Deutschland: V-Preis 1,70 €/kg (Spanne 1,70 - 1,70 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen wurden noch nicht veröffentlicht (Vorwoche: 751.250) Auch die Schlachtgewichte stehen noch aus. In der Vorwoche lagen sie bei 98,8 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 280.300 (Vorwoche: 287.900)
Die ISN-Auktion am Di, 28.10.2025 verlief ohne Einigung beim Handel.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 30.10.2025 bis 05.11.2025auf 1,70 €/kg in einer Spanne von 1,70 – 1,70 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 44. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise unverändert und ist bei 1,63 €/kg geblieben.
In Belgien gibt es in der 44. KW 2025 einen Anstieg um 1 ct. Somit liegt der Preis bei 1,48 €/kg.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 44. KW 2025 unverändertund liegen bei 1,58 €/kg.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise in der 44. KW unverändert bei 1,72 €/kg geblieben.
In Italien sind die Notierungen in der 44. KW 2025 um 5 ct auf 2,51 €/kg gefallen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 44. KW 2025 um 3 ct gefallen und liegt mit 1,83 €/kg nun niedriger.
USA: bei einem Dollarkurs von 1,16 $ = 1,00 € liegen die Erzeugerpreise derzeit bei etwa 1,67€/kg und sind damit im Vergleich zur Vorwoche um etwa 3 ct gefallen. In der vergangenen Woche zeigte sich der US-Schweinemarkt saisonal bedingt leicht schwächer. Die Schlachtschweinepreise gaben nach, während Ferkel weiterhin sehr gefragt waren. Die wöchentlichen Schlachtzahlen blieben nahezu unverändert, jedoch deuten neue Bestandszahlen auf eine rückläufige Versorgung in den kommenden Monaten hin. Am Großhandelsmarkt bewegten sich die Schweinefleischpreise uneinheitlich, mit fester Nachfrage bei Schinken und schwächerer Entwicklung bei anderen Teilstücken. Der Exportmarkt blieb verhalten, vor allem durch ein Überangebot in China mit entsprechend geringem Importbedarf.
Brasilien: Die aktuellen Erzeugerpreise liegen bei umgerechnet 1,79 €/kg und haben ihr Niveau der Vorwoche nahezu gehalten. Der brasilianische Schweinemarkt zeigte sich in der letzten Oktoberwoche stabil, obwohl die Inlandsnachfrage schwach blieb und die Erzeuger unter steigenden Futterkosten litten. Die Produktion bewegt sich auf Rekordniveau, mit einem erwarteten Jahreshoch bei Menge und Schlachtzahlen. Besonders stark entwickelten sich die Exporte, die im Oktober deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Die Philippinen haben sich dabei zum wichtigsten Abnehmer vor China entwickelt. Neue Handelsabkommen, etwa mit Malaysia, sowie Brasiliens Tierseuchenfreiheit stärken die internationale Nachfrage. Insgesamt bleibt der Markt dynamisch und wachstumsorientiert, getragen vor allem vom florierenden Außenhandel.
China: die Preise in China haben in der letzten Woche erneut nachgegeben und liegen bei umgerechnet 1,96 €/kg am Spotmarkt. Dies markiert ein erneutes Tief, allerdings halten sich die Abschläge mittlerweile in Grenzen, was darauf hindeutet, dass sich das Preisniveau stabilisiert. Viele Mastbetriebe verkaufen momentan aus wirtschaftlicher Notlage heraus vermehrt schwere Tiere und Zuchtsauen, was den Markt belastet. Die politische Lage beeinflusst den Markt erheblich, vor allem durch die chinesischen Strafzölle auf Schweinefleisch aus der EU. Dies führt nun scheinbar zu einer ersten Stabilisierung des chinesischen Preises auf einem dennoch sehr niedrigen Niveau.
Fazit
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der Berichtswoche stabil bei ausgeglichenem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Feiertagsbedingte Verschiebungen führten regional zu kurzfristigen Vermarktungsengpässen, die jedoch keinen marktrelevanten Einfluss hatten. Die Ferkelvermarktung verläuft zunehmend flüssiger, wobei sich das Kaufinteresse belebt. Der Fleischmarkt bleibt in ruhigem Fahrwasser mit wenig Impulsen aus dem In- und Ausland. Die Schlachtzahlen liegen leicht unter Vorjahr, die Schlachtgewichte bleiben konstant.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Marktlage bleibt stabil, doch strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen. Zwar ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen gut steuerbar und die Nachfrage auf aktuellem Niveau ausreichend, jedoch bleibt die Fleischvermarktung hinter den Erwartungen zurück. Positive Impulse kommen vom wieder geöffneten Exportmarkt Südkorea, der insbesondere für Bauchware relevant ist. Im EU-Binnenhandel dominieren weiterhin stabile bis schwache Notierungen, während spanische Anbieter mit Absatzproblemen kämpfen. Der Ferkelmarkt entspannt sich, was auf eine verbesserte Perspektive in der Mast hinweist. Entscheidende Impulse werden nun vom Weihnachtsgeschäft erwartet.