Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,82 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 668.384 Schweinen (Vorwoche 735.324) kleiner ausgefallen, die Schlachtgewichte sind auf 98,8 kg zurückgegangen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 267.630 (Vorwoche 271.300)
Die ISN-Auktion am Di, 18.03.2025 hat ein Ergebnis von 1,77 €/kg in einer Spanne von 1,77 - 1,78 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 20.03.2025 bis 26.03.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,82 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 1.456 ASP (+58 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. Ein 2. Fall ist nahe der Grenze zu Baden-Württemberg aufgetreten.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 12. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,50 €/kg zum wiederholten Male unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 12. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,77 €/kg um +3 ct/kg angehoben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 12. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,79 €/kg um +1 ct/kg erhöht.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,86 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen bewegen sich nur wenig.
In Italien sind die Notierungen in der 12. KW 2025 mit 1,50 €/kg nochmal um -1 ct/kg gesenkt worden. Das Angebot aus dem In- und Ausland fällt für die Nachfrage ausreichend hoch aus.
In Spanien wird in der 12. KW 2025 mit 2,21 €/kg der Preis nochmal um +4 ct/kg erhöht. Das knappe Inlandsangebot muß durch Importe zur Bedarfsdeckung ergänzt werden.
In den USA/IOWA haben die Erzeugerpreise am Mo, 17.03. auf 1,78 €/kg nachgegeben. Die Teilstückpreise sind ebenfalls zurückgegangen. Die Schlachtzahlen sind etwas angestiegen. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Apr.-25 haben sich auf 1,70 €/kg aufgrund des schwachen Dollarkurses verringert. Erst in den Sommermonaten werden wieder steigende Notierungen erwartet.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich wieder auf 1,78 €/kg stabilisiert. Eine schwache Inlands-nachfrage wird durch einen stärkeren Wechselkurs wieder ausgeglichen. Die Erwartungen für 2025 bleiben jedoch weiterhin positiv gestimmt. Hoffnungen richten sich auf Exporte nach Mexiko, wenn die US-Zölle wirksam werden sollten.
China: Die Kurse befinden sich mit 2,66 €/kg in der saisonüblichen Abwärtsentwicklung. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,30 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder moderate Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung 2025 wird unter Vorjahr bleiben.
Fazit: Das Lebendangebot in Deutschland läßt spürbar nach. In einzelnen Regionen wird die Ware knapper und es werden Aufpreise gezahlt. Die Preisspanne nach oben hat sich weiter geöffnet. In den benachbarten Ländern mit Ausnahme Italiens sind weitere Preisaufbesserungen durchgesetzt worden.
Die Chancen für Preissteigerungen in der Vorosterzeit sind greifbar nahe geworden.
ZMP Live Expertenmeinung
Das kontinuierlich kleiner werdende Lebendangebot in Verbindung mit abnehmenden Schlachtgewichten treibt zumindest erstmal die Preisspanne erheblich nach oben. in den bevorstehenden Vorosterwochen dürften bei wachsender Nachfrage Preissteigerungen zum Tragen kommen.