Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,72 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 627.505 Schweinen (Vorwoche 682.383 ) etwas größer ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 99,5 kg immer noch überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 321.800 (Vorwoche 341.000)
Die ISN-Auktion am Di, 18.02.2025 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 20.02.2025 bis 26.02.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,72 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 1.159 ASP (+104 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz bleibt die Lage unverändert.
MKS: Bisher keine weiteren Befunde, aber Eintragsursache bleibt vorerst ungeklärt.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 08. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,47 €/kg unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 08. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,70 €/kg ebenfalls unverändert beibehalten.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 08. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,68 €/kg nicht verändert.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,86 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen bewegen sich nur wenig; die Schlachtgewichte werden etwas leichter.
In Italien sind die Notierungen in der 08. KW 2025 mit 1,58 €/kg nochmal um -4 ct/kg gesenkt worden. Das Angebot fällt für die Nachfrage ausreichend hoch aus.
In Spanien wird in der 08. KW 2025 mit 2,07 €/kg der Preis um +3 ct/kg nochmal erhöht. Das Lebendangebot fällt für die Nachfrage vergleichsweise knapp aus.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise am Di, 18.02. kurzfristig auf 1,95 €/kg gestiegen. Die Schlachtzahlen bleiben auf dem erreichten Niveau. Die Teilstückpreise entwickeln sich nach kurzen Anstieg wieder nach unten. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Apr.-25 haben sich bei 1,78 €/kg stabilisiert. Die Sommermonate 2025 notieren jedoch zwischen 1,95 bis 1,98 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich mit 1,98 €/kg nochmal deutlich erhöht. Steigerungen der Inlandspreise und ein boomender Export haben dazu beigetragen. Die Erwartungen für 2025 bleiben weiterhin hoch gesteckt.
China: Die Kurse sind nach der Neujahrsfestwoche überraschend mit 2,93 €/kg stabil geblieben. Nach den Festtagen wird üblicherweise mit rapide fallenden Kursen gerechnet. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,28 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung soll weiter auf ermäßigten Niveau fortgesetzt werden.
Fazit: Der Angebotsstau um den Jahreswechsel und die verhaltene Nachfragestimmung in den ersten Jahreswochen klingen nur langsam ab. Versteckte Preiskürzungen außerhalb des Notierungsrahmens sorgen für Mißstimmung. Erste schwache Anzeichen einer Verbesserung der Marktlage (geringe Voranmeldungen, abnehmende Gewichte) sind jedoch ermutigend.
ZMP Live Expertenmeinung
Noch scheinen Schlachtzahlen und Schlachtgewichte - trotz abnehmender Tendenz - für die zurückhaltende Nachfrage so groß zu sein, dass für Preissteigerungen kein Potenzial gesehen wird.
Allerdings deuten die fallenden Zahlen zur Angebotsentwicklung auf zukünftig mögliche Preisbesserung hin.