Deutschland:V-Preis 1,92 €/kg (Spanne 1,92 – 1,92 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 743.911 Schweinen (Vorwoche 641.129 feiertagsbedingt) gestiegen, die Schlachtgewichte mit 98,8 kg etwas gestiegen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 275.200 (Vorwoche 274.500).
Die ISN-Auktion am Di, 12.11.2024 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 14.11.2024 bis 20.11.2024 auf 1,92 €/kg in einer Spanne von 1,92 – 1,92 €/kg festgesetzt worden
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zusammen 427 ASP (+61 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz und Bad.-Württemberg bleiben die Fallzahlen stabil.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern
In Dänemark werden in der 46. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,60 €/kg um -3 ct/kg niedriger angesetzt. Der Selbstversorgungsgrad (SVG) liegt knapp unter 600 %
In Belgien werden in der 46. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,91 €/kg unverändert beibehalten. (SVG 200 %)
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 46. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,85 €/kg unverändert. (SVG 280 %)
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind auf 365.692 leicht gestiegen; die Schlachtgewichte sind mit 97,6 kg etwas höher ausgefallen. (SVG 110 %)
In Italien sind die Notierungen in der 46. KW 2024 um -3 ct/kg zurückgesetzt worden. Die hohen Inlandspreise infolge der ASP Keulungen (2024: bisher rd.100.000) werden durch preiswerte Importe unterlaufen. (60 % SVG)
In Spanien wird in der 46. KW 2024 mit 2,06 €/kg der Preis nochmal knapp beibehalten. Das Lebendangebot bleibt stabil. Das Absatzgeschäft im In- und Ausland wird durch das hohe Preisniveau spürbar eingeschränkt. (SVG 200 %)
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise überwiegend dollarkursbedingt auf 1,74 €/kg angestiegen. Die Schlachtzahlen haben etwas nachgelassen. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,62 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind auf 2,11 €/kg gestiegen. Ausschlaggebend sind die hohen Exporte, die im Okt/Nov um rd. 40 % % zum Vorjahr höher liegen. Der Wechselkurs hat etwas an Kaufkraft gewonnen.
China: Die Kurse sind mit 3,11 €/kg weiter zurückgegangen. Das Angebot reicht für die Nachfrage aus. Der Monat Jan-2025 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,70 €/kg gehandelt. Die folgenden Frühjahrsmonate fallen nach dem chinesischen Neujahrsfest am 29.Jan.2025 noch weiter auf 2,40 €/kg zurück. Der Rindfleischverzehr (7,7 kg/Kopf) nimmt zu, Schweine- und Geflügelfleisch stagniert.
Fazit: Die saisonal übliche Steigerung des Lebendangebots im letzten Vierteljahr 2024 drückt bei begrenzter Nachfrage auf die Preise. Im Norden der EU bleiben die Notierungen überwiegend stabil, während das hohe Preisniveau im Süden unter dem Handelsdruck nicht gehalten werden kann. Hoffnungen richten sich auf das Vorweihnachtsgeschäft.
ZMP Live Expertenmeinung
Die saisonüblich steigende Angebotsentwicklung läßt ein wenig nach. Angesichts der immer noch moderaten Nachfrage bleibt es jedich überwiegend bei unveränderten Preisen. Die Erwartungen richten sich auf das Vorweihnachtsgeschäft.