06.
12.13
Schweinepreise wieder zurückgesetzt.

Schweine-Cockpit, 06.12.2013

Bullish
  • Immer noch lebhaftes Vorweihnachtsgeschäft
  • Etwas rückläufige Lebendangebote
  • geringere Schlachtgewichte aufgrund vorgezogener Lieferungen
Bearish
  • Gesamtangebot ist nicht zu kostendeckenden Kursen abzusetzen
  • Exportgeschäft zwecks Entlastung fehlt.
  • zukünftig fehlende Schlacht- und Verarbeitungstage werfen Schatten voraus
  • Schlachtungen werden vorgezogen.

Schweinepreise  (Stand 06. Dez. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 04. Nov. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,69 €/kg (- 0,03) in einer Spanne von 1,69 bis 1,74 €/kg.  Bei 2.380 Schweinen entstand ein Überstand von 780 Tieren (= 29 %).

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In der zurückliegenden 48. KW  haben die europäischen Schweinefleischmärkte trotz hoher Schlachtungen preislich zulegen, aber in der abgelaufenen 49. KW den Aufschwung nicht durchhalten können. Die Kurse bröckelten im Verlauf der Woche deutlich ab.  Die in Europa uneinheitlich tendierenden Schlachtzahlen blieben im Durchschnitt zwar hinter der Vorwoche zurück. Der Fleischverkauf konnte jedoch mit dem gestiegenen Lebendangebot nicht in vollem Umfange mithalten.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Die Schlachtzahlen in  Dänemark sind in der 49. KW um etwas über 2 % gestiegen, die Auszahlungspreise blieben wie angekündigt unverändert.  

Für kommende Woche (50. KW) werden die dänischen Auszahlungspreise um umgerechnet -2,7 cent/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (49. KW) zwar weniger Schweine aufgetrieben, aber die Preise blieben unverändert.  Am  Donnerstagstermin (5. Dez.) nahmen die Lebendangebote nur geringfügig zu. Die ermittelten Durchschnittspreise stiegen um 1,5 ct/kg. Das französische Lebendangebot ist bedarfsdeckend. Für die kommende 50. KW wird mit einem großen Angebot aufgrund vorgezogener Lieferungen gerechnet.

In den Niederlanden wurden in der 48. KW (bis 23.Nov.) rd. +2.000 (+0,7  %) mehr Schlachtungen gezählt.  Die Auszahlungspreise der Schlachtunternehmen variierten zwischen +4 und +5 ct/kg. Für die kommende 50. KW wird der Preisrückgang in Deutschland je nach Schlachthof etwas unterschiedlich übernommen.

In Belgien sind die Schlachtzahlen in der 49. Woche, nahezu unverändert geblieben. Die Preise folgten knapp den deutschen Vorgaben mit + 5 ct/kg. Für die kommende 50.  KW folgt Belgien den rückläufigen Vorgaben aus Deutschland.   

In  Deutschland stiegen die Schlachtzahlen in der 48. KW liegen weiter knapp über  der 1 Mio. Stück Marke. Die Schlachtungen laufen zwar auf vollen Touren für das Weihnachtsgeschäft. In der abgelaufenen 49 KW. konnten jedoch die angehobenen Preise im Weiterverkauf nicht in vollem Umfange durchgesetzt werden.

Für die kommende Woche bis zum 12. Dezember 2013 wurde der Vereinigungspreis auf  1,66 € je kg bzw. Indexpunkt  (-0,06 €/kg) (1,66 bis 1,68) von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich um 6 ct/kg erhöhte Mastschweine-Basispreis bleibt bis zum 8. Dez.-13 bestehen. Danach folgt für die 50. KW  ein Preisabschlag, der sich an der deutschen Notierungsvorgabe orientiert. Die Marktlage wird als ausgeglichen eingestuft.

Der Schweinemarkt in Spanien hat sein Gleichgewicht für die Herbst/Winterperiode gefunden.Die Preise bleiben vorerst stabil.

In (Ober-)Italien stiegen in der abgelaufenen 49. Woche zu Wochenbeginn die Auszahlungspreise der Montagsmärkte gemäßigt an. In der Wochenmitte wurden bis zu +3 cent je kg mehr bezahlt. Die Donnerstags- und Freitagsmärkte lieferten deutlich schwächere Kursanstiege mit plus 1 ct/kg. Die Angebotsmengen sind zwar weiter hoch, aber nicht zu reichlich gemessen  an der lebhaften Nachfrage

In der kommenden 50. Woche wird wieder mit einem hohen Lebendangebot aufgrund vorgezogener Lieferungen gerechnet. Das Absatzgeschäft ist zwar lebhaft, aber es fehlen die notwendigen Exportentlastungen. Die zurückgenommenen Notierungen sollten jedoch ausreichend Anreiz bieten, das Angebot im Markt unterzubringen.

Schweinepreise wieder zurückgesetzt.

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 11. Dez. 2013 für die 50. KW 

- Dänemark:  - 2,7 ct/kg bei Angebotssteigerung nach Voranmeldungen von + 8,4 %

- NL:  - 4 bis - 6 ct/kg

- Belgien:  - 5,5 bis - 6 ct/kg bei leichten Angebotszunahmen

- Kleiner Montagsmarkt in Plerin /Bretagne:  + 0,1 ct/kg  bei verringerten Angebot von - 7 %

- Oesterreich vom 9. - 15 Dez.: - 4 ct/kg

- Oberitalien Montagsmarkt (9. Dez) Milano: unverändert;  Montagsmarkt (9. Dez.) Modena  - 2,5 ct/kg;

 Dienstagsmarkt (10. Dez.) in Reggio Emilia: - 3 ct/kg

Mittwochsmarkt (11.Dez) in Cremona:  - 2 ct/kg

- ISN-Internet-Auktion (Mi, 11. Dez.) - 6 ct/kg  auf 1,63 (Spanne 1,60 bis 1,66)

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ZMP Live Expertenmeinung

Das Vorweihnachtsgeschäft steht zwischen Hoffen und Bangen. Das zu den Feiertagen erhöhte Absatzpotenzial muß jetzt vorbereitet werden und führt zu einer steigenden Nachfrage. Andererseits besteht die Befürchtung, dass zwischen den Feiertagen wenig  Schlacht- und Verarbeitungstage zur Verfügung stehen, um das laufende Angebot unterzubringen. Daher werden Lieferungen vorgezogen, die das Potenzial einer Überforderung des laufenden Marktes in sich bergen. Mit einem einwöchigen Zeitverzug entwickelt sich ein angespanntes Wechselspiel zwischen Schlachtzahlen und Auszahlungspreisen. Unzureichende Exportgeschäfte können nicht zur Marktberuhigung beitragen. Insgesamt: das übliche hektische Weihnachtsgeschäft!

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