26.
10.22
V-Preise bei 1,90 €/kg gehalten

Schweine News, 26.10.2022

Bullish
  • anhaltend begrenztes Lebendangebot
Bearish
  • anhaltende Nachfrageschwäche
  • zurückgesetzte Teilstückepreise
  • unzureichendes Exportgeschäft

Deutschland:  V-Preis  1,90 €/kg (Spanne 1,90 – 1,90 €/kg)   -                                             

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd.760.868 Schweinen (Vorwoche 762.427) geringfügig gefallen; die Schlachtgewichte haben sich mit 97,7 kg leicht erhöht.

Die Voranmeldungen steigen mit  286.700 Schweinen (Vorwoche 286.300) unwesentlich an.  

Beim Weiterverkauf der Teilstücke an LEH, Verarbeiter und für den Export sind die Durch-schnittspreise um weitere 8 ct/kg auf 2,22 €/kg gefallen.

Auf der ISN-Auktion am Di, 25. Okt. 2022 wurde wiederholt kein Schwein von den angebotenen 630 Tieren verkauft.

Der V-Preis ist für die Zeit vom 27.10.2022 bis 02.11.2022 auf 1,90 €/kg unverändert; die Spanne reicht von 1,90 bis 1,90 €/kg. In der kommenden Woche gibt es einen Feier- und einen Brückentag

ASP:  Mit Stand vom 19.Okt. 2022 sind 4.372 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg amtlich bestätigt worden. Weitere Schweine aus dem ehemaligen ASP-Beobachtungsgebiet Emsbüren werden geschlachtet.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind die Preise in der 43. KW 2022 unverändert auf vergleichbar gerechneten 1,85 €/kg stehen geblieben. Ein verringertes Lebendangebot trifft auf schwachen Fleischabsatz.  

In Belgien werden die Preise in der 43. KW 2022 um -8 ct/kg gesenkt. Das gestiegene Lebendangebot ist schwer im Fleischmarkt unterzubringen.  

In den Niederlanden werden die Preise in der 43. KW ebenfalls um -8 ct/kg gesenkt.  

In Frankreich/Bretagne haben die Preise um -6 ct/kg auf rd. 1,96 €/kg nachgegeben. Die Schlachtzahlen sind mit 372.270 Stück weiter gestiegen. Schlachtgewichte stagnieren bei rd. 95 kg.

In Italien sind die Notierungen in der 43. KW 2022 nur unwesentlich auf 2,07 €/kg erhöht worden. Das inländische Lebendangebot bleibt für die Nachfrage knapp. Teilstückpreise stehen unter Importdruck.

In Spanien sind die Preise in der 43.KW 2022 auf vergleichbare 2,23 €/kg zurückgegangen. Das Inlandsangebot bleibt zwar überschaubar, aber das hohe spanische Preisniveau erschwert den Fleischabsatz gegenüber den Angeboten der EU-Konkurrenz.  

In den USA/IOWA sind die Preise wieder auf umgerechnete 2,10 €/kg angestiegen. Schlachtzahlen bleiben konstant. Teilstückepreise haben im Durchschnitt wieder zugelegt. Für den Frontmonat Dez.-2022 notieren die Terminkurse bei 1,96 €/kg. Für April 2023 liegen die Börsenkurse von 2,03 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt bei unveränderten REAL auf 1,81 €/kg gestiegen. In den 5 unterschiedlichen Notierungsgebieten gleichen sich die Preise wieder etwas stärker an. Die Inlandsnachfrage wird vom preiswerten Geflügelfleisch eingegrenzt. Rückläufige Ausfuhren nach China/HK werden durch steigende Lieferungen nach Thailand und Philippinen fast ausgeglichen.

China: Die Preise sind auf umgerechnet 5,00 €/kg gestiegen. Der Wechselkurs ist wieder etwas schwächer geworden. Mehrfache Freigaben staatlicher Vorratsbestände und staatlicher Druck auf die Großkonzerne auf überschwere Schweine zu verzichten, können die steigende Kursentwicklung nicht verhindern. In den Frühjahrsmonaten 2023 sollen bei steigenden Angebot und saisonüblich nachlassender Nachfrage die Preise geringer ausfallen.

Fazit: Gestiegene Lebenshaltungskosten und düstere Einkommensaussichten für die Herbst-/Winterperiode bremsen die Nachfrage der Verbraucher.

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ZMP Live Expertenmeinung

Trotz aller Probleme beim Fleischabsatz bleibt das Lebendangebot so niedrig, dass die Schlachtunternehmen stabile Preise zahlen, um an die im Inland verkaufbaren - im Regelfall höherwertigen Teilstücke zu bekommen. Probleme ergeben sich für die weniger begehrten Teile vom Schwein, die meistens im Ausland unter Preiszugeständnissen abgesetzt werden. 

Ein feiertagsbedingter Ausfall eines Schlachttages in der kommenden Woche hat angesichts niedriger Schlachtzahlen nicht mehr die große Bedeutung früherer Jahre. 

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