Deutschland:V-Preis 1,72 €/kg (Spanne 1,72 – 1,72 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 664.593 Schweinen (Vorwoche 660.160) etwas größer ausgefallen, die Schlachtgewichte bleiben mit 99,9 kg immer noch überdurchschnittlich.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen (Vorwoche 373.500)
Die ISN-Auktion am Di, 28.01.2025 ist ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 30.01.2025 bis 05.02.2025 auf 1,72 €/kg in einer Spanne von 1,72 – 1,72 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind bisher zusammen 937 ASP (+106 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Rheinland-Pfalz hat sich die Lage beruhigt.
MKS: Bisher keine weiteren Befunde, aber Eintragsursache bleibt ungeklärt.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 06. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,47 €/kg um -3 ct /kg zurückgesetzt.
In Belgien werden in der 06. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,70 €/kg unverändert beibehalten.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 06. KW 2025 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,67 €/kg unwesentlich verändert.
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,87 €/kg unverändert beibehalten. Die Schlachtzahlen sind mit 361.000 wieder auf Durchschnittswerte zurückgefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 98,2 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 06. KW 2025 mit 1,67 €/kg nochmal um -1 ct/kg gesenkt worden. Das Angebot fällt für die Nachfrage ausreichend hoch aus.
In Spanien wird in der 06. KW 2025 mit 2,03 €/kg der Preis unverändert beibehalten. Das Lebendangebot hält sich in Grenzen; das Exportgeschäft zieht ein wenig an.
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise nach schwachen Jahresstart auf 1,78 €/kg stark befestigt. Die Schlachtzahlen sind wieder gestiegen. Die Teilstückpreise bewegen sich uneinheitlich. Die Terminkurse für den Frontmonat Febr.-25 sind wieder auf 1,72 €/kg zurückgefallen. Die Sommermonate 2025 notieren jedoch zwischen 1,95 bis 1,98 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise haben sich bei 1,69 €/kg (+3 ct/kg) gefestigt. Ausschlaggebend ist die stärkere Währung. Die zurückliegende wochenlange Hochpreisphase von 1,80 €/kg wird nicht mehr erreicht. Für 2025 wird zwischenzeitlich von einer etwas moderateren Produktionssteigerung von +1,8 % und einer Exportzunahme von +6,6 % ausgegangen.
China: Die Kurse sind wieder auf 2,90 €/kg zurückgefallen. Die angelaufene Neujahrsfestwoche wird vorerst keine neuen Notierungen liefern. Nach den Festtagen wird üblicherweise mit rapide fallenden Kursen gerechnet. Der Monat Mrz.-2025 wird an der Dalian-Börse mit 2,30 €/kg notiert, erst in den Sommermonaten sind wieder Preissteigerungen zu erwarten. Die Schweinefleischerzeugung 2024 ist bei fallender Stückzahl aber höheren Schlachtgewichten nur um -1,5 % zurückgegangen. Für 2025 werden zurzeit noch widersprechende Meinungen geäußert.
Fazit: Ein Angebotsstau nach den Feiertagen, eine nachweihnachtliche Absatzschwäche und die Schreckensmeldung über den MKS-Ausbruch halten die Preise unter Druck. Das Ausmaß ist jedoch noch nicht zu übersehen und hängt von der weiteren Entwicklung und Handhabung der MKS ab. Weitere Preisabstriche werden jedoch nicht mehr erwartet.
ZMP Live Expertenmeinung
Wiederholt unveränderte Notierungen signalisieren, dass sich die Preisschwäche entspannt. Der MKS-Schock hat bisher keine Verschärfungen der Marktlage geliefert. Der Angebotsstau um den Jahreswechsel und die verhaltene Nachfragestimmung in den ersten Jahreswochen klingen ebenfalls ab.