10.
01.14
Das Januar-Syndrom - Schweinepreise unverändert niedrig

Schweine-Cockpit, 10.01.2014

Bullish
  • BRD: Fehlanzeige auf Angebots- und Nachfrageseite
  • in wenigen kleineren Erzeugungsgebieten kleine Preisspielräume nach oben
Bearish
  • Angebotssteigerung zu groß für den typisch schwachen Januar-Bedarf

Schweinepreise  (Stand 10. Jan. 2014)

Die ISN-Internetbörse am 8. Jan. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,60 €/kg (= 0,08 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,55 bis 1,625 €/kg geführt. Dabei fällt auf, dass 240 Schweinen bei einer Preisforderung von 1,57 bzw. 1,58  €/kg kein Zuschlag erteilt wurde!

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Nach den Feiertagen haben sich in den meisten europäischen Ländern die Anlieferungen wieder auf knappes Durchschnittsniveau eingestellt.  Allerdings gab es auf den bedeutenden Marktplätzen in Europa  beachtliche Unterschiede, die von einer knapp bedarfsdeckenden Angebotslage bis zu einem für den rasch gefüllten Nachholbedarf reichlichen Lebendangebot reichten.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Für die 1. und 2. KW 2014 blieben die Preise unverändert. Die Schlachtzahlen liegen wieder im Durchschnitt der Dez.-13-Lieferungen, bleiben aber knapp 6 % hinter den Vorjahreswerten zurück.

Auch für die kommende 3. KW-2014 (bis 16. Jan. 2014) bleibt der angekündigte Preis unverändert.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (06. Jan.2014) plus  + 0,4 ct/kg und am Donnerstagmarkt (9. Jan 14) + 1,8 ct/kg trotz gestiegenen Angebots bezahlt. In ganz Frankreich bleiben die Schlachtzahlen noch unter mehrmonatigem Durchschnittsniveau.

Aus den Niederlanden wurden  vorerst keine Veränderungen gemeldet. Nachträglich werden Zuschläge je nach Schlachtunternehmen von 1 bis 2 ct/kg eingeräumt.

In Belgien wurden für die ersten beiden  KW 2014 unveränderte Notierungen veröffentlicht. Die angemeldeten Schlachttiere sind nach den Feiertagen wieder auf das Durchschnittsniveau angestiegen. Für die 3. KW 2014 werden wie üblich die deutschen Preisvorgaben von den einzelnen belgischen Schlachtunternehmen zwar unterschiedlich, aber wenig verändert übernehmen.  

Deutschland: Für die kommende Woche vom 10. Januar bis 16. Jan.2014 (3. KW 2014) wurde der Vereinigungspreis von  1, 52  € je kg bzw. Indexpunkt  unverändert in einer Spanne von 1,52 bis 1,54 €/kg von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 3. KW 2014 orientiert  sich an der deutschen Notierungsvorgabe ebenfalls mit unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (09. Jan.-14) sind um 1,2  ct/kg verringert worden.

In (Ober-)Italien bewegten sich die Schweinepreise in der 2. KW 2014 zwischen unverändert zu Beginn der Woche, stiegen in Modena (Wochenmitte) auf + 2,6 ct/kg LG und fielen zum Wochenende in Mantua wieder auf unverändert ab.

Das gemischte europäische Bild unterschiedlicher Angebots-Nachfrage-Verhältnisse wird vom dominanten deutschen Markt überlagert und engt die Preisspielräume für die Mitbewerber ein. Infolge intensiver Handelsbeziehungen zwischen den bedeutenden Erzeugungsstandorten erfolgt eine weitgehende Angleichung der Preisentwicklungen. Für Ausreißer bestehen keine großen Chancen, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Die feiertagsbedingt leicht aufgestauten Angebotszahlen überfordern die Januar-typische Nachfrageschwäche.

Das Januar-Syndrom - Schweinepreise unverändert niedrig

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 15. Jan. 2014

Frankreich/Bretagne:  Montagsmarkt (13.Jan)   + 0,9 ct /kg

Oberitalien:  Montagsmarkt  (13. Jan) in Milano:  unverändert

                       Dienstagsmärkte (14. Jan) in Modena:       + 2,7 ct/kg

                                                                   Reggio Emilia:   + 2,5 ct/kg

ISN-Internet-Versteigerung  (Mi, 15. Jan):  Durchschnitt 1,57 €kg (-3 ct/kg) ; Überstand 965 von 2.575 Schweinen bei Forderung über 1,57 €kg

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ZMP Live Expertenmeinung

Jedes Jahr das gleiche Spiel: die ersten Wochen des neuen Jahres sind nachfrageschwach und reagieren überempfindlich auf ein vergleichsweise zu hohes Angebot. Deutschland als größter Produzent und Konsument dominiert das Marktgeschehen in ganz Europa. Kleinere Erzeugungsgebiete müssen sich preislich der handelsbedingten Konkurrenz unterordnen.

Dennoch: die Hoffnung auf nicht mehr ganz so drängendes Angebot und eine sich wiederbelebende Nachfrage ist für die nächsten Wochen nicht völlig unbegründet.

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