Deutschland: V-Preis 1,55 €/kg (Spanne 1,55 - 1,60 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 730.204(Vorwoche 739.316) und einem Schlachtgewicht von 98,6 kg. In der Vorwoche lagen sie bei 98,9 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 262.300 (Vorwoche: 266.100)
Die ISN-Auktion am Di, 24.02.2026 erzielte im Schnitt einen Preis von 1,61 € in einer Spanne von 1,60 – 1,62 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 25.02.2026 bis 04.03.2026auf 1,55 €/kg in einer Spanne von 1,55 – 1,60 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 9. KW 2026 die vergleichbar gerechneten Preise gleich geblieben und liegen bei 1,28 €/kg.
In Belgien sind die Preise in der 9. KW 2026 um 5 ct gestiegen und liegen bei 1,52 €/kg.
In den Niederlanden sind die Notierungen in der 9. KW 2026 um 8 ct gestiegen und liegen bei 1,50 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 9. KW 2026 gleich geblieben und liegen bei 1,59 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 9. KW 2026 um 2 ct gefallen und liegen bei 1,81€/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 9. KW 2026 um 4 ct gestiegen und liegen bei 1,40 €/kg.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,18 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,71 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Der US-Schweinemarkt zeigte in der vergangenen Woche ein insgesamt stabiles bis leicht festeres Bild. Die Schlachtzahlen zogen moderat an, während die durchschnittlichen Gewichte leicht zurückgingen, was das verfügbare Fleischaufkommen begrenzte. Auf Großhandelsebene sorgte insbesondere Bauchfleisch für Auftrieb und stabilisierte den gesamten Teilstückmarkt. Gleichzeitig signalisierten die jüngsten Exportdaten eine etwas verhaltenere Dynamik im Auslandsgeschäft, wobei Mexiko als wichtigster Abnehmer weiterhin konstant am Markt blieb. Die jüngsten Kühlhausbestände liegen über dem Vormonat, was als Puffer wirkt und kurzfristige Preisspitzen dämpfen kann. Insgesamt bewegt sich der Markt damit in einem Spannungsfeld aus solider Inlandsnachfrage, leicht wachsendem Angebot und einer Exportentwicklung, die genau beobachtet werden muss, um die Richtung der kommenden Wochen einschätzen zu können.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,47 €/kg und sind im Vergleich zur Vorwoche leicht gefallen. Der brasilianische Schweinemarkt stand in der vergangenen Woche unter leichtem Druck, da ein saisonal schwächeres Inlandsgeschäft und ein zeitweise hohes Angebot an schlachtreifen Tieren die Erzeugerpreise belasteten. Gleichzeitig erwies sich das Exportgeschäft erneut als stabilisierender Faktor. Die Ausfuhren legten im Februar weiter zu und sorgten für einen kontinuierlichen Abfluss vom heimischen Markt. Auf der Kostenseite entwickelten sich die Futtermittelmärkte uneinheitlich, wobei steigende Maisnotierungen die Margen etwas einengten, während Soja leicht nachgab und damit für begrenzte Entlastung sorgte. Währungsseitig zeigte sich der brasilianische Real fester gegenüber dem US-Dollar, was die Wettbewerbsfähigkeit im Export etwas dämpfte, jedoch importierte Kostenkomponenten verbilligte. Insgesamt präsentiert sich der Markt damit kurzfristig zweigeteilt. Ein schwächerer Binnenabsatz trifft auf eine dynamische Außenhandelsnachfrage, die dem Sektor weiterhin Rückhalt gibt.
China: Die Preise in China blieben in der letzten Woche konstant und liegen bei umgerechnet 1,88 €/kg am Spotmarkt. Nach dem Ende der Feiertagsnachfrage zeigt sich der chinesische Schweinemarkt in der vergangenen Woche insgesamt leicht schwächer im Großhandel, während sich die Einzelhandelspreise weitgehend stabil hielten. Marktbeobachter berichten von einer saisonal typischen Nachfragedelle nach dem Frühlingsfest, während gleichzeitig wieder mehr schlachtreife Tiere auf den Markt drängen. Auffällig ist die gegenläufige Entwicklung bei den Ferkeln, deren Notierungen anziehen, ein Hinweis auf mittelfristige Produktionserwartungen und anhaltendes Vertrauen größerer Betriebe. Auf der Kostenseite sorgen stabile Maispreise und nur leicht nachgebende Sojaschrotpreise für etwas Entlastung, ohne jedoch einen klaren Impuls für eine Markttrendwende zu liefern. Insgesamt deutet vieles auf eine Phase der Konsolidierung hin, in der Angebot, Nachfrage und politische Steuerungsmechanismen das Marktgleichgewicht neu austarieren.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich in dieser Woche deutlich gefestigt. Das rückläufige Lebendangebot trifft auf eine stetige Nachfrage der Schlachtunternehmen, sodass die Vermarktung zügig verläuft. Schlachtzahlen und Gewichte sind zuletzt gesunken, Überhänge wurden abgebaut. In weiten Teilen Europas ziehen die Notierungen an, während Dänemark und Frankreich seitwärts tendieren. Der Fleischmarkt bleibt saisonbedingt noch ruhig, erste Teilstücke lassen sich jedoch stabil bis fester platzieren. Am Ferkelmarkt übersteigt die lebhafte Nachfrage weiterhin das Angebot, was zu weiteren Preisaufschlägen führt.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Marktstimmung hat sich klar zugunsten der Erzeuger gedreht. Das verringerte Angebot bei gleichzeitig stabiler Nachfrage bildet eine tragfähige Grundlage für die aktuelle Aufwärtsbewegung. Entscheidend wird sein, ob der Fleischmarkt mit Beginn des Monats und mit saisonalen Impulsen ausreichend Dynamik entwickelt, um höhere Einstandspreise zu tragen. Die Exportlage innerhalb der EU zeigt sich stabil, während Drittlandsgeschäfte weiterhin sensibel bleiben. Kurzfristig überwiegen die positiven Signale, mittelfristig hängt die weitere Entwicklung maßgeblich von der Absatzbelebung im Fleischhandel ab.