Deutschland:V-Preis 1,92 €/kg (Spanne 1,90 – 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 757.924 Schweinen (Vorwoche 751.607) weiter gestiegen, die Schlachtgewichte mit 98,4 kg auch. Es wurden einzelne Partien geschoben.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 273.800 (Vorwoche 272.500).
Die ISN-Auktion am Di, 22.10.2024 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 24.10.2024 bis 30.10.2024 auf 1,92 €/kg in einer Spanne von 1,90 - 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 325 ASP (+62 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Bad.-Württemberg wurde 1 infizierter Wildschweinfund bestätigt.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 43. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,63 €/kg wiederholt unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 43. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,91 €/kg um -2 ct/kg niedriger angesetzt.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 43. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,92 €/kg unverändert beibehalten.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,89 €/kg nochmal um -3 ct/kg gesenkt. Die Schlachtzahlen sind auf 358.301 leicht zurückgegangen; die Schlachtgewichte sind mit 96,95 kg stabil geblieben. Der Absatz ist schleppend.
In Italien sind die Notierungen in der 43. KW 2024 nochmal um weitere +4 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 14 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 55 ct/kg höher geworden. Die italienische Unterversorgung kann mit steigenden Importen nur knapp gedeckt werden.
In Spanien wird in der 43. KW 2024 mit 2,11 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Das Lebendangebot steigt. Die hohen Preise bremsen die Nachfrage im In- und Ausland. Hohe Exportüberschüsse drücken auf die Kurse.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise auf 1,52 €/kg nach kurzer Preisschwäche wieder stabilisiert. Die Schlachtzahlen bleiben auf hohem Niveau. Die Preise für Verarbeitungsware sind geringfügig gestiegen. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,59 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich bei 1,89 €/kg gehalten. In Inlandspreisen sind die Notierungen zwar gestiegen, aber der gefallene Wechselkurs gleicht den Anstieg wieder aus.
China: Die Kurse sind mit 3,15 €/kg nur noch wenig zurückgegangen. Das Angebot reicht für die gedrückte Nachfrage gerade aus. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,92 €/kg gehandelt. Für die Frühjahrsmonate 2025 werden jedoch nur noch Kurse um 2,43 €/kg notiert.
Fazit: Das Lebendangebot übersteigt die Nachfrage. Vereinzelte regionale Überstände treten im Norden auf; im Süden ist der Markt ausgeglichener.
In den benachbarten EU-Mitgliedstaaten sind unterschiedliche Markt- und Preisentwicklungen zu beobachten: es reicht von laufend fallenden Preisen in Spanien und Frankreich über stabile Notierungen in den Niederlanden und Dänemark bis zu massiv steigenden Preisen im unterversorgten Italien mit fallenden Inlandsangebot.
ZMP Live Expertenmeinung
Das Lebendangebot hat im Durchschnitt der letzten Wochen bei einer zurückhaltenden Nachfrage zugenommen. Insbesondere bei den werttragenden Edelteilen gestaltet sich der Absatz schwierig. Die Preissenkungen in den benachbarten Ländern haben ebenfalls zur Minderung der Notierung beigetragen. Ein niedrigeres Preisniveau wird vorerst Bestand haben. Das (Vor)Weihnachtsgeschäft wird sich erst später bemerkbar machen.