01.
11.13
Nochmal drastischer Preisrückgang

Schweine-Cockpit, 01.11.2013

Bullish
  • Vorbereitungen des Weihnachtsgeschäftes im Verarbeitungsbereich
  • mögliche Exportbelebung durch Freigaben von Schlachtbetrieben der russischen Veterinärbehörde
  • fallender Eurokurs
Bearish
  • hohe Schlachtzahlen in Folge
  • Angebotsstau
  • verhaltene Nachfrage

Schweinepreise  (Stand 1. Nov. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 30. Okt. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,68 €/kg (-0,11) in einer Spanne von 1,66 bis 1,695 €/kg. Überstand 560 Tiere.

Für die kommende Woche bis zum 07. November 2013 wurde der Vereinigungspreis auf

 1,63 € je kg bzw. Indexpunkt  (-0,07 €/kg)

von der Notierungskommission festgelegt. Die Spannbreite lag zwischen 1,63 bis 1,65 €/kg.

Allgemeine Marktentwicklung:

Auf europäischer Ebene haben sich die Schweineschlachtungen gegenüber den Sommermonaten auf höherem Niveau eingependelt, bleiben nur wenig hinter den durchschnittlichen Vorjahreswerten zurück. Überall wurden die Notierungen heruntergefahren.

Aktuelle Marktlage:

Für die abgelaufene 44. Woche haben nach vorläufigen Ermittlungen die Schlachtzahlen in Dänemark um -1,7 % zugenommen. Die Auszahlungspreise für kommende Woche (45. KW) werden um umgerechnet rd. -3 ct /kg zurückgesetzt.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (44. KW) mehr Schweine angeboten und der Preis fiel um -1,5 ct/kg. Am  Donnerstagstermin (31. Okt) gingen die Lebendangebote um  rd. 5.700 Stück bzw. um -10 % zurück. Die ermittelten Durchschnittspreise gaben dennoch um -2,7 ct/kg nach.

In den Niederlanden wurden in der 43. KW (bis 25. Okt.-13) rd. 2.000 (-0,7 %) weniger Schlachtungen gezählt.  Die Kurse der Schlachtunternehmen gegenüber der Vorwoche gaben um 4 ct/kg nach.

In Belgien blieb in der 44. Kalenderwoche Angebot und Nachfrage weitgehend ausgeglichen an. Die Preise fielen um -4 ct je kg. Für die kommende (45. KW) Woche bis 10. Nov-13 sollen weitere -4 ct je kg weniger gezahlt werden.

Der in  Deutschland notierte V-Preis gab um -0,07 €/kg nach und wurde auf 1,63 €/Kg bzw. Indexpunkt festgelegt. Vor dem Hintergrund von Schlachtzahlen fortlaufend oberhalb der 1 Mio.-Stück-Marke in den letzten 5 Wochen haben sich bei verhaltener Nachfrage Überhangmengen angestaut, die zu den massiven Preisrückgang von 1,90 auf jetzt 1,63 €/kg beigetragen haben.

Der in  Österreich notierte Mastschweine-Basispreis wurde für die Woche vom 28.10. bis 03.11. 2013 (44 KW) um -0,05 ct/kg auf 1,60 €/kg heruntergesetzt.

Nach wie vor gibt es in den südlichen EU-Ländern immer noch Anpassungsschwierigkeiten. Spanien‘s Schweinepreise geben nochmal leicht um -1,2 ct je kg nach.

In (Ober-)Italien fielen in der abgelaufenen 44. Woche die Preise je nach Standort zwischen -2 und -7,5 ct/kg. Die Angebotsmengen fielen größer aus.

Die nächste Woche sollte ohne großen Marktdruck verlaufen. Auf der Nachfrageseite könnte sogar mit einer gewissen Belebung gerechnet werden, denn in den Verarbeitungsbetrieben beginnen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft. Möglicherweise werden weitere Schlacht- und Fleischbetriebe für den russischen Import freigegeben. Der wieder gefallene Eurokurs erleichtert die Voraussetzungen für ein sich belebendes Drittlandgeschäft.

Nochmal drastischer Preisrückgang

Schweine-Aktualisieren,

Update Di, 5. Nov.2013:

In der laufenden Woche vom 4.- 9. Nov.13 setzen sich die Preisreduzierungen in ganz Europa durch. In Holland verringern die Schlachtbetriebe ihre Kurse zwischen -5 und -7 ct/kg. In Oesterreich wird der Grundpreis dem deutschen Vorbild folgend um -7 ct /kg gesenkt. In Norditalien (Modena und Mailand) wurden am Mo, 04.11. zwischen -5 und -6 ct/kg gezahlt. Die Montagsauktion in Plerin (Bretagne) brachte -1,2 Ct je kg. Dänemark bleibt wie immer bei seinen angekündigten - 3 ct/kg.  Die voaussichtlichen Schlachtzahlen in Belgien bleiben fast unverändert.

Nicht offiziellen Meldungen zufolge soll einem großen westfälischen Schlachtunternehmen  der Import nach China aufgekündigt sein. Die fehlenden Absatzmengen dort werden im Inlandsgeschäft untergebracht und habe massiven Druck auf die Preise ausgeübt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Wiederanstieg hoher Schlachtzahlen oberhalb der 1 Mio. Stück-Marke in mehreren aufeinanderfolgenden Wochen hat die verhaltene Nachfrage in der Nachgrillsaison überfordert. Der sich entwickelnde Angebotsstau führte zu drastischen Preisminderungen. Für die kommenden Wochen sollte sich die Perspektive jedoch aufhellen. Vorbereitungen zum Weihnachtsgeschäft in der Verarbeitungsbranche sowie verbesserte Aussichten im Export bei fallenden Eurokurs und Freigaben von Schlacht-/Fleischbetrieben durch die russischen Zoll-/Veterinärbehörden liefern die Grundlage für besseren Erwartungen.

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