13.
08.25
Nachfrageimpulse bleiben vorerst aus

Schweine News, 13.08.2025

Bullish
  • Saisonbedingt begrenztes Angebot an schlachtreifen Tieren
  • Geringere Zunahmeraten bei heißen Temperaturen reduzieren Schlachtvolumen
Bearish
  • Preisrückgänge in Frankreich und Spanien belasten europäische Preislandschaft
  • Höhere Schlachtzahlen im Vorjahresvergleich erhöhen Angebotsdruck auf längere Sicht

Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 734.065 (Vorwoche: 723.909). Die Schlachtgewichte liegen bei 97,6 kg. In der Vorwoche lagen sie bei: 97,4 kg.   

Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 252.800 (Vorwoche:  252.600)

Die ISN-Auktion am Di, 12.08.2025 hat ein Ergebnis von 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,01 – 2,00 €/kg geliefert.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 14.08.2025 bis 20.08.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 33. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.

In Belgien gibt es in der 33. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.

In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 33. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.

In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise um 4 ct gefallen und liegen nun bei 2,01 €/kg.

In Italien sind die Notierungen in der 33. KW 2025 unverändert bei 2,50 €/kg.

In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 33. KW 2025 um 3 ct gefallen und liegt mit 2,27 €/kg nun niedriger.

USA/IOWA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise in den ersten Augustwochen bei bis zu 2,18 €/kg, was einen Anstieg um etwa 10 ct bedeutet, jedoch auch maßgeblich durch den schwächeren Dollar zustande kommt. In der vergangenen Woche verzeichnete der US-Schweinemarkt steigende Schlachtzahlen, die mit rund 962.000 Tieren deutlich über dem Niveau der Vorwoche lagen. Der Basispreis hält sich Stabil, während Teilstücke leichte Preisrückgänge zeigten. Nur die Rippen konnten hier zulegen. Insgesamt blieb das Marktumfeld solide, gestützt durch eine weiterhin gute Nachfrage.

Brasilien: Von Januar bis Juli 2025 stiegen Brasiliens Schweinefleischexporte um 12,9 % auf 848.800 Tonnen, der Umsatz legte um 26,7 % auf 2,039 Mrd. US-Dollar zu. Im Juli sanken die Mengen um 8,3 %, der Umsatz stieg jedoch leicht um 2,2 %. Die Exportziele sind breiter verteilt, mit Zuwächsen u. a. in den Philippinen und Chile, aber Rückgängen in China und Japan. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,78 €/kg.

China: die Preise in China liegen aktuell bei 2,24 €/kg und haben im Vergleich zum Preisniveau Anfang August um etwa 9 ct eingebüßt. Dies liegt jedoch auch am stärkeren Euro. Trotzdem belastet ein großes Angebot den Markt in China bei geringerer Nachfrage. China plant deshalb, den Zuchtsauenbestand um rund eine Million Tiere zu senken, um Überkapazitäten abzubauen und den Markt zu stabilisieren. Zudem soll das alleinige Mästen eingedämmt, Schlachtgewichte strenger kontrolliert und neue Produktionskapazitäten begrenzt werden.

 

asp

Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der Berichtswoche ausgeglichen bei ruhigem Verlauf. Die Vermarktung schlachtreifer Partien erfolgt kontinuierlich, das saisonal begrenzte Angebot trifft auf eine verhaltene Nachfrage. Auch in den Auktionen der Internet Schweinebörse blieben mehrere Partien unverkauft. Am Fleischmarkt fehlen Impulse, Lageraufbau ist für Schlachtbetriebe aktuell unattraktiv. Ferkelmärkte verlaufen stabil, freie Partien werden zeitnah vermarktet. EU-weit bleiben Notierungen überwiegend konstant, in Spanien und Frankreich setzen sich Preisrückgänge fort.

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ZMP Live Expertenmeinung

Expertenmeinung:

Der Markt präsentiert sich saisonal typisch ruhig mit tendenziell ausgeglichenem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Die seit Wochen stabile Entwicklung verdeutlicht die begrenzte Dynamik in einem Umfeld schwacher Fleischabsätze. Das geringe Angebot wirkt stabilisierend, verhindert jedoch keine selektiven Preisabschläge in schwächeren Regionen Europas. Mittelfristig wird entscheidend sein, ob die Nachfrage nach den Sommerferien wieder anzieht. Bis dahin ist von Seitwärtsbewegungen ohne starke Preissignale auszugehen.

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