgesetzt worden.  

ASP:  Mit Stand vom 11. Mrz. 2024 wurden bisher 5.662 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg nachgewiesen. Im Febr.2024 wurden 30 Fälle bestätigt, davon 26 um Dresden.   

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 11. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,81 €/kg unverändert stehen geblieben.  

In Belgien sind in der 11. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,08 €/kg ebenfalls unverändert beibehalten worden.

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 11. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,08 €/kg unverändert fortgesetzt.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,013 €/kg nochmals um +5 ct /kg gestiegen. Die Schlachtzahlen bleiben mit 345.372 Schweine weiter unterdurchschnittlich bei einem Schlachtgewicht von 96,46 kg.  

In Italien sind die Notierungen in der 11. KW 2024 um +0,3 ct/kg unwesentlich angehoben worden. Das Angebot bleibt bei verhaltener Nachfrage begrenzt.

In Spanien werden die Preise in der 11. KW 2024 mit vergleichbaren 2,31 €/kg nochmal um +3 ct/kg erhöht. Das Lebendangebot ist bei begrenzten Absatzmöglichkeiten relativ knapp.  

In den USA/IOWA setzt sich der Anstieg der Erzeugerpreise auf aktuelle 1,55 €/kg (+3ct/kg) weiter fort. Die Schlachtzahlen sind gefallen, aber die Nachfrage ist angezogen. Die Teilstückepreise haben deutlich zugelegt. Die Terminkurse an der Chicagoer Börse notieren für den Liefermonat Apr.-24 bei 1,70 €/kg. Für die sommerliche Grillsaison werden Börsenkurse über 2 €/kg gehandelt.

Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich im Durchschnitt auf 1,55 €/kg stabilisiert. Zum Monats-anfang ist eine lebhaftere Nachfrage zu beobachten. Die Unterstützung vom Exportgeschäft ist noch gering. Für das Jahr 2024 werden jedoch steigende Verkaufszahlen bei hohen Preisen erwartet.

China: Die Kurse sind nach kurzzeitigen Höhenflug bei 2,57 €/kg stabilisiert. Die saisonal übliche Nachfrageschwäche bleibt vorerst bestehen. Der Monat Mai-2024 wird an der Dalian-Börse Kurse mit 2,59 €/kg gehandelt. Die Zahl der Sauen soll nach den Vorgaben des Agrarministeriums auf eine Zielgröße von 39 Mio. Tieren gesenkt werden. Im Herbst werden Börsenkurse von 2,80 €/kg notiert.

Fazit:  In den meisten EU-Ländern sind die Schweinepreise mit wenigen Ausnahmen auf dem erhöhten Preisniveau stehen geblieben. Geringe Schlachtzahlen, kleinere Voranmeldungen, niedrige Kühlhausvorräte, anlaufende Bevorratung für die Grillsaison sowie eine stabile Nachfrage sorgen für stabile Schweinepreise.

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Lebendviehmarkt mit Schlachtschweinen bleibt knapp. Schlachtzahlen sind unterdurchschnittlich. Geringe Kühlhausvorräte und die laufende Bevorratung für die Grillsaison sind treibende Kräfte für einen Preisauftrieb. Allerddings ist die Weitergabe hoherer Kurse im Fleischgeschäft nicht so einfach. Das bevorstehende Ostergeschäft könnte noch einen Durchbruch liefern. 

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