Deutschland: V-Preis 1,40 €/kg (Spanne 1,40 - 1,50 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen lagen bei 711.615 (Vorwoche 704.705) und die Schlachtgewichte bei 97,1 kg. In der Vorwoche lagen sie bei 97,0 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 244.200 (Vorwoche 242.900)
Die ISN-Auktion am Di, 28.07.2026 erzielte ein Ergebnis von 1,47 €/kg in einer Spanne von 1,46 – 1,475 €/kg.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 30.07.2026 bis 05.08.2026 auf 1,40 €/kg in einer Spanne von 1,40 – 1,50 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 31. KW 2026 die vergleichbar gerechneten Preise um 2 ct gefallenund liegen bei 1,00 €/kg.
In Belgien sind die Preise in der 31. KW 2026 gleich geblieben und liegen bei 1,36 €/kg.
In den Niederlanden sind die Notierungen in der 31. KW 2026 gleich geblieben und liegen bei 1,27 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 31. KW 2026 gestiegen um 2 ct und liegen bei 1,70 €/kg.
In Italien sind die Notierungen in der 31. KW im Vergleich zur Vorwoche gestiegen um 3 ct und liegen bei 2,00 €/kg.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 31. KW 2026 gleich geblieben und liegen bei 1,69 €/kg.
USA: Bei einem Dollarkurs von 1,14 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,95 €/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Der US-Schweinemarkt zeigte sich in der vergangenen Woche insgesamt stabil, wobei eine rege Nachfrage nach Schweinefleisch auf ein saisonal ausreichendes Angebot traf. Besonders die Exportaussichten blieben positiv, da wichtige Absatzmärkte weiterhin kontinuierlich US-Ware nachfragten und damit den Markt stützten. Gleichzeitig rückten die Auswirkungen der sommerlichen Hitze in den Fokus, da hohe Temperaturen die täglichen Zunahmen der Mastschweine begrenzen und das Schlachtangebot in den kommenden Wochen beeinflussen könnten. Zusätzliche Aufmerksamkeit galt der Tiergesundheit und den anhaltenden Vorsichtsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest, die für die exportorientierte Branche von großer Bedeutung bleiben. Insgesamt überwiegt am US-Schweinemarkt derzeit eine vorsichtig optimistische Stimmung, auch wenn Wetterentwicklung, Exportgeschäft und das saisonale Schlachtaufkommen die weitere Marktrichtung maßgeblich bestimmen werden.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,12 €/kg und sind im Vergleich zur Vorwoche währungsbereinigt leicht gesunken. Der brasilianische Schweinemarkt zeigte sich in der vergangenen Woche insgesamt stabil bis freundlich. Vor allem das anhaltend Exportgeschäft, insbesondere nach Asien und auf weitere internationale Absatzmärkte, sorgte für eine gute Auslastung der Schlachtunternehmen und stützte den Markt. Gleichzeitig blieb die Inlandsnachfrage trotz des Monatsendes auf einem soliden Niveau, sodass Angebot und Nachfrage weitgehend ausgeglichen waren. Entlastend wirkten zudem die weiterhin günstigen Futterkosten infolge einer sehr guten Maisernte und einer komfortablen Sojaversorgung, wodurch die Produktionsbedingungen für die Mäster attraktiv bleiben. Marktbeobachter gehen deshalb davon aus, dass der brasilianische Schweinesektor seine internationale Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Wochen weiter behaupten kann.
China: Die Preise in China sind in der letzten Woche währungsbereinigt leicht gefallen und liegen bei umgerechnet 1,89 €/kg am Spotmarkt. Der chinesische Schweinemarkt stand in der vergangenen Woche weiterhin unter dem Einfluss eines hohen Lebendangebots, da viele Betriebe ihre Vermarktung trotz rückläufiger Margen fortsetzten. Gleichzeitig blieb die Fleischnachfrage saisonbedingt verhalten, wobei die anhaltend hohen Temperaturen den Konsum zusätzlich bremsten und den Markt unter Druck hielten. Marktteilnehmer rechnen jedoch mit einer schrittweisen Belebung im August, wenn sich das Konsumverhalten mit dem Ende der Sommerhitze und den Vorbereitungen auf die Feiertagssaison verbessert. Unterstützend wirken zudem sinkende Futtermittelkosten sowie staatliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Schweinemarktes und zur Vermeidung größerer Preisschwankungen. Insgesamt befindet sich der chinesische Schweinemarkt damit in einer Übergangsphase, in der ein reichliches Angebot auf eine noch zurückhaltende Nachfrage trifft, während auf eine saisonale Erholung in den kommenden Wochen gehofft wird.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigte sich in der vergangenen Woche durchgehend ausgeglichen. Das saisonal und hitzebedingt geringe Lebendangebot traf auf eine ruhige, zuletzt aber leicht belebte Fleischnachfrage. Die Vermarktung verlief reibungslos und der Markt blieb stabil. Auch am Ferkelmarkt herrschte ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei einer wieder etwas lebhafteren Kaufbereitschaft. Schlachtzahlen stiegen leicht an, während die Schlachtgewichte auf niedrigem Niveau blieben. Insgesamt präsentierte sich der Markt trotz Ferienzeit in einer stabilen Verfassung.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Markt hat nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen eine stabile Balance gefunden. Das knappe Lebendangebot wirkt weiterhin stützend, während sich das Fleischgeschäft langsam verbessert. Risiken bestehen durch den anhaltenden Wettbewerbsdruck auf den Exportmärkten und das hohe Angebot spanischer Ware innerhalb der EU. Gleichzeitig könnten die steigende Nachfrage aus Südkorea und Vietnam sowie sinkende Schlachtgewichte den Markt weiter stabilisieren. Kurzfristig spricht vieles für eine Fortsetzung der ausgeglichenen Marktlage.