08.
11.13
Schweinepreise wieder im Aufwind abflauender Anlieferungen und anziehender Nachfrage

Schweine-Cockpit, 08.11.2013

Bullish
  • Nachlassender Angebotsdruck
  • verstärkte Nachfrage aus der Verarbeitungsbranche
  • gefallener Eurokurs begünstigt Voraussetzungen für Export
Bearish
  • ausreichendes Fleischangebot insgesamt
  • Angebotszahlen liegen deutlich über dem Niveau der Sommermonate
  • Drittlandsexport läuft auf Sparflamme

Schweinepreise  (Stand 8. Nov. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 7. Nov. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,67 €/kg (-0,1) in einer Spanne von 1,65 bis 1,695 €/kg.  Bei 2.325 Schweinen entstand kein Überstand.

Für die kommende Woche bis zum 14. November 2013 wurde der Vereinigungspreis auf

 1,66 € je kg bzw. Indexpunkt  (+0,03 €/kg)

von der Notierungskommission festgelegt. Die Spannbreite lag zwischen 1,63 bis 1,68 €/kg.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In fast allen bedeutenden Erzeugungsgebieten der EU sind in der zurückliegenden 44. KW feiertagsbedingt (1. Nov) die Schweineschlachtungen gegenüber den Vorwochen zurückgegangen. Ausnahme bilden die Niederlande mit einem kleinen Zuwachs. In Deutschland fielen die Schlachtzahlen nach mehreren Wochen erst mal wieder unter die 1 Mio.-Stück-Marke. Dennoch sind europaweit die Schlachtschweinepreise zurückgegangen.

Aktuelle Marktlage:

Trotz rückläufiger Schlachtzahlen wurden in  Dänemark die Auszahlungspreise um -2,8 ct/kg zurückgenommen. Für kommende Woche (46. KW) werden die Kurse nochmal um den gleichen Betrag zurückgesetzt.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (45. KW) mehr Schweine angeboten und der Preis fiel um -1,2 ct/kg. Am  Donnerstagstermin (7. Nov.) gingen die Lebendangebote um  rd. 9.000 Stück bzw. um -15 % zurück. Die ermittelten Durchschnittspreise gaben dennoch um -2,4 ct/kg nach.

In den Niederlanden wurden in der 44. KW (bis 31.Okt.) rd. 5.000 (+1,5 % %) mehr Schlachtungen gezählt.  Die Kurse der Schlachtunternehmen gegenüber der Vorwoche gaben um 6 bis 7 ct/kg nach.

In Belgien blieb in der 45. Kalenderwoche Angebot und Nachfrage weitgehend ausgeglichen. Die Preise fielen dennoch um -4 bis -5 ct je kg je nach Schlachtbetrieb.

Der in  Deutschland für die kommende 46. KW vereinbarte V-Preis stieg um 0,03  €/kg und wurde auf 1,66 €/Kg bzw. Indexpunkt festgelegt. Die Schlachtzahlen der Vorwoche (44 KW) wurden mit rd. 991.000 angegeben. Der Angebotsdruck hat in der laufenden Woche (45. KW) spürbar abgenommen und die Nachfrage wurde in Teilbereichen flotter. Das zukünftige Angebot wird kleiner eingestuft.

Der in  Österreich notierte Mastschweine-Basispreis wird voraussichtlich dem deutschen Vorbild folgen, zumal die Marktlage schon vorher als gut ausgeglichen und  ohne nennenswerte Überhänge bezeichnet wurde. Der Grundpreis wurde um 2 ct aufgetsockt

Nach wie vor gibt es in den südlichen EU-Ländern immer noch Anpassungsschwierigkeiten. Spanien‘s Schweinepreise geben nochmal leicht um -3,3 ct je kg nach.

In (Ober-)Italien fielen in der abgelaufenen 45. Woche zu Wochenbeginn die Auszahlungspreise noch um -5 bis -7 ct/kg, der Rückgang fiel zur Wochenmitte nicht ganz so stark aus. Die Angebotsmengen sind gestiegen.

In der kommenden Woche wird aufgrund eines abflauenden Lebendangebots bei gleichzeitig stabiler Nachfrage mindestens mit einer gewissen Belebung gerechnet. In den Verarbeitungsbetrieben laufen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft. Der stark gefallene Eurokurs erleichtert die Voraussetzungen für ein sich belebendes Drittlandgeschäft, wenn der politische Wille noch dazu kommt.

Schweinepreise wieder im Aufwind abflauender Anlieferungen und anziehender Nachfrage

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 12.11.2013:

Der Montagsmarkt (11.Nov.13) in Plerin/Bretagne brachte bei einer Reduzierung des Angebots um mehr als 15 % ein knappes Unverändert.

Die Montags- und Dienstagsmärkte 11. und 12. Nov 13 in Oberitalien notierten zwischen -5 und -6 cent/kg

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ZMP Live Expertenmeinung

Nach den Wochen eines übergroßen Angebotsstoßes mit entsprechenden Preisrutsch kommt jetzt wieder Boden unter die Füße der Preisbildung. Entscheidend sind die schon reduzierten und erwarteten Minderungen der Schlachtzahlen auf der Angebotsseite und eine stabile Nachfrage mit Schwerpunkt aus dem Verarbeitungssektor mit dem Hintergrund der angelaufenen Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft.

Noch werden die Nachwehen des zurückliegenden Angebotsstoßes in den wichtigsten europäischen Erzeugungsgebieten zu verkraften sein. Insgesamt sehen die Perspektiven wieder etwas freundlicher aus als noch vor einer Woche.

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