03.
04.14
Grillwetter sorgt für steigende Schweinepreise

Schweine-Cockpit, 03.04.2014

Bullish
  • Steigende Grillnachfrage beim Inlandsabsatz
  • Verhaltenes Lebendangebot
Bearish
  • immer noch unzureichender Drittlandsabsatz bei SVG > 100 %
  • schleppender Absatz bei Speckteilen

Deutsche Schweinepreise von Mi, 02.04. bis Di, 08.04. um 6 ct/kg höher.

Die ISN-Internetbörse am Mo, 31. März 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,65 €/kg (+ 0,02 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,62 bis 1,655 €/kg geführt. Von 2.830 angebotenen Schweinen wurden 720 bzw. 25,4 % nicht verkauft.

Die ISN-Internetauktion findet regelmäßig am Montag ab 13 Uhr statt;

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Anhaltendes Grillwetter gleicht den unzureichenden Export ein wenig aus. Die gezahlten Preise wurden in den Ländern unterschiedlich heraufgesetzt. Die Schlachtzahlen insgesamt fallen weiterhin gemessen an früheren Ergebnissen moderat aus. Der vorgezogene Termin zur V-Notierung in Deutschland setzt einige EU-Mitgliedstaaten unter Anpassungsdruck.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise blieben in der 14. KW unverändert. Die Schlachtzahlen bleiben zwar weiter um  -1,6 % hinter den Vorjahreswerten zurück, lagen jedoch um +4 % höher als in der Vorwoche. Für die kommende 15. KW bleibt der Preis ebenfalls unverändert.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (31. März 14) – 0,1 ct/kg  bei deutlich verringerten  Auftrieb und beim Donnerstagmarkt (03. April 14) +  5  ct/kg mehr bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich bleiben weiter hinter den Vorwochen zurück.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 14. KW  zwischen + 1 ct/kg bis  + 2 ct/kg gezahlt. Die Schlachtzahlen sind mit 275.000 rückläufig. Die Preise für die 15. KW folgen der deutschen Notierung mit überwiegend + 6 ct/kg

Belgien: Die Schweinepreise in der 13. KW  waren um 3 ct/kg herabgesetzt worden. Für die 14.KW reichte die Spannbreite von +1 ct/kg bis unverändert.  Die Schlachtzahlen fielen in der 13. KW um 3 % niedriger aus und bleiben für die laufende 14. KW weitgehend unverändert. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 15. KW steiegn um + 5 ct/kg.

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland fallen weiterhin moderat aus und lagen in der 13.KW bei rd. 1.026.540 Stück (Vorwoche 985.879)

Für die kommende Periode von Mittwoch 02.04. bis 08.04. (14./15. KW) wurde der Vereinigungspreis mit  1,61  € je kg bzw. Indexpunkt (+ 6 ct/kg) in einer Spanne von 1,60 bis 1,62 €/kg von der Notierungskommission angehoben.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bleiben weiter unter  Durchschnittsniveau.

Ab dem 02. April 2014 erfolgt die Notierung zum V-Preis regelmäßig mittwochs ab 14,00 Uhr.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 14. KW 2014 blieb unverändert. Die Notierung für die kommende 15. KW wird um 4 ct/kg angehoben

Die Schweinepreise in Spanien (03. April 2014) sind weiter um +  2 ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 14. KW  am Montag (31.03.) in Milano und Modena  unverändert, am Dienstag (25.03.) in Reggio Emilia um - 0,5 ct/kg, am Mi, (02. 04.) in Cremona undin Mantua (Do, 03.04.)unverändert .  Die gemeldeten Schlachtzahlen sind um 3,8 % gegenüber Vorwoche zurück geblieben.

Trotz unzureichenden Exportabsatzes infolge der russischen Importsperre sorgt  einladendes Grillwetter für einen spürbaren Nachfrageanstieg im Binnenmarkt.

Im internationalen Schweinefleischmarkt haben die US-Schweinezählungsergebnisse zu kontroversen Diskussionen geführt. Die Ferkelverluste wegen der PEDv wurden höher erwartet als die Meldezahlen ergeben haben. Die Börsennotierungen haben nach vorübergehendem Rückgang erst mal eine Seitwärts-Bewegung eingenommen. Aktuelle Börsennotierungen bewegen sich umgerechnet um die 2 € je kg ohne Berücksichtigung der MFA-Prozente. Konkrete Auswirkungen der PEDv auf das Schlachtangebot werden erst im Sommer erwartet. Die Vorratshaltung hat bereits eingesetzt.

Chinesische Schweinepreise bleiben auf dem für chinesische Verhältnisse sehr niedrigen Niveau von 1,70 bis 1,75 €/kg (Durchschnitt 2,40 €/kg), während russische Schweinepreise wieder die Größenordnung von 2,40 € je kg (knapp unter Durchschnitt) überschritten haben.

Im Gegensatz dazu liegen brasilianische Schweinepreise bei durchschnittlich 1,42 €/kg.

Grillwetter sorgt für steigende Schweinepreise
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ZMP Live Expertenmeinung

Freundliches Grillwetter sorgt für  Entlastung des Marktdrucks infolge der russischen Importsperre. Ein moderates Lebendangebot ist knapp bedarfsdeckend für die Grillnachfrage. Speckteile gehen nur zu fallenden Kursen. Die bange Frage lautet: wie lange hält der ungewöhnliche Grilleffekt im Monat April mit seinen launischen Wetterkapriolen an?

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