Deutschland: V-Preis 1,95 €/kg (Spanne 1,95 - 2,00 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind noch nicht veröffentlicht worden (Vorwoche: 698.859). Die Schlachtgewichte lagen in der Vorwoche bei: 97,2 kg.
Die Voranmeldungen für die laufende Woche betragen 251.600 (Vorwoche: 250.500)
Die ISN-Auktion am Di, 29.07.2025 hat ein Ergebnis von 2,02 €/kg in einer Spanne von 2,01 – 2,04 €/kg geliefert.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 31.07.2025 bis 06.08.2025auf 1,95 €/kg in einer Spanne von 1,95 – 2,00 €/kg festgesetzt worden.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark sind in der 31. KW 2025 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,90 €/kg unverändert.
In Belgien gibt es in der 31. KW 2025 keine Änderung. Der Preis bleibt somit bei 1,75 €/kg gesenkt.
In den Niederlanden bleiben die Notierungen in der 31. KW 2025 mit 1,89 €/kg unverändert.
In Frankreich/Bretagne sind die vergleichbaren Preise mit 2,08 €/kg gleichgeblieben.
In Italien sind die Notierungen in der 31. KW 2025 auf 2,45 €/kg gestiegen.
In Spanien ist der vergleichbare Preis in der 31. KW 2025 um 2 ct gefallen und liegt mit 2,33 €/kg nun niedriger.
ASP:
Hessen stellt finanzielle Nothilfen für betroffene Betriebe bereit. Die Unterstützungsleistungen können bis zu 80 % der entstandenen Schäden abdecken, maximal jedoch 250.000 €. Voraussetzung ist u. a. ein Gutachten zur Existenzgefährdung durch einen vereidigten Sachverständigen. Anträge müssen bis spätestens 30. Oktober 2025 digital bei den zuständigen Stellen eingereicht werden.
Fazit: Der Schlachtschweinemarkt bleibt in der letzten Juliwoche 2025 weitgehend stabil. Angebot und Nachfrage befinden sich im Gleichgewicht, die Vermarktung schlachtreifer Tiere verläuft kontinuierlich. Trotz Urlaubszeit und ruhigem Fleischhandel bleibt das Kaufinteresse der Schlachtunternehmen erhalten. Der Ferkelmarkt zeigt sich gespalten: Während in Deutschland stabile Preise dominieren, steht der niederländische Markt unter Druck – auch bedingt durch einen historisch niedrigen Schweinebestand und rückläufige Exportzahlen. In Italien hingegen sorgen ein geringes Lebendangebot und die touristische Nachfrage für leichte Preisimpulse – im Gegensatz zum rückläufigen Trend in Spanien.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Marktlage am europäischen Schweinemarkt bleibt weiterhin stabil, getragen von einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Kurzfristig ist keine Trendwende zu erwarten, da sowohl die Schlachtzahlen als auch die Preisnotierungen auf einem konstanten Niveau verharren. Langfristig jedoch könnten strukturelle Veränderungen wie der drastische Bestandsrückgang in der niederländischen Ferkelproduktion zu einer Verknappung des Lebendangebots führen und einen potenziellen Aufwärtsdruck auf die Preise auslösen. Gleichzeitig deutet der leichte Anstieg der EU-Exporte in Drittländer sowie stabile Nachfrageimpulse aus Asien auf eine schrittweise Erholung hin. Mittelfristig könnten also steigende Preise und ein festerer Marktverlauf resultieren – vorausgesetzt, geopolitische Risiken und globale Nachfrageentwicklungen bleiben konstant.