Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,72 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 655.700 Schweinen (Vorwoche 443.527) wieder größer ausgefallen, die Schlachtgewichte sind mit 100,2 kg weit überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 373.300 (Vorwoche 366.300)
Die ISN-Auktion am Di, 14.01.2025 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 16.01.2025 bis 22.01.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,72 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 787 ASP (+37 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz hat sich die Lage beruhigt.
MKS: In Brandenburg sind über die infizierte Wasserbüffelherde bisher keine weiteren Fälle bekannt geworden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
Dänemark werden in der 04. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,50 €/kg unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 04. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,75 €/kg um -7 ct/kg gesenkt.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 04. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,74 €/kg erneut um -3 ct/kg zurückgesetzt.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind mit 361.000 wieder auf Durchschnittswerte zurückgefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 04. KW 2025 mit 1,695 €/kg nochmal um -3 ct/kg gesenkt worden. Ein hohes Inlandsangebot ergänzt durch Importe drücken bei verhaltener Nachfrage auf die Kursentwicklung.
In Spanien wird in der 04. KW 2025 mit 2,04 €/kg der Preis um -2ct/kg zurückgesetzt. Das Lebendangebot im Inland bleibt ausreichend hoch. Das Exportgeschäft bleibt schwierig.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise zu Jahresbeginn auf 1,70 €/kg stabilisiert. Die Schlachtzahlen liegen nach den Feiertagen wieder auf Durchschnittsniveau. Die Kühlhausvorräte sind unverändert. Die Teilstückpreise entwickeln sich uneinheitlich. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Febr.-25 sind wieder auf 1,74 €/kg gestiegen.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich bei 1,65 €/kg (+1 ct/kg) gefestigt. Die gefallenen Inlandspreise werden durch die stärkere Währung wieder aufgewogen. Die zurückliegende wochenlange Hochpreisphase von 1,80 €/kg wird nicht mehr erreicht. Für 2025 wird von einer Produktionssteigerung von +2 % und einer Exportzunahme von +7,4 % ausgegangen.
China: Die Kurse sind wieder auf 2,90 €/kg angestiegen. Bis zum chinesischen Neujahrsfest am 29. Jan 25 wird mit stabilen Preisen gerechnet. Nach dem chinesischen Neujahrsfest läßt die Nachfrage üblicherweise erheblich nach. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,30 €/kg, Preissteigerungen werden erst wieder in den Sommermonaten erwartet. Der Sauenbestand hat zwar um -3,2 % abgenommen, liegt aber noch über dem Zielwert.
Fazit: Ein Angebotsstau nach den Feiertagen, eine nachweihnachtliche Absatzschwäche und die Schreckensmeldung über den MKS-Ausbruch setzen die Preise unter Druck. Möglicherweise wird die Marktlage in den kommenden Wochen zu weiteren Abstrichen führen. Das Ausmaß ist jedoch noch nicht zu übersehen und hängt wesentlich von der Handhabung der Seuchenentwicklung ab.
ZMP Live Expertenmeinung
Die übliche Marktschwäche in den ersten Wochen des neuen Jahres wird verschärft durch den MKS-Ausbruch, deren weitere Entwicklung und den Nachfolgewirkungen noch wenig abschätzbar sind.