28.
02.24
V-Preis steigt auf 2,20 €/kg

Schweine News, 28.02.2024

Bullish
  • anhaltend niedrige Schlachtzahlen
  • geringe Voranmeldungen
  • niedrige Kühlhausvorräte
  • zunehmende Bevorratung für die Grillsaison
Bearish
  • .

Deutschland:  V-Preis  2,20 €/kg (Spanne 2,15 – 2,20 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 728.675 Schweinen (Vorwoche 708.735) wieder etwas höher ausgefallen, die Schlachtgewichte sind mit 97,6 kg geringfügig gestiegen.

Die Voranmeldungen wurden mit  245.800 Schweinen (Vorwoche 246.500) unverändert niedrig angegeben. Das Lebendangebot bleibt knapp.

Die ISN-Auktion am Di, 27.Febr. 2024 brachte durchschnittlich 2,29 €/kg in einer Spanne von 2,27 – 2,32 €/kg.  

Der V-Preis ist für die Zeit vom 29.02.2024 bis 06.03. 2024 auf 2,20 €/kg in einer Spanne von         2,15 - 2,20 €/kg festgesetzt worden.  

ASP:  Mit Stand vom 16. Feb. 2024 wurden bisher 5.660 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg nachgewiesen. Im Jan.2024 wurden 13 ASP-Fälle im Bezirk Dresden gemeldet.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark sind in der 09. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,78 €/kg unverändert geblieben.  

In Belgien sind in der 09. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,03 €/kg ebenfalls unverändert geblieben.     

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 09. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,04 €/kg unverändert fortgesetzt.

In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 1,917 €/kg nochmals um +6 ct /kg gestiegen. Die Schlachtzahlen sind weiter auf 351.604 Schweine zurückgefallen bei einem Schlachtgewicht von 96,53 kg.  

In Italien sind die Notierungen in der 09. KW 2024 um +0,5 ct/kg wieder angehoben worden. Das Angebot bleibt bei verhaltener Nachfrage begrenzt.

In Spanien werden die Preise in der 09. KW 2024 mit vergleichbaren 2,24 €/kg um weitere +4 ct/kg erhöht. Das Lebendangebot ist bei begrenzten Absatzmöglichkeiten relativ knapp.  

In den USA/IOWA setzt sich der rasante Anstieg der Erzeugerpreise auf aktuelle 1,47 €/kg (+5ct/kg) weiter fort. Die Schlachtzahlen sind etwas größer geworden, aber die Nachfrage bleibt hoch. Die Teilstückepreise steigen überwiegend an. Die Terminkurse an der Chicagoer Börse notieren für den Liefermonat Apr.-24 bereits bei 1,76 €/kg. Die Sommermonate werden noch höher gehandelt.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt auf 1,55 €/kg zurückgefallen. Der Monat Febr. zeigt Absatzschwächen im Inland; die Unterstützung vom Exportgeschäft ist noch gering. Für das Jahr 2024 werden jedoch steigende Verkaufszahlen bei hohen Preisen erwartet.

China: Die Kurse haben sich nach kurzzeitigen Preisabstieg wieder auf 2,69 €/kg erholt. Für die nächsten Wochen und Monate ist üblicherweise mit einer schwachen Nachfrage zu rechnen. Der Monat Mai-2024 wird an der Dalian-Börse Kurse mit 2,52 €/kg gehandelt; der Jul.-24-Termin steht bei 2,70 €/kg. In 2024 soll die Inlandserzeugung kleiner ausfallen. Die Zahl der Sauen ist gesunken.

Fazit:  In den meisten EU-Ländern sind die Schweinepreise bisher den Vorgaben aus Deutschland gefolgt. Geringe Schlachtzahlen, kleinere Voranmeldungen, niedrige Kühlhausvorräte sowie eine stabile Nachfrage halten die Schweinepreise auf tendenziell steigenden Niveau.

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ZMP Live Expertenmeinung

Ein überwiegend knapp verfügbares Lebendangebot führt bei guter Nachfrage, niedrigen Kühlhausvorräten und zunehmender Bevorratung für die Grillsaison zu steigenden Preisen. Deutschland spielt im EU-Binnenmarkt die Vorreiterrolle, dem sich andere Länder nach und nach anschließen. Der Preisspielraum nach oben ist noch nicht ausgeschöpft.

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