Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,72 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 695.008Schweinen (Vorwoche 686.139) größer ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 99,4 kg immer noch überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 300.200 (Vorwoche 321.800)
Die ISN-Auktion am Di, 25.02.2025 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 27.02.2025 bis 05.03.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,72 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 1.227 ASP (+68 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz bleibt die Lage unverändert.
MKS: keine weiteren Befunde.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 09. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,47 €/kg zum wiederholten Male unverändert beibehalten.
In Belgien werden in der 09. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,71 €/kg um +1 ct/kg angehoben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 09. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,74 €/kg um +6 ct/kg erhöht.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,86 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen bewegen sich nur wenig; die Schlachtgewichte werden etwas leichter.
In Italien sind die Notierungen in der 09. KW 2025 mit 1,55 €/kg nochmal um -3 ct/kg gesenkt worden. Das Angebot fällt für die Nachfrage ausreichend hoch aus.
In Spanien wird in der 09. KW 2025 mit 2,10 €/kg der Preis nochmal um +3 ct/kg erhöht. Das Lebendangebot ist gemessen an der Nachfrage vergleichsweise knapp. Importe sind notwendig.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise am Mo.24.02. auf 1,86 zurückgefallen. Die Schlachtzahlen bleiben auf dem erreichten Niveau. Die Teilstückpreise entwickeln feste Tendenzen. Die Terminkurse für den neuen Frontmonat Apr.-25 haben sich bei 1,78 €/kg stabilisiert. Kurssteigerungen werden in den Sommermonaten erwartet, aber ein deutlicher Preisrückgang im 4. Quartal 2025.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich mit 2,00 €/kg nochmal deutlich erhöht. Bei knappen Lebendangebot haben Steigerungen der Inlandsnachfrage und ein boomender Export zu Preisauftrieben beigetragen. Die Erwartungen für 2025 bleiben weiterhin hoch gesteckt.
China: Die Kurse sind auf 2,80 €/kg relativ moderat gefallen. In den Wochen nach dem chinesischen Neujahrsfest wird üblicherweise mit rapide nachgebenden Kursen gerechnet. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,31 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung liegt um -1,6 % niedriger als in den Vorjahren.
Fazit: Noch scheinen Schlachtzahlen und Schlachtgewichte - trotz abnehmender Tendenz - für die zurückhaltende Nachfrage so groß zu sein, dass für Preissteigerungen kein Potenzial gesehen wird.
Die Anzeichen einer knapperen Versorgungslage in anderen Erzeugungsregionen mehren sich. Damit verstärken sich die Chancen eines höheren Preisspielraumes.
ZMP Live Expertenmeinung
Die erhoffte Entlastung auf der Angebotsseite läßt in Deutschland vorerst noch auf sich warten. Allerdings mehren sich die Anzeichen auf Entspannung im EU-Binnenmarkt.