Deutschland:V-Preis 2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,05 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 751.607 Schweinen (Vorwoche 663.278) deutlich größer ausgefallen, die Schlachtgewichte mit 98,3 kg weiter gestiegen. Offensichtlich bestand feiertagsbedingter Nachholbedarf.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 272.500 (Vorwoche 264.500).
Die ISN-Auktion am Di, 15.10.2024 hat 2,04 €/kg gebracht in einer Spanne von 2,04–2,045 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 17.10.2024 bis 23.10.2024 auf 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,00 - 2,05 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 260 ASP (+19 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Bad.-Württemberg besteht 1 Verdachtsfall.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 42. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,63 €/kg wiederholt unverändert beibehalten.
In Belgien bleiben in der 42. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,93 €/kg ebenfalls unverändert.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 42. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,92 €/kg unverändert beibehalten.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,92 €/kg nochmal um -3 ct/kg gesenkt. Die Schlachtzahlen sind auf 359.520 wieder gestiegen, die Schlachtgewichte mit 96,95 kg ebenfalls. Die Nachfrage ist weiterhin sehr zurückhaltend.
In Italien sind die Notierungen in der 42. KW 2024 nochmal um weitere +3 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 13 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 51 ct/kg höher geworden. Italien kann sich nur zu weniger als 70 % selbst versorgen. Die ASP sorgt für weiteren Bestandsabbau.
In Spanien wird in der 42. KW 2024 mit 2,14 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Bei einem Selbstversorgungsgrad von rd. 200% ist der Export stark preisbeeinflussend. Die hohen Preise sind jedoch im internationalen Absatz nur begrenzt wettbewerbsfähig.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise auf 1,51 €/kg nach kurzer Preisschwäche wieder stabilisiert. Die Schlachtzahlen sind etwas zurückgefallen. Die Preise für Verarbeitungsware sind geringfügig gestiegen. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,58 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich bei 1,89 €/kg weitgehend gehalten. Das Lebendangebot deckt gerade die Inlandsnachfrage und den Exportbedarf.
China: Die Kurse sind mit 3,16 €/kg weiter zurückgegangen. Das Angebot reicht für die gedrückte Nachfrage gerade aus. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,86 €/kg gehandelt. Für die Frühjahrsmonate 2025 werden jedoch nur noch Kurse um 2,47 €/kg notiert.
Fazit: Angebot und Nachfrage sind hierzulande weitgehend ausgeglichen. Es kommt nur vereinzelt zu Abweichungen. Auf absehbare Zeit wird nicht mit grundlegenden Veränderungen gerechnet.
In den benachbarten EU-Mitgliedstaaten sind unterschiedliche Markt- und Preisentwicklungen zu beobachten: es reicht von laufend fallenden Preisen in Spanien und Frankreich über stabile Notierungen in den Niederlanden, Belgien und Dänemark bis zu massiv steigenden Preisen im unterversorgten Italien
ZMP Live Expertenmeinung
Die feiertagsbedingten Angebotsschwankungen hat der Inlandsmarkt bislang recht gut verkraftet. In der laufenden Woche ist der Nachholbedarf mit höheren Schlachtzahlen und Schlachtgewichten noch abzuarbeiten. Unterstützung bringt der Export nach Italien.