Deutschland: V-Preis 2,15 €/kg (Spanne 2,15 – 2,20 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 728.719 Schweinen (Vorwoche 750.257) wieder geringer ausgefallen, die Schlachtgewichte sind auf 97,6 kg geringfügig gestiegen.
Die Voranmeldungen sind mit Schweinen (Vorwoche 249.300) kleiner geworden.
Die ISN-Auktion am Di, 13.Febr. 2024 brachte durchschnittlich 2,28 €/kg in einer Spanne von 2,265 – 2,315 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 15.02.2024 bis 21.02. 2024 auf 2,15 €/kg in einer Spanne von 2,15 - 2,20 €/kg festgesetzt worden.
ASP: Mit Stand vom 07. Feb. 2024 sind 5.652 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Im Dez.2023 wurden 21 ASP-Fälle gemeldet, davon 17 in Brandenburg.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 07. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,74 €/kg zum wiederholten Male unverändert beibehalten worden.
In Belgien sind in der 07. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,01 €/kg um +9 ct/kg angehoben worden.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 07. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,00 €/kg um +10 ct/kg erhöht.
In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 1,797 €/kg nur um +1,5 ct /kg gestiegen. Die Schlacht-zahlen sind wieder auf 360.289 Schweine zurückgefallen bei einem Schlachtgewicht von 96,74 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 07. KW 2024 um -2 ct/kg zurückgenommen worden. Das Angebot ist zurzeit mehr als bedarfsdeckend.
In Spanien werden die Preise in der 07. KW 2024 mit vergleichbaren 2,16 €/kg um +2 ct/kg erhöht. Das Lebendangebot wird demnächst kleiner ausfallen.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise nach der Talfahrt um den Jahreswechsel auf aktuelle 1,34 €/kg weiter angestiegen. Die Schlachtzahlen haben etwas nachgegeben. Die Terminkurse an der Chicagoer Börse notieren für den Liefermonat Apr.-24 bereits bei 1,75 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt weiter auf 1,60 €/kg angestiegen. Bei begrenzten Angebot hat die Nachfrage aus dem In- und Ausland wieder zugelegt. Für das Jahr 2024 werden steigende Absätze bei hohen Preisen erwartet.
China: Die Preise haben sich auf 2,55 €/kg erhöht. Die chinesische Neujahrsfestwoche ist in vollem Gange. Erfahrungsgemäß kommt danach eine Absatz- und Preisflaute. Erst für den Monat Mai-2024 werden an der Dalian-Börse Kurse von 2,55 €/kg gehandelt. Für 2024 wird ein reduzierter Schweinemarkt in der Größenordnung um -3 % erwartet.
Fazit: Geringe Schlachtzahlen, kleinere Voranmeldungen, niedrige Kühlhausvorräte sowie eine lebhafter gewordene Nachfrage treiben die Schweinepreise wieder an. Vorerst wird sich diese Entwicklung von Angebot und Nachfrage in begrenzten Rahmen fortsetzen.
ZMP Live Expertenmeinung
Dei Versorgung mit Schweinefleisch wird enger, Schlachtzahlen sinken, Kühlhausvorräte sind niedrig, die Nachfrage nach Schweinen nimmt deutlich zu.
Für die kommenden Wochen ist mit keiner grundlegenden Änderung dieser Marktkonstellation zu rechnen