23.
11.22
knappes Lebendangebot - steigende Preise

Schweine News, 23.11.2022

Bullish
  • niedrige Voranmeldungen
  • knappes Lebendangebot
  • anziehende Teilstückepreise
  • Fleischgeschäft wird lebhafter
Bearish
  • inflationsbedingt und einkommensbedingt begrenzte Nachfrage
  • unzureichende Exportmöglichkeiten

Deutschland:  V-Preis  1,95  €/kg (Spanne 1,95 – 1,97 €/kg) - kleines Lebendangebot     

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd.787.898  Schweinen (Vorwoche 792.649) kleiner ausgefallen; die Schlachtgewichte haben sich mit 97,6 kg etwas verringert.

Die Voranmeldungen bleiben mit  258.700  Schweinen (Vorwoche 264.600) wiederholt niedrig.  

Beim Weiterverkauf der Teilstücke an LEH, Verarbeiter und für den Export sind die Durch-schnittspreise um weitere 1 ct/kg auf 2,24 €/kg geringfügig erhöht worden.

Auf der ISN-Auktion am Di, 22. Nov. 2022 wurde ein Durchschnittspreis von 1,99 €/kg in einer Spanne von 1,98 bis 2,00 €/kg erzielt.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 24.11.2022 bis 30.11.2022 mit 1,95 €/kg gestiegen; die Spanne reicht von 1,95 bis 1,97 €/kg.

ASP:  Mit Stand vom 22. Nov. 2022 sind 4.555 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Die Tierseuchenbezirke mußten aufgrund von neuen Funden erneut angepaßt werden. Die Entwicklung zeigt noch keine nennenswerten Rückgänge.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 47. KW 2022 zum wiederholten Male unverändert auf vergleichbar gerechneten 1,85 €/kg stehen geblieben.   

In Belgien werden die Preise in der 47. KW 2022 auf dem reduzierten Niveau der beiden Vorwochen beibehalten. Der Fleischabsatz bleibt trotz Weihnachtsgeschäft vorerst schwierig.  

In den Niederlanden werden die Preise in der 47. KW um 2 ct/kg auf vergleichbare 1,78 €/kg angehoben.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise auf rd. 1,81 €/kg gefallen. Die Schlachtzahlen sind auf 379.841 Schweine beachtlich gestiegen. Schlachtgewichte fallen mit 96,7 kg höher aus.

In Italien sind die Notierungen in der 47. KW 2022 mit 2,05 €/kg erstmals um 2 ct zurückgenommen worden. Der Fleischmarkt steht unter Preisdruck, der sich jetzt auch auf den Lebendmarkt auswirkt.  

In Spanien sind die Preise in der 47.KW 2022 um 5 ct/kg auf vergleichbare 2,11 €/kg zurückgegangen. Das inländische Lebendangebot nimmt zu, aber das hohe spanische Preisniveau erschwert den Fleischabsatz gegenüber den Angeboten der EU-Konkurrenz im In– und Ausland. 

In den USA/IOWA sind die Preise wieder auf umgerechnete 1,85 €/kg angestiegen. Das Vorweihnachtsgeschäft verbessert die Absatzlage. Schlachtzahlen haben weiter zugelegt. Teilstückepreise bleiben auf ermäßigten Niveau. Für den Frontmonat Dez.-2022 notieren die Terminkurse bei 1,79 €/kg.

 Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt bei wieder stärkeren REAL auf 1,67 €/kg gestiegen. In Inländischer Währung gab es jedoch keine Bewegung. Zunehmender Absatz durch die Fußballweltmeisterschaft, den kommenden Feiertagen und das Weihnachtsgeld sind stabilisierende Elemente. Stabile Ausfuhren liefern ergänzende Unterstützung.  

China: Die Preise sind wieder auf umgerechnet 4,80 €/kg deutlich zurückgefallen. Der Wechselkurs ist nochmal schwächer geworden. Die Terminkurse für den Monat Jan.-2023 werden nur noch bei 3,81 €/kg gehandelt.  In den Frühjahrsmonaten 2023 sollen die Preise bei steigenden Angebot und saisonüblich nachlassender Nachfrage weiter auf 3,66 €/kg nachgeben.

Fazit: Die niedrigen Voranmeldungen signalisieren auch zukünftig ein knappes Lebendangebot im Vorweihnachtsgeschäft. Die Preise für Teilstücke bei Weitergabe an den LEH tendieren weiter nach oben. Das führt zu stabileren Erzeugerpreisen. Dennoch bleibt der Fleischabsatz das kritische Problem.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Ein absehbar knapper werdendes Lebendangebot trifft auf eine lebhafter gewordene Nachfrage im Rahmen des Vorweihnachtsgeschäftes. Es besteht ein überschaubar größerer Preisspielraum nach oben. Der Zeitrahmen ist aber begrenzt.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

24.
04.25
14:23

Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

weiterlesen
15.
04.25
08:52

USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

weiterlesen
23.
12.24
11:24

Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?