Deutschland:V-Preis 1,92 €/kg (Spanne 1,92 – 1,92 €/kg)
Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit 763.768 Schweinen (Vorwoche 757.330) weiter gestiegen, die Schlachtgewichte mit 98,3 kg haben etwas nachgegeben.
Die Voranmeldungen für die lfd. Woche betragen 275.350 (Vorwoche 273.800).
Die ISN-Auktion am Di, 29.10.2024 ist zum wiederholten Male ausgefallen.
Der V-Preis ist für die Zeit vom 31.10.2024 bis 04.11.2024 auf 1,92 €/kg in einer Spanne von 1,92 – 1,92 €/kg festgesetzt worden.
Schlachtschweinemarkt Deutschland
ASP: In Hessen und Rheinland-Pfalz sind zwischenzeitlich 340 ASP (+15 zur Vorwoche) infizierte Wildschweine gefunden worden. In Bad.-Württemberg wurde bisher 1 infiziertes Wildschwein bestätigt.
Markt- und Preisentwicklung in ausgewählten Konkurrenzländern:
In Dänemark werden in der 44. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise mit 1,63 €/kg wiederholt unverändert beibehalten. Der Selbstversorgungsgrad (SVG) liegt knapp unter 600 %
In Belgien werden in der 44. KW 2024 die vergleichbar gerechneten Preise von 1,91 €/kg um weitere -6 ct/kg niedriger angesetzt. (SVG 200 %)
In den Niederlanden werden die Notierungen in der 44. KW 2024 mit vergleichbar gerechneten Preisen von 1,85 €/kg um -7 ct/kg zurückgesetzt. (SVG 280 %)
In Frankreich/Bretagne werden die vergleichbaren Preise mit 1,88 €/kg um -1 ct/kg gesenkt. Die Schlachtzahlen sind auf 362.277 leicht zurückgegangen; die Schlachtgewichte sind mit 96,95 kg stabil geblieben. Der Absatz bleibt schwierig. (SVG 110 %)
In Italien sind die Notierungen in der 44. KW 2024 unverändert geblieben. Möglicherweise endet damit eine 14-wöchige Preissteigerung um 55 ct/kg. Der italienische Markt mit fallenden 60 % SVG muß mit steigenden Importen ausgeglichen werden.
In Spanien wird in der 44. KW 2024 mit 2,08 €/kg der Preis um nochmalige -3 ct/kg gesenkt. Das Lebendangebot steigt. Das Absatzgeschäft im In- und Ausland wird durch das hohe Preisniveau spürbar eingeschränkt. Der SVG liegt bei rd. 200 %
In den USA/IOWA haben sich die Erzeugerpreise auf 1,67 €/kg deutlich erhöht. Die Preise für die lebhaft gefragte Verarbeitungsware sind mitgestiegen. Die Schlachtzahlen bleiben auf hohem Niveau. Die Terminkurse für den Dez.-24 liegen bei durchschnittlich 1,60 €/kg.
Brasilien: Die Erzeugerpreise sind nochmal auf 1,94 €/kg gestiegen. Ausschlaggebend waren die Erhöhungen in heimischer Währung. Der Wechselkurs hat sich unwesentlich verändert.
China: Die Kurse sind mit 3,16 €/kg ein wenig gestiegen. Das Angebot reicht für eine leicht anziehende Nachfrage gerade aus. Der Monat Nov-2024 wird an der Dalian-Börse mit Kursen um 2,90 €/kg gehandelt. Für die Frühjahrsmonate 2025 werden jedoch nur noch Kurse um 2,43 €/kg notiert.
Fazit: Die saisonal übliche Steigerung des Lebendangebots im letzten Vierteljahr 2024 drückt bei begrenzter Nachfrage auf die Preise. In den westlichen Nachbarstaaten wurden die Preise ebenfalls zurückgenommen. Hoffnungen richten sich auf das Vorweihnachtsgeschäft.
Mit Ausnahme Italiens gibt das durchschnittliche Preisniveau in der EU überwiegend nach.
ZMP Live Expertenmeinung
Das langsame aber stetig wachsende Lebendangebot überfordert das begrenzte Absatzpotenzial. Die Preise stehen daher unter Druck, konnten aber nochmal gehalten werden.
Erwartungen richten sich zunehmend auf das Vorweihnachtsgeschäft mit steigenden Absatzmöglichkeiten. Hoffentlich machen weiter steigende Angebotsmengen das mögliche Preisstabilisierungspotenzial nicht zunichte.