24.
09.25
Exporthemmnisse belasten europäischen Schweinemarkt weiterhin

Schweine News, 24.09.2025

Bullish
  • Erwartete Nachfrageimpulse durch Oktoberfeste und Monatswechsel
  • Rückgang der Sauenbestände in vielen EU-Ländern
Bearish
  • Strafzölle Chinas belasten den Export europäischer Ware
  • Schwacher Fleischabsatz innerhalb der EU verstärkt Preisdruck
  • Starker Euro

Deutschland: V-Preis 1,85 €/kg (Spanne 1,85 - 1,85 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 741.378 (Vorwoche: 741.350). Die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg (Vorwoche: 98,1 kg).   

Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 278.600 (Vorwoche:  271.700)

Die ISN-Auktion am Di, 23.09.2025 hat ein Ergebnis von 1,86 €/kg in einer Spanne von 1,855 – 1,86 €/kg geliefert.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 25.09.2025 bis 01.10.2025auf 1,85 €/kg in einer Spanne von 1,85 – 1,85 €/kg festgesetzt worden.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 39. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise um 10 ct gefallen und liegen bei 1,73 €/kg.

In Belgien gibt es in der 39. KW 2025 ein Minus von 13 ct. Der Preis fällt somit auf 1,58 €/kg.

In den Niederlanden fallen die Notierungen in der 39. KW 2025 um 10 ct und liegen bei 1,73 €/kg.

In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 39. KW um 3 ct auf 1,82 €/kg gesunken.

In Italien sind die Notierungen in der 39. KW 2025 um 3 ct auf 2,67 €/kg gestiegen.

In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 39. KW 2025 um 4 ct gefallen und liegt mit 2,04 €/kg nun niedriger.

USA: bei einem Dollarkurs von 1,17 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 2,01 €/kg. Der Schweinemarkt präsentierte sich zuletzt insgesamt stabil mit leichten Aufwärtstendenzen. Die Schlachtzahlen blieben hoch und legten im Wochenvergleich leicht zu, begleitet von einem weiteren Anstieg der durchschnittlichen Schlachtgewichte in Iowa und Minnesota.

Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,84 €/kg und haben in der letzten Woche nach einer langen stabilen Phase erstmals nachgegeben. In der letzten Woche ist der brasilianische Schweinemarkt leicht unter Druck geraten. Händler und Schlachtbetriebe agierten vorsichtig, da zum Monatsende die Kaufkraft der Verbraucher schwächer wurde und Geflügel trotz Preisanstiegen weiterhin preislich im Vorteil bleibt. Auf der Exportseite hingegen lief es stabil: Vor allem die Philippinen kauften große Mengen, während China weiter zurückhaltend blieb. Insgesamt sorgt die starke Auslandsnachfrage dafür, dass die Stimmung unter Produzenten trotz leichter Preiskorrektur verhalten optimistisch bleibt.

China: die Preise in China liegen aktuell bei umgerechnet 2,02 €/kg am Spotmarkt und sind im Vergleich zur Vorwoche erneut gefallen. Der November liegt ebenfalls bei umgerechnet 2,02 €/kg, der Januar liegt mit 2,12 €/kg höher. China hat in der vergangenen Woche die großen Schweineproduzenten aufgefordert, ihre Produktion zu drosseln. Hintergrund ist ein massives Überangebot bei gleichzeitig schwacher Nachfrage, das die Preise stark unter Druck gesetzt hat. Die Behörden wollen erreichen, dass weniger Zuchtsauen gehalten und Schlachtungen reduziert werden. Zusätzlich sollen Kredite für Kapazitätserweiterungen erschwert und Subventionen gekürzt werden, um das Produktionswachstum zu bremsen.

asp

Fazit
Der Schlachtschweinemarkt hat sich nach den jüngsten Rückgängen stabilisiert und bewegt sich auf dem abgesenkten Niveau seitwärts. Schlachtreife Tiere lassen sich überwiegend zeitnah vermarkten, auch wenn die Nachfrage nach Fleisch innerhalb der EU verhalten bleibt. Der Ferkelmarkt zeigt sich schwach, das umfangreiche Angebot trifft auf zurückhaltende Nachfrage und führt zu sinkenden Preisen. Auf europäischer Ebene bleibt der Absatz aufgrund der Strafzölle Chinas und saisonal steigender Lebendangebote angespannt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die aktuelle Stabilisierung des Marktes ist als Zwischenphase einzuordnen. Impulse könnten sich aus saisonalen Nachfragebelebungen zu Monatsbeginn ergeben, was die Vermarktung kurzfristig unterstützt. Mittelfristig dürften jedoch die schwachen Exportmöglichkeiten und die verhaltene Binnenkonjunktur belasten. Abgesehen davon bleiben die rückläufigen Sauenbestände in vielen EU-Ländern relevant, die das künftige Angebot reduzieren könnten. Insgesamt bleibt die Marktlage anfällig und reagiert empfindlich auf politische und handelspolitische Einflüsse.

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