Deutschland:V-Preis 2,20 €/kg (Spanne 2,20 – 2,25 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd. 630.090 Schweinen (Vorwoche 739.800) feiertagsbedingt kleiner ausgefallen, die Schlachtgewichte lagen mit 97,8 kg etwashöher.
Die Voranmeldungen fallen mit 259.200 Schweinen (Vorwoche 258.000) fast gleich hoch aus.
Die ISN-Auktion am Di, 28. Mai 2024 brachte durchschnittlich 2,30 €/kg in einer Spanne von 2,295 – 2,305 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 30.05.2024 bis 05.06. 2024 auf 2,20 €/kg in einer Spanne von 2,20 - 2,25 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: Mit Stand vom 28. Mai 2024 wurden bisher 5.706 ASP infizierte Wildschweine in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg nachgewiesen. Im Apr 2024 sind 21 Fälle gemeldet worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 22. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,77 €/kg unverändert beibehalten worden.
In Belgien sind in der 22. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 2,10 €/kg unverändert geblieben.
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 22. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 2,12 €/kg um 31 ct/kg höher ausfallen.
In Frankreich/Bretagne sind die Preise mit 2,00 €/kg unverändert geblieben. Die Schlachtzahlen sind feiertagsbedingt auf 307.250 gefallen; die Schlachtgewichte liegen bei 96,91 kg.
In Italien sind die Notierungen in der 22. KW 2024 nochmal um -3 ct/kg gesenkt worden. Noch immer schreckt die zunehmende ASP-Epidemie Käufer ab.
In Spanien werden die Preise in der 22. KW 2024 mit vergleichbaren 2,35 €/kg weiter unverändert beibehalten. Die Schlachtkapazitäten sind zwar nicht ausgelastet, aber der Fleischabsatz ist schwierig.
In den USA/IOWA sind die Erzeugerpreise auf aktuelle 1,80 €/kg gefallen. Die Schlachtzahlen sind feiertagsbedingt gefallen. Die Teilstückepreise bleiben jedoch fest.Das erreichte hohe Preisniveau hemmt den Absatz im In- und Ausland. Für die sommerliche Grillsaison werden Börsenkurse von 2,14 €/kg gehandelt.Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen nur noch bei durchschnittlich 1,65 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind im Durchschnitt auf 1,53 €/kg gefallen. Überschwemmungen in Rio Grande do Sul behindern Schlachtunternehmen beim Bezugs- und Absatzgeschäft. Knapp 15.000 Schweine sind ums Leben gekommen.
China: Die Kurse haben sich weiter auf 2,63 €/kg stabilisiert. Das nachlassende Angebot infolge des vorangegangenen Bestandsabbaus nimmt den Druck aus dem Markt. Der Monat Sep-2024 wird an der Dalian-Börse Kurse bereits mit 3,15 €/kg gehandelt. Dieses Preisniveau soll bis in den Jan.2025 anhalten. Das systematisch reduzierte Angebot trifft auf eine saisontypisch steigende Nachfrage.
Fazit: Das verringerte Lebendangebot und die geringen Kühlhausvorräte sind immer noch ausreichend, die Fleischnachfrage zu konstanten Preisen zu bedienen. Dennoch besteht die Erwartung, dass in der nächsten Zeit Preiserhöhungen angesichts zunehmender Grillaktivitäten und der Fußball-EM möglich werden.
ZMP Live Expertenmeinung
Trotz bisher enttäuschender Preisentwicklung bleiben die Erwartungen auf Preissteigerungen in nächster Zeit unbeirrt hoch. Volle Schlachtwochen , zunehmende Grillaktivitäten und die Fußball-EM sollten für die notwendige Nachfragebelebung sorgen.