Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen stehen noch aus (Vorwoche: 734.065). Die Schlachtgewichte lagen in der Vorwoche bei: 97,6 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 258.800 (Vorwoche: 252.800)
Die ISN-Auktion am Di, 19.08.2025 hat ein Ergebnis von 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,00 – 2,00 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 21.08.2025 bis 27.08.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 34. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 34. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 34. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise um 2 ct gefallen und liegen nun bei 1,99 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 34. KW 2025 unverändert bei 2,50 €/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 34. KW 2025 um 4 ct gefallen und liegt mit 2,23 €/kg nun niedriger.
USA/IOWA: bei einem Dollarkurs von 1,16 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 2,03 €/kg. Die US-Schweinefleischexporte gingen zuletzt zurück: Die Verkäufe lagen mit 21.200 Tonnen deutlich unter dem Vorwochen- und 4-Wochen-Niveau, während die Ausfuhren mit 27.000 Tonnen leicht schwächer ausfielen. Laut USDA wird die Produktion 2025 wegen geringerer Schlachtzahlen reduziert, zugleich aber die Exportprognose erhöht. Aufgrund knapperer Verfügbarkeit werden steigende Schweinepreise bis 2026 erwartet.
Brasilien: In Brasilien zieht die Schweinefleischnachfrage wieder an, wodurch die Preise steigen und die Erzeuger von gesunkenen Futterkosten profitieren. Parallel laufen die Exporte auf Hochtouren, zunehmend gestützt von neuen Absatzmärkten statt einer starken Abhängigkeit von China. Branchenvertreter sprechen daher von einer stabileren und nachhaltigeren Marktposition, die der Branche auch für den weiteren Jahresverlauf Rückenwind geben dürfte. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,78 €/kg.
China: die Preise in China liegen aktuell bei 2,21 €/kg für den Frontmonat und sind damit weiter gefallen. Die Kurse stehen neben dem saisonalen Druck auch unter dem Einfluss der hohen eigenen Bestände. Die Regierung möchte daher die Zahl der Zuchtsauen um eine Millionen Tiere reduzieren.
ASP: In NRW wurden seit dem ASP-Ausbruch vor zwei Monaten 93 infizierte Wildschweine nachgewiesen, weitere Verdachtsfälle stehen aus. Dank des raschen Zaunbaus blieb die Seuche bislang auf die Sperrzone II begrenzt. Nun setzen die Behörden auf eine intensive Bejagung im Kerngebiet, um die Wildschweinpopulation drastisch zu reduzieren und das Virus langfristig auszurotten.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der Berichtswoche ausgeglichen mit stabilem Preisniveau. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen ist witterungsbedingt rückläufig, deckt jedoch die verhaltene Nachfrage der Schlachtunternehmen ausreichend. Die Vermarktung verläuft stetig, Impulse vom Fleischmarkt bleiben noch aus. Auch der Ferkelmarkt präsentiert sich stabil mit unveränderten Preisen bei ausreichendem Angebot. Der internationale Handel mit Schweinefleisch zeigt sich uneinheitlich, während EU-Exporte zulegen, bleibt der Drittlandsexport ruhig und teils rückläufig.
ZMP Live Expertenmeinung
Die stagnierende Entwicklung am Schlachtschweinemarkt reflektiert die jahreszeitlich übliche Marktlage im Hochsommer. Geringere Schlachtgewichte bei stabilen Tierzahlen und ein ausbalanciertes Verhältnis von Angebot und Nachfrage sprechen für eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung. Auf globaler Ebene deutet sich eine Verschiebung der Handelsströme an, wobei die EU von Lieferengpässen in Asien profitieren könnte. Mittelfristig könnten saisonale Nachfrageimpulse und eine Belebung im Export für neue Marktdynamik sorgen. Günstige Futterkosten wirken dabei kostenseitig entlastend.