28.
08.24
V-Preis unverändert

Schweine News, 28.08.2024

Bullish
  • mögliche Nachfragebelebung nach der Urlaubsphase
  • anhaltend niedriges Lebendangebot
Bearish
  • Niedrigpreiskonkurrenz in konkurrierenden Nachbarländern

Deutschland:V-Preis  2,00 €/kg (Spanne 2,00 – 2,05 €/kg)

Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 727.586 Schweinen (Vorwoche 705.846) größer geworden, die Schlachtgewichte mit 97,3 kg leicht gestiegen.

Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 261.300 (Vorwoche 262.300)

Die ISN-Auktion am Di, 27.08.2024 hat knapp 2,06 €/kg gebracht (2,055 – 2,06 €/kg)

Der V-Preis ist für die Zeit vom 29.08.2024 bis 04.09.2024 auf 2,00 €/kg in einer Spanne von         2,00 - 2,05 €/kg festgesetzt worden.

Schlachtschweinemarkt Deutschland

ASP:  Mit Stand vom 27. Aug. 2024 wurden bisher 5.977 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg, Hessen und Rheinland-Pfalz nachgewiesen. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 114 ASP infizierte Wildschweine gefunden worden. In 9 Betrieben mit Hausschweinen wurde ASP nachgewiesen und die Herden gekeult.

Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:

In Dänemark werden in der 35. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,58 €/kg um -5 ct/kg heruntergesetzt.

In Belgien bleiben in der 35. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,95 €/kg unverändert.

In den Niederlanden werden die Notierungen in der 35. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,90 €/kg konstant gehalten.

In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 2,08 €/kg um nochmalige -6 ct/kg zurückgesetzt. Die Schlachtzahlen sind wieder auf 345.000 gestiegen; die Schlachtgewichte geben mit 95,20 kg nach. Die Schulferien sind zu Ende gegangen; eine Absatzbelebung ist bisher nicht eingetreten. 

In Italien sind die Notierungen in der 35. KW 2024 nochmal um weitere +4 ct/kg gestiegen. Damit sind seit 7 Wochen die italienischen Schweinepreise um insgesamt 23 ct/kg gestiegen. Noch kommt Nachfrage aus der Urlaubssaison. ASP-Fälle mindern das Angebot.

In Spanien wird in der 35. KW 2024 mit 2,35 €/kg der Preis um -3 ct/kg gesenkt. Die Urlaubssaison sorgt zwar für hohen Inlandsabsatz, aber das hohe Preisniveau bremst den Export bei einem Selbstversorgungsgrad von rd. 200 %.

In den USA/IOWA wurden die Erzeugerpreise auf 1,59 €/kg um -4 ct/kg niedriger angesetzt. Der schwächere Dollarkurs hat dabei etwas mitgewirkt. Die Schlachtzahlen bewegen sich auf unverändert hohen Niveau. Die Kühlhausvorräte steigen langsam an. Die Grillartikel bleiben noch fest, andere Teilstücke haben stark nachgegeben. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen nur noch bei durchschnittlich 1,55 €/kg.

Brasilien: Die Erzeugerpreise sind bei umgerechnet 1,85 €/kg stehen geblieben. Die Inlandspreise haben zwar zugelegt, aber der schwache Währungskurs hat den Anstieg wieder ausgeglichen.  Das Lebendangebot reicht nur knapp aus, die stabile Inlandsnachfrage und das flott laufende Exportgeschäft (+35 % im Juli/Aug.) zu beliefern. 

China: Die Kurse sind weiter auf 3,54 €/kg gestiegen. Das staatlich gewollt reduzierte Angebot trifft auf eine saisonal ansteigende Nachfrage. Begrenzte Importsteigerungen bestehen überwiegend aus billigen Nebenprodukten. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Preise um 2,99 €/kg gehandelt. Im Mrz.2025 werden jedoch nur noch Kurse von 2,55 €/kg notiert. China führt mittlerweile fast doppelt so viel Rindfleisch als Schweinefleisch ein. 

Fazit: In Anbetracht der Preissenkungen in den benachbarten EU-Mitgliedstaaten (Ausnahme Italien) ist die stabile Preisentwicklung in Deutschland schon als Besonderheit anzusehen. Es bleibt die Hoffnung, dass mit dem Ende der Ferien/Urlaubszeit die Nachfrage günstiger ausfallen könnte und der Preisdruck abnimmt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die Erwartung auf Preisbesserung mit dem Auslaufen der Urlaubszeitspanne hat sich bisher nicht erfüllt. Die Niedrigpreissignale in den konkurrierenden Nachbarländern bremsen jede Preisanhebung hierzulande aus. Bei anhaltend niedrigen Lebendangebot bleiben die Notierungen mindestens stabil. 

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