Deutschland:V-Preis 1,92 €/kg (Spanne 1,92 – 1,92 €/kg) bis 08. Jan. 2025
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 783.010 Schweinen (Vorwoche 768.782) gestiegen, die Schlachtgewichte mit 98,22 kg sind etwas zurückgegangen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 306.000 (Vorwoche 286.300).
Die ISN-Auktion am Di, 10.12.2024 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 19.12.2024 bis 08.01.2025 auf 1,92 €/kg in einer Spanne von 1,92 – 1,92 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 648 ASP (+82 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Mehrere ASP-Wildkadaver sind 100 km den Rhein runtergeschwommen.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 51. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,58 €/kg um -2 ct/kg herunter gesetzt.
In Belgien werden in der 51. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,91 €/kg unverändert fortgesetzt.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 51. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,85 €/kg auch unverändert.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind mit 361.000 wieder auf Durchschnittswerte zurückgefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 51. KW 2024 mit 1,85 €/kg um -8 ct/kg gesenkt worden. Ein zunehmendes Inlandsangebot sowie große Importmengen drücken bei verhaltener Nachfrage auf die Kursentwicklung.
In Spanien wird in der 51. KW 2024 mit 2,06 €/kg der Preis ein weiteres Mal beibehalten. Das Lebendangebot im Inland bleibt vorerst knapp ausreichend. Das Exportgeschäft läuft durchschnittlich.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise auf 1,67 €/kg zurückgefallen. Die Teilstückpreise können sich im Durchschnitt nur knapp behaupten. Die Schlachtzahlen haben zwar etwas nachgegeben, aber der Fleischabsatz verliert an Schwung. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Febr.-25 liegen weiterhin bei durchschnittlich 1,70 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind auf 1,77 €/kg (-19 ct/kg) stark zurückgefallen. Der Hauptgrund liegt in der nachlassenden Inlandsnachfrage, verstärkt durch die schwächere Währung. Die wochen-lange Hochpreisphase gehört vorerst der Vergangenheit an. Für 2025 wird von einer Produktions-steigerung von +2 % und einer Exportzunahme von +7,4 % ausgegangen.
China: Die Kurse sind wieder auf 2,95 €/kg zurückgefallen. Die Angebotsmengen treffen auf eine nachgebende Nachfrage. Der Monat Jan-2025 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,48 €/kg gehandelt. Nach dem chinesischen Neujahrsfest am 29.Jan.2025 sollen die Notierungen weiter auf 2,30 €/kg zurückgehen. Der Sauenbestand ist zwar um -3,2 % gefallen, liegt aber über dem Zielwert.
Fazit: Ein leicht steigendes Lebendangebot und eine vorweihnachtlich gute Nachfragestimmung halten sich überwiegend die Waage. Der Fleischabsatz bei Edelteilen und Verarbeitungsware verläuft zurzeit noch weitgehend reibungslos.
In den kommenden 2 Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr fehlen mindestens 4 volle Schlachttage. In den Verarbeitungsbetrieben sind häufig Betriebsferien; es geht viel Ware in den Froster. Zur Vorbeugung angebotsbedingter Preissenkungen gilt der V-Preis bis 08. Jan. 2025 .
ZMP Live Expertenmeinung
Trotz eines gestiegenen Lebendangebots bei den Schlachtzahlen und Voranmeldungen wurde der V-Preis unverändert über die Feiertage bis zum 08. Jan 2025 festgeschrieben. Inwieweit danach Preiskürzungen aufgrund eines Angebotsstaus und üblicher Kaufzurückhaltung auftreten, bleibt ungewiss.