Deutschland:V-Preis 2,10 €/kg (Spanne 2,10 – 2,10 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd. 627.040 Schweinen (Vorwoche 739.745) feiertagsbedingt kleiner ausgefallen: die Schlachtgewichte sind mit 98 kg unverändert gestiegen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 257.500 (Vorwoche 260.600)
Die ISN-Auktion am Di, 17.06.2025 hat ein Ergebnis von 2,15 €/kg in einer Spanne von 2,15 – 2,15 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 19.06.2025 bis 25.06.2025 auf 2,10 €/kg in einer Spanne von 2,10 – 2,10 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 2.206 ASP (+12 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Im Kreis Olpe (Land NRW) wurde erstmals ein Fall von ASP festgestellt.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 25. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise unverändert mit 2,01 €/kg festgelegt worden.
In Belgien werden in der 25. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 2,04 €/kg ebenfalls unverändert beibehalten.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 25. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen mit 2,11 €/kg um +2 ct/kg angehoben.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,98 €/kg unverändert beibehalten.
In Italien sind die Notierungen in der 25. KW 2025 mit 1,64 €/kg LG um 1 ct/kg erhöht worden. Das Angebot ist knapp ausreichend für eine die Nachfrage.
In Spanien wird in der 25. KW 2025 der Preis mit 2,37 €/kg um +1 ct/kg erhöht. Der Preisspielraum nach oben wird geringer, das hohe Preisniveau bremst den Exportabsatz.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise am 16.06. auf umgerechnet 2,05 €/kg gestiegen. Der Dollarkurs bleibt mit 1,15 $ = 1 € schwach. Die Schlachtzahlen haben auf saisonübliches Niveau etwas zurückgegangen. Die Teilstückpreise sind überwiegend gestiegen. Die Barbecuesaison steuert auf ihre Hochphase zu. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Aug.-25 liegen bei 2,13 €/kg. Im 3. Quartal sollen sich die Kurse auf diesem Niveau knapp behaupten, im 4. Quartal 2025 droht jedoch ein Rückgang auf 1,75 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich wieder auf 1,74 €/kg erhöht. Daran waren in 1. Linie steigende Inlandspreise und ein etwas stärkerer Wechselkurs beteiligt. Das gut laufende Export-geschäft bleibt die wesentliche Preisstütze.
China: Die Kurse haben mit 2,40 €/kg weiterhin wenig nachgegeben. Der Monat Juli.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,22 €/kg notiert. Die Terminkurse für das 2.Halbjahr 2025 signalisieren ein anhaltend niedriges Preisniveau. Die Importe mit Vorrang aus Brasilien und Spanien zeigen geringfügige Steigerungstendenzen.
Fazit: Anhaltend knappes Lebendangebot und stabile Nachfrage halten die Preise auf hohem Niveau. Unterstützung durch die Grillnachfrage bleibt verhalten. Weitere Preissteigerungen sind im Absatzmarkt vorerst nicht durchzusetzen. Der neue ASP-Fall in NRW sorgt für Verunsicherung.
ZMP Live Expertenmeinung
Trotz anhaltend niedrigen Lebendangebots ist aufgrund der ungewöhnlich zurückhaltenden Nachfrage in der Sommersaison kein Preissteigerungspotenzial mehr zu erkennen. Die heranrückende Ferien- und Urlaubssaison dämpft ebenfalls die Preiserwartungen.