22.
02.23
Schweinepreise unverändert bei 2,28 €/kg

Schweine News, 22.02.2023

Bullish
  • Niedrige Schlachtzahlen
  • weiterhin niedrige Voranmeldungen
  • keine nennenswerte Vorräte
  • Fleischnachfrage unverändert
  • begrenzte Lieferfähigkeit des Auslands
Bearish
  • .
  • .

Deutschland:  V-Preis  2,28 €/kg (Spanne 2,28 – 2,33 €/kg)                                                  

 Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 705.205  Schweinen (Vorwoche 700.011) wiederholt klein ausgefallen; die Schlachtgewichte haben sich mit 97,1 kg etwas erhöht.

 Die Voranmeldungen bleiben mit 225.300Schweinen (Vorwoche 220.400) weiter zu klein für die anziehende Nachfrage.  

 Preisnotierung für Teilstücke wurde eingestellt.

 Auf der ISN-Auktion am Di, 21.Feb 2023 wurde ein Durchschnittspreis von 2,39 €/kg (0 ct/kg) in einer Spanne von 2,38 bis 2,39 €/kg erzielt. Überstand beträgt jedoch 64 %!

Der V-Preis ist für die Zeit vom 23.02.2023 bis 01.03.2023 bei 2,28 €/kg stehen geblieben ; die Spanne reicht von 2,28 bis 2,33 €/kg.

ASP:  Mit Stand vom 21. Feb. 2023 sind 5.052 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Aktuelle Schwerpunkte der Funde sind Brandenburg und Sachsen.

 Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 08. KW 2023 auf vergleichbar gerechnete 1,77 €/kg (+5 ct/kg) erhöht worden. Die hohe dänische Exportabhängigkeit in Drittländer bremst höhere Preisanstiege.

In Belgien sind die Preise in der 08. KW 2023 mit 2,16 €/kg um weiter +6 ct/kg gestiegen. Ein knappes Lebendangebot trifft auf eine steigende Fleischnachfrage.

In den Niederlanden sind die Preise in der 08. KW 2023 um +7 ct/kg auf vergleichbar gerechnete 2,16 €/kg gestiegen. Auch in dieser Region ist das kleine Lebendangebot zu knapp für die Nachfrage.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,14 €/kg um weitere 4 ct/kg gestiegen. Die Schlachtzahlen liegen bei niedrigen 354.773 Schweinen. Die Schlachtgewichte sind mit 95,6 kg konstant geblieben.

In Italien sind die Notierungen in der 08. KW 2023 um weitere 5 ct/kg gestiegen. Das Angebot bleibt zu klein für die Nachfrage.

In Spanien sind die Preise in der 08. KW 2023 bei vergleichbaren 2,41 €/kg nochmal um 6 ct/kg erhöht worden. Schlachtschweine aus dem In- und Ausland werden zur Auslastung der Schlachtkapazitäten gesucht. Der Absatz richtet sich zunehmend auf den EU-Binnenmarkt. 

In den USA/IOWA haben sich die Preise auf umgerechnete 1,60 €/kg stabilisiert. Die Schlachtzahlen bleiben auf ermäßigten Niveau. Die Teilstückepreise geben jedoch nach. Für den Frontmonat Apr-2023 notieren die Terminkurse an der Börse bei 1,77 €/kg; für die Sommermonate werden bereits Kurse über 2 €/kg gehandelt.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt bei wieder stärkeren REAL auf 1,85 €/kg erhöht worden. Ein kleines Lebendangebot und eine steigende Nachfrage zu Karneval sind die Ursachen.

China: Die Preise sind in der 1. Febr..2023-Woche auf umgerechnet 2,73 €/kg weiter gefallen. Die Fleischnachfrage ist saisonal üblich schwach. An der Dalian Börse werden Mrz.-2023-Kurse von umgerechnet nur 2,78 €/kg gehandelt. Erst für die Jul.-2023-Lieferung stehen die Kurse wieder bei 3,20 €/kg. Der Wechselkurs hat sich wenig verändert.

Fazit: Der vorangegangene Abbau der Schweinebestände in fast allen EU-Mitgliedstaaten hat zu einem zunehmend knapperen Schlachtschweineangebot geführt. Mittlerweile reichen die Fleischmengen kaum noch für die Nachfrage aus. Dazu kommt ein üblicher Vorratsaufbau für die kommenden konsumintensiven Monate. Wiederholte Preisaufbesserungen in überdurchschnittlicher Höhe konnten durchgesetzt werden. Eine Preisobergrenze ist noch nicht erreicht. Nach den Viehzählungsergebnissen wird das Lebendangebot in der näheren Zukunft nicht zunehmen. Importmöglichkeiten halten sich in Grenzen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Das anhaltend niedrige Angebot ist knapp genug, um bei einer verhaltenen Nachfrage ein Hochpreisniveau durchzusetzen. Für die absehbare Zeit ist gemäß den Ergebnissen der Viehzählungen nicht mit einer grundlegenden Änderung des geringen Angebots zu rechnen. Im Gegenzuge wird auf der Nachfrageseite üblicherweise mit einem saisonalen Zuwachs gerechnet, der aber in diesem Jahr preisbedingt weniger groß ausfallen dürfte. Die Preise sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. 

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