Deutschland:V-Preis 2,10 €/kg (Spanne 2,10 – 2,10 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd.698.264 Schweinen (Vorwoche 719.622) wieder kleiner geworden, die Schlachtgewichte sind mit 97,1 kg etwas gefallen.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 256.300 (Vorwoche 253.300)
Die ISN-Auktion am Di, 23.07. Juni 2024 hat keine Ergebnisse geliefert
Der V-Preis ist für die Zeit vom 25.07.2024 bis 01.08.2024 auf 2,10 €/kg in einer Spanne von 2,10 - 2,10 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: Mit Stand vom 23. Juli 2024 wurden bisher 5.823 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg nachgewiesen. Um Groß-Gerau (nordwestlich von Darmstadt in Hessen) sind zwischenzeitlich 43 ASP infizierte Wildschweine gefunden worden. Die neuen Fälle überschreiten die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz. In 4 Betrieben mit Hausschweinen in Bestandsgrößen von 1.100, 170 und 17 Tieren wurde ASP nachgewiesen und die Herden gekeult.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 30. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,68 €/kg um -6 ct/kg zurückgenommen worden.
In Belgien sind in der 30. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,01 €/kg unverändert geblieben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 30. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,03 €/kg unverändert beibehalten.
In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,13 €/kg gleich geblieben. Die Schlachtzahlen gehen weiter auf 320.187 zurück; die Schlachtgewichte liegen bei 95,71 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 30. KW 2024 um weitere +3 ct/kg gestiegen. Der Fleischabsatz bekommt Impulse durch steigende Urlauberzahlen.
In Spanien wird in der 30. KW 2024 mit unveränderten 2,41 €/kg dem knappen Lebendangebot Rechnung getragen. Das Lebendangebot bleibt weiterhin gering. Die anlaufende Urlaubssaison sorgt für Absatzsteigerungen im Inland, während das hohe Preisniveau den Export bremst.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise auf 1,70 €/kg stabilisiert. Die Schlachtzahlen sind wieder gefallen. Die Vorräte in den Kühlhäusern sind zurückgegangen. Die Teilstückepreise sind überwiegend angezogen. Für die sommerliche Grillsaison werden Börsenkurse auf aktuellen Niveau notiert. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen aber nur bei durchschnittlich 1,59 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich im Durchschnitt auf 1,68 €/kg stabilisiert. Dazu haben ein kleineres Lebendangebot, steigende Inlandsnachfrage und ein reges Exportgeschäft beigetragen. Überschwemmungs-bedingte Einschränkungen spielen eine immer geringere Rolle.
China: Die Kurse sind auf 3,13 €/kg gestiegen. Das reduzierte Angebot trifft weiterhin auf eine saisonal stabile Nachfrage. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 3,02 €/kg gehandelt. Die Preise sollen im Jan.2025 knapp unter 3 €/kg zurückgehen.
Fazit: Trotz begrenzter Nachfrage während der Ferien-/Urlaubszeit bleiben die Preise auf ermäßigten Niveau stabil. Das Lebendangebot fällt aufgrund der sommerlichen Temperaturen nicht höher aus.
ZMP Live Expertenmeinung
Angesichts der Schulferien in allen Bundesländern und der Betriebsferien in den Verarbeitungsbetrieben bleibt die Nachfrage immer noch vergleichsweise stabil. Für stabile Preise sorgen jedoch in 1. Linie das geringe Lebendangebot, das vorerst saisonal noch verstärkt wird. Für die kommenden Herbstmonate wird jedoch mit steigender Produktion und begrenzter Nachfrage gerechnet.