04.
10.13
Schweinepreise stabil - trotz Schlachtzahlen von mehr als 1 Mio.

Schweine-Cockpit, 04.10.2013

Bullish
  • Für das seit einem Monat gestiegene Lebendangebot erstaunlich stabile Nachfrage
  • Stabilisierung bei der Verarbeitung, Fernwirkungen des Weihnachtsgeschäftes
Bearish
  • Hohe Stückzahlen oberhalb der 1 Mio Marke
  • steigende Schlachtgewichte
  • Umorientierung in der Nachurlaubszeit im Süden Europas
  • Auslaufende Grillsaison
  • fehlendes Absatzventil des Exports in Drittländer
  • starker Eurokurs behindert Neubelebung des Exportgeschäftes

Entwicklung der gemeldeten Schlachtzahlen

Zeit-spanne

15. - 21.

Juli 13

23. – 27.

Juli 13

29.7.- 4.   Aug.13

05.-11.

Aug13

12.-18.

Aug 13

19.- 25.

Aug 13

29.8-1.

Sept 13

2.- 8. Sept   13

9. – 15.

Sept 13

16. -22.

Sept 13

23.-29.

Sept 13

Schlacht-zahlen

946.445

959.788

957.849

923.652

918.354

938.394

949.964

991.601

1.004.792

1.009.047

1.019.223

Entwicklung des Lebendangebots der an der Preisfindung beteiligten Unternehmen

Zeit-     

spanne

19.- 25.

Juli 13

26.7.–1.

Aug 13

2. – 8.

Aug 13

9. -15.

Aug 13

16.-22.

Aug 13

23.-29.

Aug13

30.8-5.     

Sep 13

06.- 12.

Sep13

13.- 20.

Sep13

21.– 28. Sept 13 29.9.-3.     

Okt 13

4. -10.     

Okt 13

Lebend-     

angebot

213.700

217.000

219.400

211.300

211.700

217.400

224.600

239.700

236.052

235.538

225.600

228.295

Schweinepreise  (Stand 04. Okt.2013)

Die Internetbörse am Mi, 02. Okt. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,80 €/kg (+1 ct/kg) in einer Spanne von 1,78 bis 1,815 €/kg. Das  Gesamtangebot an Schweinen betrug  2.330 Tiere. Eine von 14 Partien mit einer Forderung von 1,82 erhielt keinen Zuschlag.  

In der Woche vom 23. bis 29.Sept. 2013 wurden 1.019.223 Schweine von den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Gegenüber der Vorwoche sind das  +10.176 Tiere bzw. +1  %  mehr. Die Schlachtgewichte stiegen auf beachtliche 96,4 kg (Vorwoche 95,1 kg)

Ergänzende Grundlage für die nachstehende Preisnotierung waren 228.295 angemeldete Schweine (+2.695  bzw. +1,2%), angeboten von den an der Notierung beteiligten EZG  für die kommende Woche.

Für den Zeitraum von Freitag, dem 04.10.2013 bis Donnerstag, 10.10.2013 wurde der VEZG-AutoFOM-Preisfaktor von 1,75 EUR/Indexpunkt (-0,00 EUR/kg SG) in einer Spanne 1,75 bis 1,78 EUR ermittelt.

Der VEZG-FOM Preis beträgt 1,75 €/kg auf der Basis von 57 % MFA frei Schlachtstätte.

Die nochmalige Steigerung der Schlachtzahlen in Deutschland  innerhalb von 4 Wochen oberhalb der 1 Mio. Marke hat die Fleischbranche zwar gefordert aber nicht überfordert. Das gesenkte Einstandspreisniveau in Verbindung mit dem Monatsanfang hat für überwiegend  ausgeglichene Marktverhältnisse gesorgt. Regionale Absatzstockungen wurden durch zügige Abwicklung im Nordwesten Deutschlands ausgeglichen.

In Belgien gingen  die Schlachtzahlen in der vergangenen Woche um 5 % zurück. Auch die Schlachtgewichte fielen geringer aus. Der belgische Markt wird als ausgeglichen beurteilt.

Frankreich’s Schweineschlachtungen werden bei geringfügig steigenden Stückzahlen, aber deutlich höheren Schlachtgewichten immer noch ausreichend für die Nachfrage eingestuft. Möglich erscheint eine weitere Stabilisierung auf dem französischen Markt in der kommenden Woche.

In Spanien bleibt das Schweineangebot gemessen an der nachlassenden Nachfrage der Nachurlaubsperiode  immer noch zu hoch. Der Preisdruck wird nach Expertenmeinung wohl noch einige Wochen andauern, bis eine Beruhigung bei deutlich niedrigeren Preisen eintreten könnte.

In Italien haben die erwartet hohen Anlieferungen der letzten Woche die Preise weiter unter Druck gesetzt.

Der Fleischverkauf verläuft angesichts des erhöhten Fleischaufkommens nicht zur vollen Zufriedenheit der Verkäufer. Lachse und Nacken lassen sich nur zu nachgebenden Preisen vermarkten. Die Verarbeitungsindustrie kauft einige Teilstücke zwar weiterhin zu unveränderten Preisen, aber Bäuche und Schinken werden nicht überall gleich bewertet.

Die Inlandsnachfrage allein kann das zunehmende Angebot auf Dauer nicht stemmen. Für diese zusätzlichen  Mengen macht sich das fehlende Absatzventil im Drittlandgeschäft mit Russland und China spürbar bemerkbar. Der Exportgeschäfte verlaufen weiterhin auf zu niedrigem Niveau.

Für die kommende Woche wird mit einem Lebendangebot gerechnet, das als bedarfsgerecht eingeschätzt wird.

Schweinepreise stabil - trotz Schlachtzahlen von mehr als 1 Mio.
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ZMP Live Expertenmeinung

Ein stabiler Preis um die 1,75 € je kg ist angesichts von Schlachtzahlen oberhalb der 1 Mio.-Stück-Marke ein starkes Indiz dafür, das die Nachfrage um diese Jahreszeit auf vergleichsweise stabilem Sockel steht. In den südlichen Staaten Europas findet die Übergangsphase in die nachfrageschwächere Nachurlaubsphase statt. In Erinnerung an frühere Exportgeschäfte mit Russland und China wäre weniger Druck im Markt wünschenswert, aber die Einfuhrpolitik dieser Staaten wird in starkem Maße protektionistisch betrieben. Der aktuell starke Eurokurs macht andererseits Neugeschäfte im Export nicht leichter.

Das Blatt könnte sich in China in abesehbarer Zeit  wenden, denn Futtermittelpreise von über 35 € je  dt wird die Wirtschaftlichkeit der Schweinefleischerzeugung auf eine harte Probe stellen. Nicht alle Betriebe werden durchhalten. Schweinefleisch aber darf in China niemals weniger werden.

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