04.
06.14
Pfingstfest mit Grillwetter hebt Schweinepreise

Schweine-Cockpit, 04.06.2014

Bullish
  • Für Grillfleisch besteht Abatzpotenzial, wenn das Wetter mitspielt
  • Die Schlachtzahlen fallen erheblich niedriger aus
  • Mögliche Lockerung der russischen Importsperre weckt Hoffnungen
Bearish
  • Verarbeitungsware bleibt preisdrückendes Element.
  • Drittlandsabsatz nicht zufriedenstellend.

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

23./24 KW Do bis Mi

22./23.KW Do bis Mi

21./22. KW Do bis Mi

20./21. KW

Do bis Mi

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,71

1,68

1,68

1,60

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

224.700

231.100

229.600

227.700

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

23. KW

22. KW

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

878.453

958.440

933.570

935.029

935.023

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Di, 10.06.

Mo, 02. 06

Mo, 26.05.

Mo, 19.05

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

1,74 

1,72

1,71

1,72

1,67

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

19 % 

5,9 %

27,4 %

0

14,7 %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Höhere Schweinepreise für 23./24. KW   (Do, 02. bis Mi, 11. Juni)

Die ISN-Internetbörse am Mo, 02. Juni 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,72 €/kg (+0,01 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,695 bis 1,735 €/kg geführt. Von den 3.035 angebotenen Schweinen wurden 5,9 % nicht verkauft

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die anhaltend niedrigen deutschen Schlachtzahlen sind in den letzten 6 Wochen auf einen Durchschnittswert von 910.000 Stück gefallen. Das ist für die Auslastung der Schlachthaken zu wenig, daher rührt auch die gebietsweise starke Nachfrage nach Schweinen. Die Aussichten auf steigenden Absatz zum grillwettergünstigen Pfingstgeschäft haben auf der Absatzseite für Preisspielraum gesorgt. Grillware geht flott, aber der Rest ist kritisch. Auch der Pfingstmontag in der Berichtswoche (23./24. KW) bremsen höhere Preisausflüge aus.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 23. KW  um 2,7 ct/kg erhöht. Die Schlachtzahlen bleiben weiter mit  - 3,5 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 24. KW (09. bis 14. Juni) wird der Basispreis unverändert notiert.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (02.Juni 14) +0,5 ct/kg  bei deutlich niedrigeren Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (5. Juni 14) wurden   +0,9 ct/kg    bei steigenden Angebot bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind in der Vorwoche wieder geringer ausgefallen.

 Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 23. KW  + 1 bis + 3 ct /kg gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 24. KW sollen  um + 2 bis + 3 ct/kg    höher ausfallen

Belgien: Die Schweinepreise in der 23. KW  wurden von unverändert bis + 1 ct/kg bei verringertem Angebot notiert. Die Schlachtzahlen gehen feiertagsbedingt zurück. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 24. KW   um 2 ct/kg angehoben 

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten 5 Wochen in Folge deutlich unterhalb der 1 Mio. Stück-Marke geblieben.

Für die kommende Periode von Donnerstag 05. bis Mittwoch 11. Juni (23./24. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,71  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,68 bis 1,73 €/kg um +3 ct/kg  erhöht.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im unteren Bereich.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 22./23. KW wurde unverändert notiert. Die Notierung für die kommende 23./24. KW steigt dem deutschen Vorgaben folgend um + 3 ct/kg. Da gabs auch noch Nachholbedarf!

Die Schweinepreise in Spanien (06. Juni 2014) sind um 2,2   ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 23. KW  am Montag (02.06.) in Milano  um +2 bis +3 ct/kg, in Modena um + 1 bis + 2 ct/kg bezahlt. Am Dienstag (03.06.) wurde in Reggio Emilia von + 2 ct/kg notiert, am Mittwoch (03.06.) in Cremona um + 2 ct/kg gehandelt. Die gemeldeten Schlachtzahlen sind wieder +4,6 % gestiegen.

Das absatzfördernde Pfingst-Grillwetter hat die Schweinepreise beflügelt. Die reduzierten Schlachtzahlen sind bei regionalen Unterschieden knapp bedarfsdeckend. Außer der flott laufenden Grillware besteht ein sehr schwacher Absatz bei den übrigen Produkten. Es fehlen diesbezüglich die notwendigen Absatzmöglichkeiten in Drittländer. Es kursieren Meldungen über eine mögliche Lockerung der russischen Importsperre für Dänemark und den Niederlanden, möglicherweise schon in einem Monat (?). 

Die US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs sind auf einmoderateres Niveau gefallen, nachdem festgestellt wurde, dass die Schlachtmengen infolge der Überkompensation der Schlachtgewichte gegenüber den Schlachtzahlen leicht angestiegen sind. Der sonst übliche Vorratsaufbau in den Frühjahrsmonaten bleibt jedoch unzureichend. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden in den folgenden Wochen ohne Ausgleich über höhere Schlachtgewichte ansteigen. Der Höhepunkt wird im /August 2014 erreicht. Sorgen machen Reinfektionen in schon geglaubten sanierten Beständen.  Das Ausmaß ist noch unsicher  Das Rindfleischangebot befindet sich weiter Niedrigniveau. Die Nachfrage nach Grillfleisch steigt saisonbedingt an.

Chinesische Schweinepreise sind infolge  der Feiertage des Drachenbootfestes am 1 und 2 Juni. 2014 wieder gestiegen.. Üblicherweise gehört die Zeit nach den Festtagen aber zur verbrauchsschwächsten Zeitspanne. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU auf 135 Rub je kg LG bzw. 2,86 €/kg LG auf 3,62 €/kg SG gestiegen. Importe aus den USA, Brasilien und China bieten keine ausreichende Entlastung.

Brasilianische Schweinepreise zeigen sich saisonal erstaunlich stabil bei Größenordnungen um die 1,50 €/kg. In den letzten Jahren erreichten die Juli-Preise mit gewisser Regelmäßigkeit die 1 €/kg- Marke. Die russische Nachfrage und die fehlenden US-Mengen halten das internationale Preisniveau vergleichsweise hoch.

Pfingstfest mit Grillwetter hebt Schweinepreise

Schweine-Aktualisieren,

Update am Di,10.06.2014

ISN-Internetversteigerung:  Durchschnittspreis 1,74 €/kg ( + 2 ct/kg)   Überstand 19 %

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ZMP Live Expertenmeinung

Grillfreundliches Pfingstwetter, ein Monatsbeginn, kein drängendes Lebendangebot, keine drängende Frosterware, das waren die Antriebsfaktoren für einen kleinen Preisanstieg. Selbst ein fehlender Schlachttag bildete kein Hindernis. Der wetterlaunische Grillabsatz sollte jedoch den Blick für die problematische Verwendung der anderen Teilstücke nicht verstellen. So groß ist der Preisspielraum auch wieder nicht.

Welche ernsthaften Hoffnungen sollte man auf die Lockerung der russischen Importsperre setzen?

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