Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 698.859 Schweinen (Vorwoche: 721.659) geringer ausgefallen. Die Schlachtgewichte lagen bei 97,2 kg (Vorwoche: 97,2 kg).
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 250.500 (Vorwoche: 252.900)
Die ISN-Auktion am Di, 22.07.2025 hat ein Ergebnis von 2,00 €/kg in einer Spanne von 2,00 – 2,01 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 24.07.2025 bis 30.07.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 30. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 30. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 30. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise mit 2,08 €/kg gleichgeblieben.
In Italien sind die Notierungen in der 30. KW 2025 auf 2,39 €/kg gestiegen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 30. KW 2025 um 2 ct gefallen und liegt mit 2,35 €/kg nun niedriger.
ASP: Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Nordrhein-Westfalen weiter aus – bislang wurden 37 Fälle bei Wildschweinen bestätigt. In Norden von Hessen ist die Tierseuche bisher noch nicht nachgewiesen, doch die Behörden reagieren mit intensiven Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung und Eindämmung. Ziel ist es, eine Ausbreitung auf weitere Regionen zu verhindern und die wirtschaftliche Stabilität der Schweinehalter zu sichern.
Fazit: Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich stabil bei ausgeglichenem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Trotz der Ferienzeit und verhaltenem Fleischabsatz bleibt das Interesse der Schlachtunternehmen an den verfügbaren Partien bestehen. EU-weit stieg die Fleischproduktion leicht an, während der Schweinebestand in den Niederlanden weiter zurückging. Der Ferkelmarkt bleibt uneinheitlich, mit stabilen Preisen in Deutschland und Druck auf die Notierungen in den Niederlanden. Insgesamt bleibt der Markt ruhig und ohne größere Impulse.
ZMP Live Expertenmeinung
Kurzfristig ist europaweit mit einer Seitwärtsbewegung beim Schweinepreis zu rechnen. Das Angebot bleibt jahreszeitlich bedingt begrenzt, trifft jedoch auf eine verhaltene Nachfrage, insbesondere im Fleischhandel. In Südeuropa wirken die hohen Temperaturen dämpfend auf das Lebendangebot, während in Mittel- und Nordeuropa das Marktgleichgewicht intakt bleibt. Angesichts schwacher Impulse aus dem Drittlandsexport und fehlender Dynamik im Binnenmarkt dürfte ein Preisauftrieb zunächst ausbleiben. Erst mit dem Ende der Ferienzeit und einer saisonal anziehenden Nachfrage im September könnte sich das Preisniveau leicht festigen oder moderat ansteigen, sofern das Angebot weiter knapp bleibt.