Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen liegen bei 732.413 (Vorwoche: 730.562). Die Schlachtgewichte liegen bei 97,9 kg (Vorwoche: 97,6 kg).
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 261.000 (Vorwoche: 258.800)
Die ISN-Auktion am Di, 26.08.2025 endete ohne Verkäufe.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 28.08.2025 bis 03.09.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 35. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 35. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 35. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise um 3 ct gefallen und liegen nun bei 1,96 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 35. KW 2025 unverändert bei 2,50 €/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 35. KW 2025 um 4 ct gefallen und liegt mit 2,19 €/kg nun niedriger.
USA/IOWA: bei einem Dollarkurs von 1,16 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 2,05 €/kg und sind damit leicht gestiegen. Die Preise für Fleischzuschnitte entwickelten sich hingegen uneinheitlich, mit leichten Schwächen in der Breite und wenigen festen Akzenten. Die Schlachtungen blieben hinter Vorwoche und Vorjahr zurück, was die Angebotslage tendenziell verknappt. Unterm Strich ergibt sich ein gemischtes Bild: fester Kassamarkt, wechselhafte Teilstücke und ein gedämpftes Schlachttempo.
Brasilien: Brasiliens Schweinemarkt wirkt in der laufenden Woche robust: Die Ausfuhren legten im August weiter zu, der Tagesdurchschnitt liegt über dem Vorjahr. Im Inland treiben knappe Lebendangebote die Preise, insbesondere aus São Paulo werden weitere Anhebungen gemeldet. Gleichzeitig modernisierte das Agrarministerium die Regeln für zertifizierte Zuchtbetriebe, was Verfahren vereinfacht und Kosten senken dürfte. Auf der Kostenseite sorgen zuletzt nachgebende Maispreise für Entlastung. Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,88 €/kg.
China: die Preise in China liegen aktuell bei 2,21 €/kg für den Frontmonat und zeugen von einem unverändert schwachem Marktumfeld. Saisonflaute und Sommerhitze trafen auf reichliches Angebot. Der Staat kündigte an, kurzfristig Schweinefleisch für die staatlichen Reserven zuzukaufen, um die Preise zu stützen.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich stabil bei ausgeglichenem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Schlachtunternehmen decken ihren Bedarf problemlos, Impulse aus dem Fleischmarkt bleiben weiterhin aus. Die saisonbedingte Nachfrageflaute dauert an, eine Belebung wird mit Monatsbeginn erwartet. Am Ferkelmarkt verläuft die Vermarktung stabil, wobei freie Partien etwas schwerer Platz finden. Die EU-Märkte zeigen ebenfalls überwiegend Seitwärtsbewegung, Ausnahmen bilden Spanien und Frankreich mit leichten Rücknahmen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die anhaltende Seitwärtsbewegung reflektiert die träge Sommerphase, jedoch stimmen stabile Schlachtzahlen und konstante Schlachtgewichte zuversichtlich. Ein saisonaler Aufschwung könnte mit dem Ende der Ferien einsetzen. Internationale Entwicklungen wie der rückläufige Schweinebestand in Österreich oder Exportzuwächse Großbritanniens unterstreichen die Bedeutung geopolitischer Faktoren. Im Ferkelmarkt bleibt das Angebot marktgerecht, allerdings ist die zögerliche Aufnahme freier Partien ein Indikator für Unsicherheit bei den Mästerplanungen.