08.
05.14
Fehlendes Grillwetter hält Preise auf unverändertem Niveau zurück

Pigs-Cockpit, 2014-05-08

Bullish
  • Noch fehlt das passende Wetter für das saisonale Grillabsatzpotenzial
  • gemäßigte Schlachtzahlen
  • Bescheidene Erwartungen an kleine Absatzchancen in Drittländer wegen US-Ausfalls
  • Noch nicht begrabene Hoffnungen auf Russlandexport
Bearish
  • Grillabsatzmengen im Inland bleiben hinter den Erwartungen zurück
  • Drittlandsexport auf unzureichendem Niveau

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Schweinepreise  in Deutschland unverändert  von Do, 08.05. bis Mi, 14.05. (19./20.KW)

Die ISN-Internetbörse am Mo, 05. Mai 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,69 €/kg (+ 0,02 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,66 bis 1,71 €/kg geführt. Sämtliche  2.850 angebotenen Schweine wurden verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Hoffnungen auf weiter steigenden Absatz mit zugehörigen Preisen nach den Feiertagswochen wurden infolge der ungünstigen Witterungsentwicklung nicht erfüllt. Auch die niedrigen Schlachtzahlen haben die Kurse nicht beflügeln können.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise blieben auch in der 19. KW unverändert. Die Schlachtzahlen bleiben weiter um  - 4 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 20. KW (08. bis 14. Mai) bleibt der Basispreis  unverändert, aber schwere Schweine erhalten kleine Abschläge.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (05. Mai 14) – 1,5 ct/kg  bei leicht geringeren Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (08. Mai 14) wurden  - 2,9  ct/kg weniger bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind  wieder größer ausgefallen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 19. KW  überwiegend unverändert gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 20. KW sollen  unverändert bleiben

Belgien: Die Schweinepreise in der 19. KW  wurden um + 1 ct/kg  gesteigert.  Die Schlachtzahlen sind nach den feiertagsbedingten Rückgängen wieder angestiegen. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 20. KW    bleiben unverändert

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten beiden Wochenunterhalb der 1 Mio. Stück-Marke (siehe Tabelle oben) geblieben.

Für die kommende Periode von Donnerstag 08. bis Mittwoch 14. Mai. (19./20. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,60  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,60 bis 1,65 €/kg unverändert beibehalten.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Durchschnittsbereich (siehe Tabelle oben).

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 18./19. KW blieb unverändert. Die Notierung für die kommende 19./20. KW (08. bis 14.05. 2014)  bleibt  ebenfalls  unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (08. Mai 2014) bleiben unverändert  (ct/kg)

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 19. KW  am Montag (05.05.) in Milano  um 0 ct/kg, in Modena um – 3,5 ct/kg, am Dienstag (06.05.) in Reggio Emilia von +2 bis - 4 ct/kg notiert, am Mittwoch (07.05.) in Cremona um   + 2 bis  - 3  ct/kg gehandelt. Preisrückgänge konzentrieren sich auf schwere Schweine. Die gemeldeten Schlachtzahlen sind nach den kräftigen Steigerungen der Vorwochen um den Monatswechsel (April/Mai) wieder deutlich zurückgegangen.

Das Grillwetter lässt auf sich warten. Erinnerungen an das Vorjahr werden geweckt. Die reduzierten Schlachtmengen reichen für den Absatz aus. Im Verarbeitungssektor bleibt die Nachfrage gemessen am Angebot zu schwach. Es fehlen weiterhin ausreichende Exportmöglichkeiten in Drittländer. Kleine Lichtblicke sind die steigenden Verkaufszahlen in viele kleine Importländer. Möglicherweise bieten die Exportausfälle in den USA in den nächsten Monaten größere Absatzchancen. Die Hoffnungen auf russische Importe sind noch nicht aufgegeben: Dänemark macht mobil!

Die hohen US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs bleiben bis in die  Sommermonate  2014 auf hohem Seitwärtsniveau von umgerechnet über 2  €/kg SG. Überraschenderweise sind die US-Exportzahlen noch gestiegen. Die Begründung wird in den Bevorratungsaktionen der Importländer gesehen. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden ab jetzt weiter steigen und ihren Höhepunkt im Juli/August 2014 erreichen.

Chinesische Schweinepreise bleiben zwischen 1,65 bis 1,70 €/kg niedrig - gemessen an einem Durchschnittsniveau von rd. 2,40 €/kg. Die chinesischen Interventionskäufe haben bislang wenig Wirkung gezeigt. Infolge der hohen Wirtschaftlichkeitsverluste werden Sauen in starkem Maß geschlachtet. Das erhöht vorübergehend das Fleischangebot. Die Importnachfrage hat spürbar nachgelassen. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU um 40 % gestiegen. Es fehlen beachtliche Mengen an  Rohstoff für die Wurstherstellung. Mit Datum vom 5. Mai 2014 liegen die Erzeugerpreise bei 3,22 €/kg.

Brasilianische Schweinepreise bleiben bei regionalen Unterschieden auf durchschnittlichen 1,50 €/kg.

Fehlendes Grillwetter hält Preise auf unverändertem Niveau zurück

Schweine-Aktualisieren,

UpDate vom Mo 12.05. 2014:

Ergebnis der ISN-Schweinbörse:  Durchschnitt 1,69 €/kg (unverändert),  allerdings 520 Schweine bzw 15 % Überstand

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ZMP Live Expertenmeinung

Kurzfristig sind die Absatzchancen im Inland durch die ungünstige Witterungsentwicklung gehemmt. Kleine Lichtblicke im Drittlandsgeschäft mit kleinen Importstaaten lassen die Erwartung reifen, dass weitere Absatzsteigerungen möglich sind, wenn die US-Lieferungen PEDv-bedingt in den Sommermonaten weiter zurückgehen. Auch die Hoffnung auf wieder zugelassene russische Importe ist noch nicht aufgegeben. Weltweit wird das Angebot an Schweinefleisch 2014 etwas schwächer ausfallen als ursprünglich geschätzt wurde.

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