26.
07.23
Preise unverändert

Schweine News, 26.07.2023

Bullish
  • anhaltend niedrige Schlachtzahlen
  • niedrige Voranmeldungen
  • knappe Kühlhausvorräte
Bearish
  • inflationsbedingt hohe Verbraucherpreise

Deutschland:  V-Preis  2,50 €/kg (Spanne 2,50 – 2,53 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit  694.212 Schweinen (Vorwoche  683.132) geringfügig höher ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 96,8 kg  vergleichsweise niedrig

Die Voranmeldungen bleiben mit  242.100  Schweinen (Vorwoche 236.500) weiter auf unverändert niedrigem Niveau.

Auf der ISN-Auktion am Di, 25. Jul. 2023 wurde ein Durchschnittspreis von 2,61 €/kg bzw. -1 ct/kg zur Vorauktion in einer Spanne von 2,60 bis 2,63 €/kg erzielt.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 27.07.2023 bis 02.08.2023 auf 2,50 €/kg in einer Spanne von 2,50 bis 2,53 €/kg festgesetzt worden.  

ASP:  Mit Stand vom 25. Juli 2023 sind 5.478 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. In einigen Sperrzonen Brandenburgs sind seit mehr als einem Jahr keine Fälle mehr aufgetreten.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark wurden in der 30. KW 2023 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,04 €/kg wiederholt unverändert beibehalten.

In Belgien werden die Preise in der 30. KW 2023 mit 2,33 €/kg unverändert beibehalten.   

In den Niederlanden sind die Preise in der 30. KW 2023 mit vergleichbar gerechneten 2,38 €/kg ebenfalls unverändert geblieben.

In Frankreich/Bretagne stabilisieren sich die Preise auf 2,35 €/kg. Die Schlachtzahlen bleiben auf niedrigen 351.905; das Schlachtgewicht steigen geringfügig auf 95,08 kg.

In Italien sind die Notierungen in der 30. KW 2023 um weitere 4 ct/kg heraufgesetzt worden. Ein knappes Angebot steht einer steigenden Nachfrage infolge steigender Urlauberzahlen gegenüber.

In Spanien bleiben die Preise in der 30. KW 2023 mit vergleichbaren 2,64 €/kg seit rd. 4 Monaten unverändert. Ein knappes Lebendangebot bei begrenzten Absatzmöglichkeiten im In- und Ausland sind die beiden entscheidenden Faktoren.

In den USA/IOWA sind die Preise weiter auf 2,08 €/kg gestiegen. Niedrige Schlachtzahlen und Schlachtgewichte stehen einer unverändert stabilen Nachfrage in der Barbecue-Saison gegenüber. Für den Okt.-23 notieren die Börsenkurse nur noch bei 1,63 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt weiter auf 1,50 €/kg zurückgefallen. Das Lebendangebot bleibt saisonbedingt zwar begrenzt; dagegen bleibt die saisonale Nachfrage spürbar zurückhaltend. Der Schweinefleischexport nach China (50 %) hat an Schwung verloren.

China: Die Preise fallen weiter auf 2,34 €/kg zurück. Die Sep.-23-Kurse werden umgerechnet mit 2,70 €/kg gehandelt. Erst für den verbrauchsintensiven Monat Jan 2024 rechnet man wieder mit 2,90 €/kg. Der Preisrückgang ist überwiegend auf die einkommensbedingt schwache Nachfrage zurückzuführen.

Fazit:Trotz zunehmender Ferien-/Urlaubszeit in weiteren Bundesländern mit Bremseffekten für die Nachfrage bleibt das Angebot nur begrenzt in der Lage, die Nachfrage der Schlachthäuser zu decken. Frischfleisch zu Grillzwecken ist gefragt; Verarbeitungsware verursacht Absatzschwierigkeiten.  Eine grundlegende Änderung der Marktlage ist vorerst nicht erkennbar. Erste Hinweise deuten darauf hin dass die Preisspitze wohl erreicht zu sein scheint. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Mehrwöchig feste Schweinepreise  auf hohem Niveau signalisieren das Erreichen eines Höchstpreises mit wenig Spielraum nach oben. Anhaltend niedriges Angebot trifft auf eine stete Nachfrage in der urlaubsgeprägten  Sommmerzeit. Eine grundlegende Änderung dieser Marktlage ist vorerst nicht erkennbar. Ist die Preisspitze erreicht?

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