Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,72 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 660.160 Schweinen (Vorwoche 655.700) wieder größer ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 100 kg weit überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 373.500 (Vorwoche 373.300)
Die ISN-Auktion am Di, 21.01.2025 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 23.01.2025 bis 29.01.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,72 €/kg festgesetzt worden
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 831 ASP (+44 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz hat sich die Lage beruhigt.
MKS: In Brandenburg sind über die infizierte Wasserbüffelherde bisher keine weiteren Fälle bekannt geworden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 05. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,50 €/kg unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 05. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,70 €/kg um -5 ct/kg gesenkt.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 05. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,68 €/kg erneut um -6 ct/kg zurückgesetzt.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind mit 361.000 wieder auf Durchschnittswerte zurückgefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 05. KW 2025 mit 1,67 €/kg nochmal um -2 ct/kg gesenkt worden. Ein hohes Inlandsangebot ergänzt durch Importe drücken bei verhaltener Nachfrage auf die Kursentwicklung.
In Spanien wird in der 05. KW 2025 mit 2,03 €/kg der Preis um -1 ct/kg zurückgesetzt. Das Lebendangebot im Inland bleibt ausreichend hoch, das Exportgeschäft jedoch schwierig.
In den USA/IOWA wurden die Erzeugerpreise zu Jahresbeginn auf 1,67 €/kg tiefer gesetzt. Die Schlachtzahlen liegen nach den Feiertagen wieder auf Durchschnittsniveau. Die Kühlhausvorräte bleiben unverändert. Die Teilstückpreise zeigen wenig Bewegung. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Febr.-25 sind wieder auf 1,73 €/kg zurückgefallen.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich bei 1,66 €/kg (+1 ct/kg) gefestigt. Die Inlandspreise und die stärkere Währung bleiben weitgehend unverändert. Die zurückliegende wochenlange Hochpreisphase von 1,80 €/kg wird nicht mehr erreicht. Für 2025 wird zwischenzeitlich von einer etwas moderateren Produktionssteigerung von +1,8 % und einer Exportzunahme von +6,6 % ausgegangen.
China: Die Kurse sind wieder auf 2,93 €/kg angestiegen. Bis zum chinesischen Neujahrsfest am 29. Jan 25 wird mit stabilen Preisen gerechnet. Nach dem chinesischen Neujahrsfest läßt die Nachfrage üblicherweise erheblich nach. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,28 €/kg notiert, Preissteigerungen werden erst wieder in den Sommermonaten erwartet. Die Schweinefleisch-erzeugung 2024 ist bei fallender Stückzahl aber höheren Schlachtgewichten nur um -1,5 % zurückgegangen. Für 2025 werden zurzeit noch widersprechende Meinungen geäußert.
Fazit: Ein Angebotsstau nach den Feiertagen, eine nachweihnachtliche Absatzschwäche und die Schreckensmeldung über den MKS-Ausbruch halten die Preise unter Druck. Weitere Preisabstriche sind nicht auszuschließen. Das Ausmaß ist jedoch noch nicht zu übersehen und hängt von der weiteren Entwicklung und Handhabung der MKS ab.
ZMP Live Expertenmeinung
Die üblichen Probleme der ersten Wochen im Neuen Jahr mit einem Angebotsüberhang und schwacher Nachfrage werden in diesem Jahr verstärkt durch die unabsehbare Entwicklung der MKS. Ob Entlastung oder Verschärfung kommt, ist nicht voraussehbar.