Deutschland:V-Preis 2,10 €/kg (Spanne 2,10 – 2,10 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit vorläufig rd. 715.000 Schweinen (Vorwoche 725.272) wieder nur knapp durchschnittlich ausgefallen: die Schlachtgewichte sind mit 98,2 kg leicht gefallen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 252.500 (Vorwoche ( 260.200)
Die ISN-Auktion am Di, 20.05.2025 hat ein Ergebnis von 2,16 €/kg in einer Spanne von 2,135 – 2,175 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 22.05.2025 bis 28.05.2025 auf 2,10 €/kg in einer Spanne von 2,10 – 2,10 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 2.130 ASP (+59 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In einigen Regionen werden mittlerweile die Sperrbezirke verkleinert.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 21. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,98 €/kg um +3 ct/kg weiter gesteigert worden.
In Belgien werden in der 21. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,96 €/kg unverändert beibehalten.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 21. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen mit 2,00 €/kg konstant gehalten.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,98 €/kg unverändert beibehalten.
In Italien sind die Notierungen in der 21. KW 2025 um weitere +1 ct auf 1,69 €/kg LG erhöht worden. Das Angebot aus dem In- und Ausland bleibt weiterhin knapp.
In Spanien wird in der 21. KW 2025 der Preis mit 2,32 €/kg wiederholt unverändert festgeschrieben. Das Preisniveau hat eine vorläufige Obergrenze erreicht, weil bei einem SVG von 200 % im Export keine höheren Preise durchgesetzt werden können.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise am 20.05. auf umgerechnet 1,83 €/kg eingependelt. Der schwankende Dollarkurs verursacht dauernde Preisänderungen. Die Schlachtzahlen haben sich wieder auf höherem Niveau stabilisiert. Die Teilstückpreise geben bis auf die Grillware nach. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Juni.-25 liegen bei 1,84 €/kg. In den Sommermonaten werden kaum noch Preissteigerungen erwartet. Exporte haben im April deutlich nachgelassen. Die Zollpolitik bremst das Ausfuhrgeschäft.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich auf 1,75 €/kg weiter stabilisiert. Das Exportgeschäft läuft auf Rekordniveau. Im April lagen die Ergebnisse um 40 % über Vorjahresniveau.
China: Die Kurse bleiben mit 2,45 €/kg vorerst unverändert. Der Monat Juni.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,26 €/kg notiert, in den Sommermonaten werden ähnliche Preise gehandelt. In China herrscht saisonüblich ein Sommerpreistief. Die Importe zeigen geringfügige Steigerungstendenzen auf ermäßigten Niveau.
Fazit: Anhaltend knappe Angebotsmengen und eine anziehende Nachfrage treiben die Preise ohne größere Spielräume in die Höhe. Unterstützung kommt durch die zunehmende Grillnachfrage. Offensichtlich spielen ausfallende Schlachttage für den Lebendabsatz heutzutage keine ausschlaggebende Rolle mehr.
ZMP Live Expertenmeinung
Anhaltend niedrige Lebendangebote, geringe Vorratsbestände und die zunehmende (Grill)Nachfrage treiben die Preise wieder an. Die Spanne bleibt jedoch stark eingegrenzt. Der Ausfall von Schlachttagen hat angesichts der niedrigen Angebotsmengen an Schrecken im Hinblick auf Preisdruck im Lebendviehmarkt verloren.